Als 1982 Zaxxon in die Spielhallen kam, war der Automat eine Sensation: Zum ersten Mal nutzte ein Spiel die isometrische 3D-Perspektive, die allerdings nach wie vor aus 2D-Sprites bestand. Erst 1995 gab es mit Zaxxon's Motherbase 2000 einen echten Nachfolger - allerdings nur für den gefloppten 32-Bit-Aufsatz 32X. Zaxxon Escape ist jedoch etwas völlig anderes.
Die isometrische Perspektive ist verschwunden, stattdessen fliegt das Schiff durch endlose Korridore und muss die Lage dauernd anpassen, um den Hindernissen auszuweichen oder durch kurze Passagen zu fliegen. Selten kommt die Waffe zum Einsatz. An bestimmten Punkten wird abgebogen. Unterwegs lassen sich "Z-Coins" einsammeln - diese kommen jedoch so selten, dass zum Kauf der Artikel im Shop der Erwerb von Z-Coins per In-App-Kauf unumgänglich ist.
Vom Klassiker ist nichts übrig geblieben, weder die Perspektive, noch die Spielelemente oder der Sound. Die ewig gleichen Korridore sehen auch in Retina nicht gut aus. Sega hat mit Zaxxon das gemacht, was Activision jüngst mit Pitfall machte: Einen ideenlosen Temple-Run-Klon, der Fans des Originals verprellt, aber dem es an Klasse fehlt, neue Fans zu gewinnen.
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