Für ein Spiel, das wörtlich übersetzt "Pausenrandale" heißt, geht es in Recess Riot äußerst friedlich zu: Die Pausenhof-Minispiele bieten Seilspringen und Ausweichtraining, besonders viel Wert haben die Entwickler auf die Pixel-Optik gelegt.
Schon der Vorgänger Super Mega Worm setzte auf grobpixeliges, Recess Riot wirkt aber speziell auf dem iPad so, als habe jemand ein Handheld-Spiel per Pixelverdoppelung auf iPad-Maße skaliert. Wer sich an der Grafik stört, kann sie variieren - die Stile orientieren sich an verschiedenen Heimcomputern und Konsolen (C64, GameBoy, Virtual Boy). Für die Spielfigur gibt es etliche Kostüme, von denen ein Teil erst erspielt werden muss.
Angesichts von nur zwei Minispielen wirkt diese Auswahl verschwenderisch. Beim Seilspringen muss rechtzeitig gesprungen und die Münzen aufgesammelt werden. Im zweiten Spiel (Dodge!) wird Bällen ausgewichen - dafür allein gibt es allerdings keine Punkte, sondern erst für das Wegboxen der Bälle. Untermalt werden die Spiele natürlich durch Chiptunes. Zwar benötigt Recess Riot nicht die Präzision eines echten Joysticks, aber iCade wird dennoch unterstützt.
Super Mega Worm war unterhaltsam, aber bei Recess Riot haben die Entwickler wohl zu viele Ressourcen in die Grafik gesteckt: Zwei Minispiele sind einfach nicht genug, selbst wenn diese in Dutzenden Kostümierungen gespielt werden können.
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