JAZZ: Trump's Journey

In keiner Stadt ist es so schwer, als Musiker Karriere zu machen, wie in New Orleans, denn alleine der Weg zum Veranstaltungsort ist lebensgefährlich. Nachwuchsmusiker Trump läuft und hüpft durch New Orleans, Ähnlichkeiten zu Biografie Louis Armstrongs sind beabsichtigt.

Das Spiel ist zu der Anfangszeit der Jazz-Musik angesiedelt, Trump ist Trompeter und will es in New Orleans schaffen. Doch New Orleans zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist ein gefährliches Pflaster: Geheimgänge, Polizisten, die grundsätzlich jeden Musiker verprügeln, Schalter, bewegliche Plattformen und Lanzen - es scheint, als würde der einzige Zweck dieser Stadt darin bestehen, Einwohner und Besucher gleichermaßen schnell unter die Erde zu bringen.

Glücklicherweise wurde an Rücksetzpunkte gedacht und Trump hat unendlich viele Leben. Auf das harte Leben in der Stadt ist er gut vorbereitet: Zum einen kann er von Wand zu Wand springen und zum anderen kann der Jazz-Ninja mit seiner Trompete die Zeit einfrieren. In den Leveln kann er Musiknoten und Bilder einsammeln, wer nicht jeder Note nachjagt, schließt die Abschnitte schnell ab.

Offensichtlich ein Versehen ist die deutsche Lokalisierung, denn laut dem App Store unterstützt das Spiel nur Englisch, Französisch und Spanisch. Die deutsche Übersetzung ist voller Fehler, unfreiwilliger Komik und dürfte deutschsprachige Spieler nur verwirren. Die Zwischensequenzen im Stummfilmstil enthalten allerdings keine wichtigen Informationen. Sie lassen sich allerdings nicht abbrechen.

Ebenfalls ein Makel ist das Hauptmenü. Hier wollten die Entwickler besonders originell sein und zwingen den Spieler, Trump zu den einzelnen Optionen zu steuern. Statt sich einfach durch ein Menüsystem zu hangeln, muss Trump erst die Leiter runterklettern, um dann schließlich zu den Einstellungen zu kommen. Wer sich die Achievements ansehen möchte, muss ebenfalls in den Keller. Die Continue-Funktion zeigt ebenfalls Schwächen, denn sie setzt nicht ab dem zuletzt erreichten Rücksetzpunkt fort. So mussten im Test drei Abschnitte inklusive einer Zwischensequenz erneut überstanden werden, nur weil die App abstürzte.

Die Touchscreen-Steuerung ist gut, die Tasten für hoch und runter werden nur bei Bedarf eingeblendet. Fehlbedienungen kamen im Test nicht vor. Highlight der App ist natürlich das Szenario, welches untypisch für ein Hüpfspiel ist, und die Jazz-Musik. Alleine das ungewöhnliche Ambiente macht das Spiel für Fans des Genres empfehlenswert. Als Hüpfspiel ist JAZZ allerdings nur Durchschnitt - einfache Schalter- und Kistenrätsel in Computer-Spielen gibt es zwar noch nicht so lange wie den Jazz, aber lange genug. Es wirkt, als hätten die Entwickler ihre ganze Kreativität in die Technik und Geschichte gesteckt.

JAZZ: Trump's Journey ist auch für den Mac angekündigt.

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App Infos
NameJAZZ: Trump's Journey
Version1.2
HerstellerBulkypix
Vorraus­setzungErfordert iOS 5.0 oder neuer. Kompatibel mit iPhone, iPad und iPod touch.
Preis2.39 EUR
Download
Bewertung

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