Eingefärbtes Glas & sichere Enklave

Touch ID: Patentanträge enthüllen technische Details

Apples Hardwarechef Dan Riccio hatte zur Einführung der neuen Touch ID im iPhone 5s bereits grob erklärt, wie der Sensor seine Daten in einer gesicherten Umgebung im A7-Chip verarbeitet. Wie das nun im Einzelnen von statten geht, zeigen Apples Patentanträge für die Touch ID. Dazu gibt es noch weitere Hinweise auf bisher unbekannte technische Details.

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Der Patentantrag für das „Capacitive Sensor Packaging“ und das dazugehörige Patent für den Verarbeitungsprozess wurde in der vergangenen Woche vom US-Patentamt veröffentlicht. Das Patent mit der Anmeldenummer 20130308838 von März diesen Jahres beschreibt dabei den Prozess der Weitergabe des über den Sensor gescannten Abdrucks und dem Vergleich mit den gespeicherten Daten.

Die sichere Enklave, in der die Daten verarbeitet werden, kann nur in einer Richtung arbeiten. Dass heißt, es wird der aktuell gescannte Abdruck mit dem hinterlegten verglichen und nicht andersherum. Apple surchläuft dabei eine Reihe von Prüfungen und bricht ab, sobald es Unstimmigkeiten gibt. Als Entwickler der sicheren Enklave wurde Wayne Westermann genannt. Der hatte der zuvor für die 2005 von Apple aufgekaufte Firma Fingerworks an Sensorik gearbeitet.

Die Patentanträge enthüllen noch weitere technische Details. So ist im Patent, eingereicht unter der Nummer 20130307818, unter anderem von der Absicherung der Touch ID durch die Integration in das Display die Rede. Der iPhone-Nutzer - also insbesondere der nicht autorisierte - soll mit einem quasi versteckten Sensor über dessen Existenz getäuscht werden. Das Verstecken funktioniert aktuell über speziell eingefärbtes Glas. Die Touch ID ist auch beim iPhone 5s nicht zwingend als Fingersensor erkenntlich, nur wer weiß was er vor sich hat wird die Touch ID entsprechend nutzen. 

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