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Autor: Rainer Wolff

Datum: 21.03.16 - 14:09 Uhr

Online Banking am Mac: Das sind die besten Banking-Apps für OS X und iOS

Online Banking am Mac. Die elektronische Abwicklung von Standard-Bankgeschäften wie Kontoauszugsabrufe oder Überweisungsaufträge ist beliebt, da man sie unabhängig von Filialen und Öffnungszeiten erledigen kann. Der Anteil der Bankkunden, die online auf ihr Girokonto zugreifen, steigt Jahr für Jahr kontinuierlich an. Während 2010 erst etwa 35 Prozent der Deutschen ihre Bankgeschäfte am heimischen Rechner erledigten, wickelten 2015 bereits nahezu 55 Prozent der Deutschen ihre Bankgeschäfte von zu Hause aus ab - auch via Mac.

Die rund 2.000 in Deutschland tätigen Kreditinstitute führen in ihren nahezu 37.000 Filialen bundesweit über 100 Millionen Girokonten. Davon sind fast 57 Prozent Online-Konten, von denen wiederum fast die Hälfte der Konten mehrmals in der Woche online genutzt werden. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ist die Kontoführung in Deutschland zudem überaus preiswert, was den Trend zum Zweit- oder Drittkonto verstärkt. Anlagekonten oder Tagesgeldkonten sind in den genannten Zahlen so gut wie gar nicht berücksichtigt.

Alles in allem sind das beeindruckende Zahlen, aus denen man nachvollziehen kann, dass die Entwicklung von Online-Banking-Anwendungen auf für den Mac ein lukratives Geschäft für die Hersteller ist.

Multibankfähiges Kandidatenfeld

Aus der Vielzahl der verfügbaren Banking-Anwendungen haben wir sechs Mac-Programme und vier iOS-Apps herausgesucht. Sie zeichnen sich alle durch ihre Multibankfähigkeit aus, das heißt, man kann grundsätzlich mehrere Bankkonten von verschiedenen Kreditinstituten für Kontoumsatzabfragen oder Zahlungsverkehrstransaktionen anbinden. Darüber hinaus werden sie nicht von den Banken selbst, sondern von unabhängigen Dritten entwickelt und vertrieben. Eine leichte Zwitterstellung nehmen die StarMoney-Applikationen der Star Finanz GmbH ein, die der Sparkassenorganisation nahe steht.

Lesetipp

„Speakers' Corner“: Banking am Mac: Wenn's um Geld geht …

Die häufigste Frage, die ich im Freundeskreis höre, ist: „Wozu eine Banking-Anwendung, wenn ich einfach auf die Webseite der Bank gehen... mehr

Die Multibankfähigkeit wird durch den HBCI-Standard (Homebanking Computer Interface) sichergestellt, der 1996 von der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt wurde und heute häufig auch mit dem Nachfolgebegriff FinTS (Financial Transaction Services) in der Literatur auftaucht. Herausragende Merkmale sind die Banken- und Providerunabhängigkeit sowie die öffentliche Verfügbarkeit des HBCI-Standards. Als Legitimationsmedien dienen Chipkarte, Schlüsseldatei oder PIN/TAN.

Testkriterien: So haben wir getestet

Wir haben uns die Mac-Anwendungen auf einem iMac mini (Herbst 2012) unter El Capitan und die iOS-Apps sowohl auf einem iPhone 6 als auch auf einem iPad Air unter iOS 9.2 angeschaut.

Im ersten Testdurchgang haben wir einen Blick auf den Bedienungskomfort geworfen und bewertet, wie einfach die Bedienung der Anwendung ist, wie oft man das Handbuch oder andere Hilfestellungen bemühen muss und inwieweit die Anwendung ohne Zukäufe oder Werbung auskommt. Das Ergebnis beeinflusst die Endnote mit 20%.
Im zweiten Testdurchgang haben wir die Multibankfähigkeit der Online Banking Apps beurteilt. Hierfür haben wir die Einbindung von acht verschiedenen Filial- bzw. Direktbanken sowie die Abfrage einer Kreditkarte und eines PayPal-Kontos untersucht. Mit 30% fließt das Ergebnis in die Endnote ein.

Im dritten Testdurchgang haben wir die Ausstattung mit einer Gewichtung von 30% an der Endnote bewertet. Im Vordergrund steht hierbei das Angebot an Zahlungsmethoden wie Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften oder Auslandszahlungen. Darüber hinaus sollten die Anwendungen Komfortfunktionen wie Umsatzkategorisierung, Kontenrundruf, Zahlungsvorlagen und graphische Auswertungen bieten.

Mit einer Gewichtung von 20% fließen im vierten Testdurchgang Sicherheit und Service in die Endnote ein. Die Anwendungen sollen einen Passwortschutz aufweisen und beim Minimieren oder Wechsel der App den Zugang sperren. Ebenso werden Hilfefunktionen wie Handbücher, FAQs, Online-Hilfen oder sonstige Supportleistungen beurteilt.

Voraussetzung für den Kontozugriff mit einem HBCI-fähigen Online-Banking-Programm ist jedoch, dass die kontoführende Bank einen HBCI-Server betreibt. Das ist bei weitem nicht selbstverständlich, denn viele Direkt- oder Spezialbanken bieten aus Kostengründen lediglich einen webbasierten Kontozugang an. Einige Anwendungen versuchen diese Lücke in der standardisierten Multibankfähigkeit durch das sogenannte Screenparsing auszugleichen, bei dem der HTML-Code des Webzugangs ausgelesen und entsprechend analysiert wird. So gut das in der Regel auch funktioniert, so anfällig ist dieses alternativlose Verfahren zum Beispiel bei funktions- oder sicherheitsbedingten Änderungen des HTML-Codes, die der Hersteller erst mühsam und zeitaufwändig in seiner Anwendung nachvollziehen muss.

Von daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Bankzugänge, die nur per Screenparsing erreichbar sind, überdurchschnittlich häufig von Störungen betroffen sind. Als weiteres Manko kommt noch hinzu, dass einige Hersteller das Screenparsing auf ihrem hauseigenen Server und nicht direkt in der Anwendung betreiben. Die Datenströme laufen somit über den Hersteller, der damit zwangsläufig auch in den Besitz der Kontozugangsdaten gelangt. Als Bankkunde verstößt man damit gegen die Geschäftsbedingungen der Banken, die eine Herausgabe der Zugangsdaten an Dritte untersagen. Im Schadensfall bleibt man dann auf seinem Schaden sitzen.

Deutsche Banken haben mit HBCI (Home Banking Computer Interface) quasi einen bankübergreifenden Industrie-Standard geschaffen, der die Entwicklung von multibankfähigen Banking-Anwendungen erheblich vereinfacht.

Private Geldgeschäfte

Bei einem Vergleich von multibankfähigen Online-Banking-Programmen ergibt es keinen Sinn, zu prüfen, ob individuelle Bankprodukte oder einzigartige Services der verschiedenen Banken in den Anwendungen berücksichtigt werden. Sofern man diese Erwartungshaltung hat, sollte man konsequenterweise eher auf die bankeigenen Apps zurückgreifen. Von daher fokussiert sich dieser Test auf die Anforderungen eines gewöhnlichen Privatkunden, der mehrere Bankverbindungen unterhält und neben der Abfrage von Kontoumsätzen auch mal gelegentlich einen Zahlungsauftrag tätigt.

Um den Umfang der unterstützten Banken zu testen, haben wir mit Konten von verschiedenen Filial- und Direktbanken sowie einem Kreditkarten- und PayPal-Konto ein heterogenes Testszenario zusammengestellt. Die Herausforderung der Anwendungen bestanden unter anderem darin, wie sie mit dem HBCI-Zugang via Chipkarte der Commerzbank umgehen, ob sie den webbasierten Kontozugang zur VW Bank unterstützen und ob sie bei der DKB Bank das Kreditkartenkonto automatisch einbinden.

Darüber hinaus ist es heute nahezu selbstverständlich, dass die Banking-Anwendungen auch einen PayPal-Account oder Kundenkarten des Handels einbinden sollten. Während die Abfrage eines PayPal-Accounts über die PayPal-API oder per Screenscraping bei fast allen Programmen zum guten Ton gehört, sieht es bei der Einbindung von Kundenkarten wie Payback oder Miles & More eher düster aus.

Sicherheitsaspekte

Es zeigt sich immer wieder, dass die Sicherheit beim Online-Banking stets untrennbar vom sensiblen Umgang mit den Zugangsdaten zum Bankkonto abhängt. Aus diesem Grund sollte man die PIN für den Kontozugriff niemals in der Anwendung hinterlegen und zudem das Banking-Programm mit einem guten Passwort schützen. Darüber hinaus sollte man es tunlichst vermeiden, seine Bankgeschäfte über ein unverschlüsseltes Netzwerk oder ein öffentliches WLAN abzuwickeln. Das Risiko ist einfach zu hoch, dass der Datenverkehr abgefangen und kompromittiert wird.

Doch auch die von der deutschen Kreditwirtschaft hochgelobten TAN-Verfahren bergen einige Risiken in sich. So sollte man das verbreitete und beliebte mTAN-Verfahren nicht beim Mobile Banking einsetzen. Denn die SMS mit der TAN kommt auf dem gleichen mobilen Gerät an, mit dem man sich beim Online-Zugang seiner Bank anmeldet. Wurde das mobile Gerät gehackt, kann der Betrüger auch die TAN-Autorisierung manipulieren. Die Geschäftsbedingungen der Banken weisen explizit darauf hin, dass der Schaden nicht von der Bank übernommen wird.

Eine höhere Sicherheit verspricht da schon das smsTAN-Verfahren. Zwar wird auch hier die TAN per SMS auf das mobile Gerät übermittelt, man erhält aber eine Kontrollmöglichkeit durch Anzeige der wichtigsten Auftragsdaten. In letzter Zeit hat sich insbesondere bei den Sparkassen die pushTAN etabliert. Diese empfängt man zwar auch auf einem mobilen Gerät, jedoch muss man zusätzlich eine pushTAN-App installieren, die man mit einem Passwort öffnet, um die Auftragsdaten freizugeben, bevor die TAN angezeigt wird. Mit der angezeigten TAN wiederum kann man dann den Auftrag in der Banking-Anwendung autorisieren.

Eine hohe Sicherheitseinstufung genießt das chipTAN-Verfahren. Hierbei hält man nach Auftragserfassung einen chipTAN-Generator vor eine Grafik, der dann die Auftragsdaten zur Kontrolle anzeigt. Stimmen die Auftragsdaten überein, kann man mit der angezeigten TAN den Zahlungsauftrag in der Anwendung freigeben. Alt, aber nach wie vor hip und durchaus sicher ist die HBCI-Chipkarte.

Erster Test: Bedienung

Wie einfach ist die Anwendung zu bedienen?

Die typische Fragestellung lautet, wie smart eine Online-Banking-Anwendung zu bedienen ist. OutBank DE bietet hier das überzeugendste Bedienungskonzept, das Programm ohne zusätzliches Studium von Handbüchern oder FAQs intuitiv zu erlernen. Die Navigation ist übersichtlich und logisch aufgebaut. Hat man seine Karte verloren, findet man dort auch den zentralen Sperr-Notruf der deutschen Kreditwirtschaft. Aber auch Money Money braucht sich nicht zu verstecken. Die Bedienung ist überaus einfach und der Zugang zu den einzelnen Funktionen ist in der Menüleiste sinnvoll zusammengefasst. Praktisch ist auch, dass man mit einem Klick auf ein Icon in der Menüleiste eine Zusammenfassung der Salden und der neuesten Umsätze erhält. Money Money nutzt die Mitteilungszentrale des Betriebssystems für Benachrichtigungen. Nettes Feature ist der unterschiedliche Klang beim Abruf der Konten in Abhängigkeit vom Kontoguthaben. Finanzblick punktet ebenfalls mit einer ordentlichen Bedienungsoberfläche, die an vielen Stellen allerdings schon fast zu verspielt wirkt. Ob man im Jahr 2016 einen Zahlungsauftrag in einer nachgebildeten Überweisung erfassen muss, sei mal dahingestellt. Störender ist vielmehr die Werbung, über die sich die kostenlose iOS-App sicherlich letzten Endes finanziert. Ein großes Lob gebührt Moneyplex 2016 Business, das für ein traditionelles Online-Banking-Programm über eine gute Navigationsstruktur verfügt. Mit dem Finanzzentrum bietet das Programm zudem einen zentralen Anlaufpunkt, wo man verschiedene Finanzinformationen individuell zusammenstellen kann. Etwas Nachholbedarf in Sachen Bedienungskomfort haben insbesondere Bank X und MacGiro. Beispielsweise erfordert die Einrichtung neuer Konten zu viele überflüssige Eingaben. Etwas unschön: Bei Banking 4X, Banking 4i und Money Money muss man die Lastschriftfunktionalitäten als In-App-Kauf kostenpflichtig nachrüsten.

Zweiter Test: Multibanking

Wenn es ein wenig mehr sein soll

Ein wesentliches Entscheidungskriterium für ein multibankfähiges Banking-Programm ist die Anzahl der unterstützten Banken, Kreditkarten und Kundenkarten. Hier hält Finanzblick bis auf Money Money und OutBank DE die Konkurrenz auf Abstand. Die iOS-App unterstützt nicht nur alle für den Test ausgewählten Konten und Kreditkarten, sondern auch nahezu alle Kundenkarten des Handels wie Miles & More oder Payback. Sollte der HBCI-Zugang einer Bank nur per Signaturkarte möglich sein, bindet Finanzblick die Konten per Screenparsing ein. Money Money und OutBank DE überzeugen in dieser Testdisziplin ebenfalls, auch wenn sie Kundenkarten des Handels kaum unterstützen. StarMoney 2 Mac wiederum bindet zwar Amazon-, eBay- und PayPal-Konten ein, patzt dafür jedoch bei zwei Direktbanken aus dem Testfeld. Alle anderen Banking-Programme hinterlassen einen eher ambivalenten Eindruck, da sie in der Regel nur Banken über die HBCI-Schnittstelle per Signaturkarte, Schlüsseldatei oder PIN/TAN anbinden. Viele Banken, insbesondere Direktbanken, bieten jedoch ausschließlich webbasierte Kontozugänge an, die dann außen vor bleiben. Lediglich PayPal-Konten scheinen auf Grund der großen Verbreitung einen Sonderstatus zu genießen, weil nahezu alle Anwendungen die Einbindung ermöglichen. Bei der Einbindung von Bankkonten in ein multibankfähiges Programm muss man zudem differenzieren, ob die Anwendung neben dem Abruf von Kontoumsätzen auch noch die Abwicklung des Zahlungsverkehrs ermöglicht. Das ist nicht immer so selbstverständlich, wie man vielleicht im ersten Augenblick vermuten mag. Betreibt die jeweilige Bank keinen HBCI-Server, ist meistens nur der Abruf von Kontoumsätzen mittels Screenparsing möglich. Hier empfiehlt sich ein Blick auf die Webseiten des Herstellers, welche Besonderheiten für die einzelnen Banken gelten. Ein positives Beispiel für Transparenz sind zum Beispiel die Webseiten von Money Money.

Dritter Test: Ausstattung

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Was kann die App?

Einen hervorragenden Leistungsumfang bietet Finanzblick. Man kann Überweisungen tätigen, Daueraufträge verwalten, Lastschriften einziehen und Kontoumsätze einzelnen Kategorien zuordnen. Ein optischer Leckerbissen sind zudem die vielen grafischen Auswertungen der Anwendung. Die Geldflüsse werden transparent veranschaulicht, ohne dass man zwingend ein Haushaltsbuch bemühen muss. Zahlreiche Auswertungen sind bereits vorkonfiguriert, neue Auswertungen kann man relativ leicht definieren. Finanzblick zeigt Kontobewegungen auch auf der Apple Watch an, auf Wunsch sogar als Push-Mitteilung direkt auf das Display. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit zur Synchronisation der Datenbestände zwischen verschiedenen Geräten und Betriebssystemen. OutBank DE unterstützt ebenfalls die Apple Watch und die Datensynchronisation zwischen mehrere Geräten. Überweisungen kann man per Abfotografieren oder QR-Code erfassen, dafür ist der Lastschrifteinzug nicht möglich. Banking 4X und Banking 4i ermöglichen ebenfalls die übergreifende Datensynchronisation, StarMoney 2 Mac und StarMoney 2 App jedoch nur in der kostenpflichtigen Abo-Version. Mit Money Money bezahlt man Rechnungen in nur zwei Schritten. Aus der E-Mail oder dem PDF kopiert man den kompletten Block mit den Empfängerdaten in das Überweisungsfenster. Das Programm identifiziert die verwertbaren Kontodaten und füllt die Überweisungsfelder zielgerichtet aus. Die Ausstattung der anderen Banking-Programme unterscheidet sich eher marginal. Ob man Lastschriften einziehen kann, ist für den gewöhnlichen Bankkunden in der Regel nebensächlich. Interessanter ist die Vielfalt der angebotenen Auswertungen. Hier fallen tendenziell alteingesessene Programme wie MacGiro oder Bank X gegenüber ihren jüngeren Mitbewerbern bei den Visualisierungsmöglichkeiten zurück.

Vierter Test: Sicherheit & Hilfe

Wie sicher ist die App?

In dieser Teildisziplin steigen Moneyplex 2016 Business und StarMoney 2 Mac als Sieger auf das Podest. Wie bei allen anderen Testkandidaten auch verlangen die beiden Anwendungen beim Programmstart nach einem Passwort. StarMoney 2 Mac verfügt zudem über eine Auto-Sperre, die beispielsweise beim Minimieren des Programms den Zugang sperrt und die Eingabe des Passworts abfordert. Diese Funktionalität bieten ebenso Money Money, OutBank DE, Finanzblick und die StarMoney-2-App. Obwohl Moneyplex 2016 Business diese Sicherheitsfunktion fehlt, gleicht das Programm den verlorenen Punkt durch ein gelungenes Paket an Hilfestellungen aus. Das Handbuch ist umfangreich und sinnvoll gegliedert, zudem leistet der Hersteller ergänzende Unterstützung per Online-Hilfe, FAQs und Support per Telefon oder E-Mail. Bei den anderen Online-Banking-Programmen unterscheiden sich die Unterstützungsleistungen nur unwesentlich. Es fällt auf, dass viele Hersteller einen direkten Support nur per E-Mail, aber nicht per Telefon anbieten. Letzteres dürfte für die Unternehmen wahrscheinlich zu teuer sein, ist aber dafür auch wesentlich kundenfreundlicher, denn Probleme lassen sich verbal meistens schneller lokalisieren. In Sachen Support enttäuscht OutBank DE. Ein Handbuch ist nicht erhältlich und die FAQs wirken sehr übersichtlich. Man muss OutBank DE jedoch zugute halten, dass die iOS-App direkt mit den Bankservern kommuniziert und insofern keine Datenspeicherung beim Hersteller erfolgt. Das sieht bei Finanzblick schon anders aus. Der Hersteller macht im Vorfeld nicht ausreichend deutlich, dass beim Screenparsing die persönlichen Zugangsdaten an den Server des Herstellers geschickt werden. Man wird auf diese Vorgehensweise erst aufmerksam gemacht, wenn man ein solches Bankkonto im Programm konkret anlegen möchte. Schlusslicht in dieser Teildisziplin ist die StarMoney 2 App. Der Support ist im Vergleich zur Mac-Version nicht so umfangreich.

Überblick: Banking-Apps für iOS

  Banking 4i Finanzblick OutBank DE StarMoney 2
Hersteller Subsembly Buhl Data Service Stoeger IT Star Finanz
Web subsembly.com finanzblick.de www.outbank.de starmoney.de
Preis 4,99 Euro kostenlos 8,99 Euro p.a. kostenlos
System ab iOS 7.0 ab iOS 7.0 ab iOS 7.1 ab iOS 8.4
Besonderheiten Plattform übergreifender Datentresor Datensynchronisation über Finanzblick-Web Datenspeicherung ausschließlich auf dem Gerät StarMoney Flat-Abo mit übergreifender Synchronisation
Wertungen        
Bedienung (20%) 2,5 2,0 1,0 3,0
Multibanking (30%) 2,5 1,0 1,5 4,0
Ausstattung (30%) 2,5 1,5 2,0 4,0
Sicherheit (20%) 3,0 3,5 2,5 4,0
Endnote 2,6 1,9 1,8 3,8

Überblick: Banking-Apps für OS X

  Bank X 6 Professional Banking 4X MacGiro 8 Money Money Moneyplex 2016 Business StarMoney 2
Hersteller Application Systems Heidelberg Subsembly med-i-bit MRH Applications Matrica Star Finanz
Web www.application-systems.de subsembly.com www.med-i-bit.de moneymoney-app.com www.matrica.de starmoney.de
Preis 79,99 Euro 19,99 Euro 119,00 Euro 19,99 Euro 139,90 Euro 29.99 Euro
System Ab Mac OS X 10.7 Ab Mac OS X 10.7 Ab Mac OS X 10.4 Ab Mac OS X 10.6 Ab Mac OS X 10.5 Ab Mac OS X 10.8
Besonderheiten Synchronisation mit Bank X Mobile Plattform übergreifender Datentresor Bedrucken von papierhaften Zahlungsaufträgen Bezahlen von Rechnungen in zwei Schritten Datentausch mit Windows- und Linux-Version StarMoney Flat-Abo mit übergreifender Synchronisation
Wertungen            
Bedienung (20%) 4,0 2,5 4,0 1,5 2,0 2,5
Multibanking (30%) 2,0 2,5 4,0 1,5 3,5 3,0
Ausstattung (30%) 3,0 2,5 3,0 2,5 3,0 2,5
Sicherheit (20%) 3,0 3,0 3,0 3,0 2,0 2,0
Endnote 2,9 2,6 3,5 2,1 2,8 2,6

Testsieger: OutBank DE

Die Qualität der drei topplatzierten Online-Banking-Anwendungen OutBank DE, Finanzblick und Money Money liegt nahe beieinander auf einem vergleichbar hohem Niveau. Finanzblick ist ein grafischer Leckerbissen mit der Darstellung der Bankkonten als virtuelle Bankkarten und schönen grafischen Auswertungen. Die Nutzung der kostenlosen App erkauft man sich jedoch mit der Preisgabe der persönlichen Zugangsdaten insbesondere bei den Banken, die per Screenscraping angebunden werden. Money Money ist eine einfach zu bedienende Mac-Anwendung, die mit einer guten Ausstattung und umfangreicher Bankenunterstützung glänzt.

Testsieger nach Punkten ist jedoch OutBank DE. Die iOS-App überzeugt mit einem sehr guten Leistungsumfang, einer umfangreichen Bankenunterstützung und herausragendem Bedienungskomfort. Mit der jährlichen Nutzungsgebühr muss man sich arrangieren. Schade, dass es derzeit nur eine iOS-Version, aber keine Mac-Version gibt.

Fazit

Dieser Test ist eine Momentaufnahme mit einem vorher definierten Testszenario, der nicht jede erdenkliche Konstellation berücksichtigen kann. Von daher empfehlen wir allen potenziellen Käufern, sich vor der Anschaffung einer Banking-Anwendung zunächst eine Demo-Version zu installieren.