Honor 7 und Sony Xperia Z5 ausprobiert

Android gegen iPhone: Unser Blick über den Tellerrand

Android-Smartphones und das iPhone im Vergleich. Einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen, ist immens wichtig. Deshalb haben wir als professionelle und passionierte iOS-Anwender einen genaueren Blick auf zwei aktuelle Android-Smartphones geworfen und einige Zeit mit dem „James-Bond-Smartphone“ und High-End-Modell Xperia Z5 von Sony sowie dem vielgelobten Mittelklasse-Androiden Honor 7 verbracht haben.

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Das Xperia Z5 ist neben dem Z5 Compact und dem Z5 Premium Sonys aktuelles Smartphone-Flaggschiff. Vorgestellt wurden alle drei Modelle auf der IFA 2015. Während das Z5 über ein 5,2 Zoll großes Display verfügt, sind es beim Premium-Modell 5,5 und bei der Compact-Variante 4,6 Zoll. Die Compact-Version wurde im Vergleich zum Z5 auch in anderen Belangen abgespeckt. So verfügt das kleinere Modell beispielsweise nur über 2 statt 3 GB RAM und sein Rahmen besteht aus Plastik. Die Premium-Version des Z5 hingegen hat der „normalen“ Variante voraus, dass es als weltweit erstes Smartphone über einen 4K-Bildschirm verfügt. Für diesen Bericht wurde uns ein schwarzes Xperia Z5 zur Verfügung gestellt, das wir ausführlich in Augenschein nehmen konnten. Direkt im Sony-Shop kostet das Modell 699 Euro.

Medienberichten zufolge hat sich das Honor 7 der Huawei-Marke Honor in China zum Verkaufsschlager entwickelt und auch in Europa war das Modell nach dem Launch schnell kurzfristig ausverkauft. In den Testberichten einiger Kollegen, die sich regelmäßig mit Android-Smartphones beschäftigen, hat das Honor 7 bislang zudem meist sehr gut abgeschnitten. Bei Redaktionsschluss können Interessierte das Modell zum Beispiel bei Amazon oder in Huaweis vmall-Shop ( www.vmall.eu/de/) für rund 350 Euro ohne Vertrag erstehen. In Deutschland ist bislang lediglich eine 16-GB-Version des Smartphones erhältlich, der Speicher kann allerdings per Micro-SD-Karte aufgestockt werden. Alternativ ist statt Speichererweiterung per SD-Karte auch ein Dual-SIM-Betrieb möglich. Wir haben ein 16-GB-Modell in „Fantasy Silver“ in Augenschein genommen.

Android vs. iOS

Die Android-Fragmentierung und die Vielzahl der unterschiedlichen, angepassten Benutzeroberflächen sind für den iOS-Anwender schon gewöhnungsbedürftig. Die größere Offenheit von Android geht bekanntermaßen auch mit einer erhöhten Anfälligkeit für Sicherheitslücken einher (iOS ist allerdings auch nicht vollkommen gefeit). Android-Anhängern verteufeln ihrerseits gern das weitgehend geschlossene Apple-Ökosystem. Tatsache ist, dass beide Systeme immer wieder voneinander lernen können (Android etwa schickt sich scheinbar an, in Sachen Energieeffizienz iOS zu übertrumpfen) und dennoch verschieden bleiben werden.

Design, Haptik, Fingerabdruck-Sensor

Die Haptik des im Vergleich zum iPhone 6 (6,9 mm) etwas dickeren Z5 (7,3 mm) ist sehr gut. Die Glas- und Metall-Materialien fühlen sich hochwertig an, die Ecken des Smartphones bestehen aus Kunststoff, um Stöße beim Herunterfallen abzudämpfen. Hier dürften also auch auf Dauer keine Macken und Dellen auftauchen, wie es beim iPhone 6 schon mal passieren kann. Wie auch im Fall der Vorgängermodelle ist das Design des Z5 allerdings relativ kantig, so dass sich die rechte beziehungsweise linke untere Ecke des Smartphone bei der Einhandbedienung ein wenig in die Handfläche „bohrt“. Hier gefallen uns die abgerundeten Ecken der neueren iPhone-Modelle persönlich besser. Man muss allerdings schon sagen, dass das Z5 mit seiner Rückseite aus mattem Glas insgesamt ziemlich stylisch aussieht. Trotz seiner Größe lässt sich das Gerät darüber hinaus relativ gut mit einer Hand bedienen. Wer allerdings sehnlich auf ein neues Vier-Zoll-iPhone wartet, da ihm das iPhone 6 bereits zu unhandlich ist, wird auch mit der Größe des Z5 nicht glücklich werden.

(Bild: [1] http://www.antutu.com/en/view.shtml?id=8008)

Gut durchdacht beim Z5 ist die Integration des Fingerabdrucksensors in den schmalen Ein- und Ausschalter an der Gehäuseseite. Nimmt man das Gerät in die Hand, liegt an dieser Stelle meist automatisch der Zeige- oder Mittelfinger auf. Konfigurieren lässt sich der Fingerabdrucksensor in der Einstellungen-App unter „Sicherheit“. Die Einrichtung geht schnell vonstatten und das automatische Entsperren des Gerätes per Fingerabdruck klappt in der Regel ebenfalls sehr gut, wobei die Taste einmal gedrückt werden muss, um das Entsperren vorzunehmen. Ähnlich wie beim iPhone kann es Probleme bei der Erkennung geben, wenn die Finger zu feucht sind.

Die Ecken des Honor 7 sind eher abgerundet, so dass es einem aktuellen iPhone nicht unähnlich gut in der Hand liegt. Die Display-Diagonale des Displays beträgt genau wie beim Z5 5,2 Zoll, das Gewicht ist mit 157 Gramm ebenfalls nahezu identisch zum Sony-Telefon (154 Gramm). Beide Android-Smartphones liegen in Sachen Gewicht damit zwischen dem iPhone 6s (143 Gramm) und dem iPhone 6s Plus (192 Gramm). Das Honor 7 wirkt darüber hinaus auf den ersten Blick gerade für ein preislich eher im Mittelfeld angesiedeltes Smartphone hochwertig verarbeitet – die Metallrückseite wurde bislang in einigen Berichten explizit positiv erwähnt. In unserem Fall stellte sich im Alltag allerdings schnell ein wenig Ernüchterung ein. Als wir das Honor 7 gemeinsam mit einem Schlüsselbund eine Weile in der Hosentasche trugen, wies die Rückseite danach den ein oder anderen kleinen, aber dauerhaften Kratzer auf. Die Vorderseite des Honor 7 wirkt zudem nicht ganz so schick wie beim Z5 oder beim iPhone und die Kamera steht auf der Rückseite etwas hervor.

Auch das Honor 7 verfügt über einen Fingerabdrucksensor. Dieser ist anders als beim iPhone oder Sonys Z5 auf der Rückseite des Smartphones unterhalb der Kamera angebracht. Keine schlechte Idee, da sich der Zeigefinger hier meist automatisch in der Nähe befindet. Das Telefon lässt sich zudem auch per Fingerabdruck entsperren, wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Positiv konnten wir feststellen, dass der Sensor extrem schnell reagiert und sich zudem superfix einrichten lässt. Weiterhin praktisch: Der Scanner kann per Wischgeste zum Beispiel auch genutzt werden, um das Notification Center schnell aufzurufen.

Das Huawei-Tochterunternehmen Honor stattet seine Geräte mit der Benutzeroberfläche Emotion UI aus. Funktionen wie eine optionale Einhandbedienung und Spracherkennung, zum Beispiel zum Suchen des Gerätes, sind beim Honor 7 mit an Bord.
Das Huawei-Tochterunternehmen Honor stattet seine Geräte mit der Benutzeroberfläche Emotion UI aus. Funktionen wie eine optionale Einhandbedienung und Spracherkennung, zum Beispiel zum Suchen des Gerätes, sind beim Honor 7 mit an Bord.

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musste grade feststellen dass die Kombination aus iTunes und IOS massive Kacke ist, wenn man ein auf dem Rechner selbst gemachtes Video verschicken will.

andere Inkonsistenzen gehen mir gerade mächtig auf den Dingsda. Dachte in den letzten Tagen Microsoft hätte da mit den katastrophalen Ribbons den grössten Bock aller Zeiten geschossen. Aber ich habe den Eindruck dass Apple von MS ein paar Entwickler abgeworben hat.

wohl ein paar Leuten die vor ein paar Tagen iTunes und Fotos verrissen haben mindestens ein wenig Recht geben.

ich als android nutzer muss sagen:
sehr guter artikel!
ohne ein os zu benachteiligen wurde ein super erfahrungsbericht geschrieben.

Was soll denn diese Werbung für den großen Feind???? MUSS DAS SEIN! APPLE ALLEIN IST DAS WAHRE!!!!!!!!!!!!!!!!

Also ich muss dazu sagen, dass Apple nicht das einzig wahre ist Ich bin vom iPhone 6 auf das z5 umgestiegen und trotz Android 5.1.1 welches den Ruf hat sehr langsam und bugreich zu sein muss ich sagen das xperia z5 läuft besser als jedes iPhone vorher. Es läuft einfach flüssig und auch die Oberfläche von Sony gefällt mir sehr gut. Toll finde ich auch die ganzen einstellungsmöglichkeiten die Android bietet. Langsam verstehe ich, was Android User unter "Einengung" verstehen ein Android Gerät kann man viel besser an sein nutzungsverhalten anpassen. Ich werde mir aus diesen Gründen so schnell kein iPhone mehr kaufen.

Der Vergleich hingt etwas... Es wurde ein IOS gerät mit 2 verschiedenen Android Geräten mit angepasster Oberfläche getestet, die zudem noch veraltete Android Versionen benutzen!

Meiner Meinung nach wäre ein test mit einen aktuellen Nexus Smartphone (5x bzw. 6P) die bessere Wahl! Diese haben das pure Android, also ohne irgendwelche verspielten Oberflächen, Zusatz Apps die keiner Will und auch die aktuellen Android Versionen, da diese Smartphones direkt von Google kommen!

Also der Vergleich hinkt gar nicht, da über 90% aller Android Geräte nicht das pure Android installiert haben.

95% der IPhone user haben überhaupt keine Ahnung von Android. Die Urteile fallen trotzdem immer gleich aus. Nicht in diesem Artikel. Gute Arbeit.
Sollten sich die Leser auch mal als Ansporn nehmen und in Zukunft neutral urteilen. Denn es muss nicht immer ein Fon für knapp 1000€ sein.
MfG

Der Artikel ist leider absoluter Mist.
Überall wo die Androiden besser waren als die aktuelle iPhone Generation wird kein Vergleich dazu herangezogen. Ist in einer Kategorie jedoch das iPhone "besser" wird das sofort erwähnt. Und dann das lächerliche Fazit. Da war wohl der Artikel in der Summe doch zu neutral gegenüber Android. Da muss man dann natürlich nochmal den Fanboy raushängen lassen.

jeder mit dem glücklich werden was er sich ausgesucht hat. Lustig ist nur dass die nicht Fanboys offensichtlich reichlich unglücklich mit ihrer Wahl sein müssen, so dass sie diese in Apple Foren rechtfertigen müssen.

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