IP67: So wasserdicht ist das iPhone 7

Quelle: https://www.maclife.de/ratgeber/ip67-erklaert-wasserdicht-iphone-7-10082193.html

Autor: Martin Grabmair

Datum: 09.09.16 - 15:38 Uhr

IP67 erklärt - So wasserdicht ist das iPhone 7

Apple hat sein neues iPhone erstmals mit einer IP-Zertifizierung versehen. Damit können sich Besitzer eines iPhone 7 oder eines iPhone 7 Plus erstmals garantiert auf einen gewissen Schutz gegen das Eindringen von Staub oder Wasser verlassen. Das Unternehmen hat das iPhone 7 mit einer IP67-Zertifizierung versehen. Was genau die neue iPhone-Generation nun ohne Probleme aushalten muss, erklären wir Ihnen hier:

Apple hat sein iPhone schon bereits seit einigen Generationen gegen das Eindringen von Wasser gesichert. So hatte das Telefon kein Problem mit Regen und hat auch den ein oder anderen Sturz in das Waschbecken überlebt. Apple hat das iPhone aber nie zertifiziert. Als Kunde konnte man sich also nie sicher sein, was denn das iPhone eigentlich wirklich aushält. Das hat sich beim iPhone 7 aber nun geändert. Denn Apple hat sein Smartphone erstmals mit einer IP-Zertifizierung versehen – und zwar mit IP67. Damit garantiert Apple einen gewissen Schutz gegen das Eindringen von Staub und Wasser. Was aber genau heißt denn IP67? Apple selbst hat bei der Präsentation des iPhone 7 etwas vorsichtig nur von „Spritzwasserschutz“ gesprochen.

IP67 - Das bedeutet die Zertifizierung im Detail:

Die erste Ziffer einer IP-Zertifizierung zeigt den Schutz eines elektronischen Geräts gegen das Eindringen von Fremdkörpern an. Die zweite Ziffer verrät den Schutz gegen das Eindringen von Wasser. Muss bei einem IP-zertifizierten Gerät eine der beiden Kategorien nicht angegeben werden, wird sie durch ein X ersetzt – beispielsweise IPX1 oder IP1X. Die IP-Zertifizierung im Überblick:

Die 1. Kennziffer:

  • IP0X: kein Schutz
  • IP1X: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 50 mm
  • IP2X: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 12,5 mm
  • IP3X: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 2,5 mm
  • IP4X: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 1,0 mm
  • IP5X: Geschützt gegen Staub in schädigender Menge
  • IP6X: Staubdicht

Die 2. Kennziffer:

  • IPX0: kein Schutz
  • IPX1: Schutz gegen Tropfwasser
  • IPX2: Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
  • IPX3: Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
  • IPX4: Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
  • IPX5: Schutz gegen Strahlwasser (aus einer Düse) aus beliebigem Winkel
  • IPX6: Schutz gegen starkes Strahlwasser
  • IPX7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
  • IPX8: Schutz gegen dauerndes Untertauchen
  • IPX9: Schutz gegen Wasser bei Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung

Da das iPhone mit IP67 zertifiziert ist, bedeutet dies, dass das Gerät absolut gegen das Eindringen von Staub geschützt ist. Außerdem hält das Gerät zeitweiliges Untertauchen in Wasser aus. Wie lange und unter welchem Druck das geschehen darf ist natürlich genau festgelegt: Das iPhone 7 ist dank seiner IP67-Zertifizierung gegen das Eindringen von Wasser geschützt, wenn das Gerät nur bis maximal einem Meter unter Wasser liegt und es kann dort nur maximal 30 Minuten verbringen. Diese Definition von IPX7 schließt unter anderem andere Flüssigkeiten oder „nicht-normale“ Temperaturen aus. So ist das iPhone 7 nicht gegen das Eindringen von Lösungen wie Alkohol oder kochendes Wasser geschützt. Auch Dampf könnte in das iPhone eindringen. Wird das iPhone in einem Meter Wassertiefe dauerhaft bewegt, gewährleistet IP67 ebenfalls keinen Schutz gegen das Eindringen von Wasser mehr. Eine halbe Stunde Bahnen schwimmen ist also ein Risiko.

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Apple selbst erklärt auf seiner Produktseite noch einige weitere Einschränkungen. So kann der IP67-Schutz beispielsweise durch anderweitige Beschädigungen des Geräts oder Alterung bestimmter Bauteile über den Gewährleistungszeitraum (2 Jahre) hinaus verloren gehen. Außerdem darf ein nasses iPhone nicht geladen werden, da sich Wasserrückstände im Lightning-Port sammeln können und dann Stromzufuhr das iPhone beschädigen kann.

Fazit

Zusammengefasst gesagt können sich Nutzer in den zwei Jahren nach dem Erhalt des iPhone 7 oder des iPhone 7 Plus darauf verlassen, dass in das Gerät kein Staub eindringen wird und es jede Art von Spritzwasser, Strahlwasser, Regen und jeden Sturz in einen Behälter voller Wasser überlebt, sofern letzterer nicht tiefer als ein Meter ist und das Smartphone zeitnah wieder herausgeholt wird. Die einzige Ausnahme zu dieser Garantie ist, wenn Nutzer das iPhone anderweitig beschädigt haben.