Apples „Fotos"-App: Antworten auf die wichtigsten Fragen | Mac Life

Quelle: https://www.maclife.de/ratgeber/apples-fotos-app-antworten-wichtigsten-fragen-10062495.html

Autor: Sebastian Schack

Datum: 13.02.15 - 11:06 Uhr

Apples „Fotos"-App: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Mit der aktuellen Entwickler-Version von OS X Yosemite 10.10.3 hat die bereits im vergangenen Herbst angekündigte „Fotos“-App zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt. „Fotos“ wird noch im Frühjahr sowohl iPhoto als auch Aperture in Apples Produkt-Portfolio ablösen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Wir haben uns das Programm näher angeschaut und beantworten die wichtigsten Fragen zur ersten Beta-Version.

Wie komme ich an die Fotos-App?

Der Zugang dazu ist bislang bei Apple registrierten Entwicklern vorbehalten. Für jährlich 99 US-Dollar kann das jeder werden.

Wie stabil ist die Fotos-Anwendung? Kann ich schon jetzt umsteigen?

In unseren Tests zeigt sich die Fotos-Anwendung bislang sehr stabil. Wir können weder von Abstürzen noch von Datenverlusten berichten. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass es sich um eine Beta-Version handelt. Vom produktiven Einsatz der Anwendung ist dringend abzuraten!

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Was hat es mit der iCloud und „Fotos“ auf sich?

Der große Vorteil ist, dass alle Fotos und Änderungen praktisch sofort über die iCloud synchronisiert werden. Sie schießen ein Foto mit Ihrem iPhone und es taucht wenig später automatisch auf Ihrem Mac auf. Wenn Sie dort Änderungen an dem Bild vornehmen, werden diese auch sofort an Ihr iPhone zurück übertragen. Außerdem können Sie die Bilder in der iCloud auch über Apple TV direkt auf dem Fernseher betrachten.

Damit das funktioniert, müssen Sie iCloud in den Einstellungen von „Fotos“ aktivieren. Sie haben dann auch die Möglichkeit, die iCloud als primäre Speicherquelle zu definieren. Auf Ihrem Mac werden dann nur kleinere, optimierte Versionen der Bilder abgelegt, um Speicherplatz zu sparen. Das bietet sich zum Beispiel dann an, wenn Sie einen iMac mit einer großen Mediathek und zusätzlich ein MacBook Air mit wenig Speicherkapazität benutzen, aber trotzdem immer von beiden Geräten auf Ihre Fotos zugreifen wollen.

Außerdem können Sie über iCloud.com auf all Ihre Fotos im Browser zugreifen.

Kann ich selbst bestimmen, was in die iCloud geladen wird und was nicht?

Jein. Aktuell heißt es „alles oder nichts“. Entweder Sie synchronisieren Ihre komplette Mediathek in die iCloud oder eben nicht.

Muss ich extra iCloud-Speicherplatz kaufen?

Wahrscheinlich schon. Apple schenkt Ihnen beim Anlegen Ihrer Apple ID zwar 5GB kostenfreien iCloud-Speicher, dieser ist aber sehr schnell aufgebraucht. Vermutlich reicht er, wenn überhaupt, gerade eben so für das iCloud-Backup Ihres iPhone oder iPad.

Sie können Speichererweiterungen auf 20 GB, 200 GB, 500 GB und 1 TB erwerben. Dafür zwischen 0,99 Euro und 19,99 Euro monatlich fällig. Eine detaillierte Preisübersicht finden Sie direkt bei Apple.

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Ich habe meine Mediathek auf einer externen Festplatte. Nutzt „Fotos“ diese einfach weiter?

Ja. „Fotos“ erkennt automatisch alle iPhoto- und Aperture-Mediatheken und verwendet die von Ihnen ausgewählte als Basis – ohne, die Daten zu duplizieren.

Kann ich die neue Mediathek an einer anderen Stelle speichern?

Während des Importvorgangs schreibt „Fotos“ die eigenen Daten zwingend in den selben Ordner, in dem auch Ihre „alte“ Mediathek liegt. Danach können Sie die Mediathek völlig frei verschieben.

Kann ich weiterhin mehr als eine Mediathek verwenden?

Ja. Wie auch bei iPhoto und Aperture kann man zwischen verschiedenen Mediatheken wählen, in dem man beim Programmstart die ALT-Taste gedrückt hält. Allerdings kann nur eine Mediathek die „Systemmediathek“ sein und nur diese wird über iCloud synchronisiert.

Ich sortiere meine Fotos manuell in Ordnern auf der Festplatte. Kann ich „Fotos“ nutzen?

Ja. In den Einstellungen von „Fotos“ gibt es einen Punkt „Objekte in die Fotomediathek kopieren“. Wenn Sie den Haken davor entfernen, können Sie Ihre eigene Ordner-Struktur weiter nutzen.

Ist „Fotos“ ein adäquater Ersatz für iPhoto und Aperture.

Nein, noch nicht ganz. iPhoto-Nutzer werden praktisch kaum etwas vermissen. Aperture-Nutzern hingegen ist von einem Umstieg zu „Fotos“ nach allem was wir bislang sehen konnten abzuraten. Visuell ist „Fotos“ zwar deutlich aufgeräumter, funktional hängt es jedoch deutlich hinter Aperture zurück.

Sind bereits irgendwelche Programm-Fehler bekannt?

Im Betrieb sind uns keine echten Fehler aufgefallen. Aber bereits bei Einrichtung kam es zu ersten Macken. Hier reichten dem Programm beispielsweise rund 300 GB freier Speicherplatz nicht aus, um eine 160 GB große Mediathek zu importieren. Nach diversen Versuchen klappte das dann aber.

Was „fehlt“ der „Fotos“-App bislang?

Das hängt natürlich davon ab, was man bislang gewohnt ist. Nutzer von iPhoto werden vor allem die Sternbewertungen und einige der Schlagwort-Funktionen vermissen. Aperture-Nutzern wird viel mehr Funktionen fehlen, die Apple mit Sicherheit auch nicht bis zum offiziellen Release der Software nachreichen wird. Aperture-Nutzer sollten sich überlegen, ob sie das abgekündigte Aperture solange weiter nutzen, bis „Fotos“ auf einem für sie akzeptablen Stand ist, oder doch lieber gleich zu Adobe Lightroom wechseln.

Was ist mit RAW-Bildern?

Wer mit einer Digitalen Spiegelreflex-Kamera (DSLR) fotografiert und nicht nur bessere Schnappschüsse macht, fotografiert höchstwahrscheinlich im RAW-Format. Photos nimmt RAW-Fotos genau so offenherzig entgegen wie JPEG-/JPG-Bilder.