Ähnlich im Aufbau, nur erfolgloser

Microsoft Stores schlecht besucht

Einer, zugegebenermaßen kaum wissenschaftlich durchgeführten Studie zufolge sind die Microsoft-Stores in den USA deutlich weniger frequentiert als ihre Apple-Pendants. Dies liegt Analysten zufolge vor allem daran, dass es den Filialen des Unternehmens aus Redmond am „Coolness-Faktor“ fehlt.

Von   Uhr

Es ist wohl mehr eine Beobachtung als eine Studie, von der die Los Angeles Times berichtet. Über einen Zeitraum von einer halben Stunde verließen 19 Kunden den Apple-Store im Einkaufszentrum „Mission Viejo“ mit gekauften Produkten. Die nahe gelegene Microsoft-Filiale brachte es während der gleichen Zeit auf gerade einmal 3 mit Einkaufstüten ausgerüstete Kunden.

Auch die Analysten rätseln, was wohl der wahre Zweck der Geschäfte sein könnte, deren Aufbau und Design so sehr dem der Apple-Stores ähnelt. Ein Kunde meint, dass Microsoft die Exklusivität fehle. „Alles, was hier verkauft wird, kann ich woanders ebenfalls bekommen und das vermutlich zu einem geringeren Preis“, sagte John Smits, der soeben einen Laptop bei Microsoft gekauft hatte.

Tatsächlich fehlen den ausgestellten Produkten die Varianten, die es jedem Kunden recht machen könnten. Schon bei großen Elektronik-Märkten könne man mehr Auswahl erwarten und jeder PC-Hersteller biete tausende von möglichen Ausstattungs-Kombinationen in seinem Online-Shop. Ganz anders bei Apple, dort bekomme man viele Dinge, die es sonst nirgends zu kaufen gibt. Microsoft selbst scheint sich dessen bewusst zu sein und so kündigte David Porter, Vizepräsident der Verkaufsabteilung in Redmond bei der Eröffnung der ersten Filiale an, dass es Ziel sei, die Möglichkeiten vorzustellen, die man mit Microsoft-Produkten habe.

Es scheint also, als habe man sich darauf konzentriert, den Kunden ein gewisses Gefühl zu vermitteln, anstatt ihnen tatsächlich Produkte zu verkaufen. Doch irgendwie ist wohl die Produkt-Auswahl und die Exklusivität mit ebendiesem Gefühl untrennbar verbunden. Es genügt eben nicht, einen „Experten-Tresen“ aufzustellen, die Produkte in hellen, freundlichen Räumen zu präsentieren und junge, dynamische Mitarbeiter in farbigen T-Shirts zu beschäftigen. Das „gewisse Etwas“ fehlt und es lässt sich nicht so einfach nachbilden.

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hmm vielleicht lockt jetzt Microsoft die kiddys mit Tokio Hotel Tickets...

Glaub eher nicht. Tokyo Hotel ist Mist und out.

Microsoft fehlt es an Produkten, die gut sind. Wer hat schon noch Interesse an einem Betriebssystem, dass 10 Jahre brauchte, bis es fertig war?

Wer interessiert sich für ein hinterweltliches Phone 7, dass auf macnews.de gepriesen wird, weil es 15.000 Apps gibt (gegen 200.000 bei Apple)? Wie lächerlich ist denn das?

Welche Leute träumen von einem mit Aufklebern bespickten Billigen Plastik PC? Das sind alles Notlösungen aus Geldmangel, aber wer wünscht sich denn sowas von Herzen?

Es ist nicht die fehlende Coolnes, die den MS Store hinten anstehen lässt in der Reihe der Attraktivität. Es ist schlicht weg der ganze Schrott, der nur deshalb in den Unternehmen bleibt, wie Entscheider Angst vor zu großen Innovationen haben.

Aber der Besuch der Stores offenbart das wirkliche Bild: Microsoft schreckt eher ab, als das Menschen sich noch den Neuigkeiten die Finger schlecken. Da geht doch jeder lieber in einen Apple Store!

Mitlerweile sind wir sogar schon über 300.000 Apps :) Go Apple! ^^

was gibts denn da gross zu analysieren ?

Wenn ich ein Apple-Produkt jenseits des Internets kaufen möchte, kenn ich nur 2 Möglichkeiten, Gravis oder den Apple-Store.
Zudem gibt es die Apple-Stores nicht wie die Discounter an jeder Strassenecke, also gehen die Leute teilweise schon als Sightseeing dorthin .... und wenn man schonmal da ist, dann kann man sich auf was kaufen, sei es was grosses oder kleines.
Anderer Grund ist, das viele OSX etc. nicht kennen oder sich nicht leisten können und dorthin gehen um sich die Sachen anzugucken.

Ausserdem ist es quatsch Apple mit Microsoft zu vergleichen. MicroSOFT baut keine PC die man exklusiv irgendwo ausstellen kann.
Wenn einer von billigen Rechnern spricht, dann hat das nix mit MS sondern mit den Herstellern zu tun.

Was sollte MS denn ausstellen ? Ein Schrank voller Software ? Is doch klar das das die Leute nicht großartig interessiert, dann geh ich doch eher zu Saturn, MM etc.

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