"Summary Judgement" ergibt Vorteil für Apple

Psystar erleidet Niederlage vor Gericht

In dem Ersuchen um ein "Summary Judgement", eine Art Urteil vor dem Start des Hauptverfahrens, hat Richter William Alsup dem Antrag von Apple stattgegeben und den von Psystar abgelehnt.

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Der Richter hat festgestellt, dass der Klonhersteller Apples Rechte durch die Modifizierung von OS X durch nicht autorisierte Software, die Teile des Systems ersetzt (Bootloader, Kernel Extensions), verletzt. Neben dem Recht auf modifizierte Kopien (derivative works) habe Psystar auch Vertriebs- und Produktionsrechte von Apple verletzt. Durch Verwendung von Entschlüsselungssoftware und Technologien, welche OS X auf den Psystar-PCs zum Laufen bringen, habe der Klonhersteller auch gegen den DMCA (Digital Millennium Copyright Act) verstossen, der eine Umgehung von Schutzmaßnahmen untersagt.

Eine Wettbewerbsverletzung seitens Apple liege nicht vor, Apples Copyright versuche lediglich die Verwendung der eigenen Software zu kontrollieren, was gestattet ist. Käufer von OS X werden nicht davon abgehalten, Produkte anderer Wettbewerber zu nutzen, sie dürfen nur nicht das Mac-Betriebssystem auf einem Konkurrenzsystem verwenden.

Insgesamt eine deutliche Niederlage für Psystar: Die Argumente des Klonherstellers wurden abgelehnt, den Vorwürfen von Apple größtenteils stattgegeben. Offen bleiben noch einige Punkte, die Apple gegen Psystar vorgebracht hat: Vertragsverletzung, Verletzung und Verwässerung von Warenzeichen und Wettbewerbsverletzung. Der nächste Termin im Klonprozess ist der 23. November, das Hauptverfahren beginnt im Januar. Die "Summary Judgement" ist kein endgültiger Urteilsspruch, aber ein positiver Ausgang des Verfahrens für den Klonhersteller ist deutlich unwahrscheinlicher geworden. Sollte Psystar tatsächlich verlieren, wäre dies wohl auch das Aus für kommerziell vertriebene Hackintosh-PCs in den USA.

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... noch die Hände abgehackt, oder gar schlimmeres. Da kann Psystar noch froh sein. Hoffentlich schafft es die Fruchtcompany, solch dreisten "Geschäftsleuten" das Handwerk zu legen!

Auch wenn ein Teil von mir sich wünschen würde, Mac OS X auch auf anderen Systemen laufen zu sehen. Mac bleibt Mac, da hilft auch kein Windows :-) Und wie heißt es immer so schön: An Apple a day keeps Redmond away ... ;-)

Eigentlich schade, dass dass man Hardwaremäßig so gebunden ist. Ich würde OSX - so wie Linux - auf irgendeinem beliebigen Rechner vorziehen. Denn das ganze Lifestyle-Geschwuchtel geht mir eh auf die Nerven ....

hat man mit den Brokern doch auch nicht gemacht. :)

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