Quelle: https://www.maclife.de/panorama/netzwelt/oktober-event-2013-so-hat-apple-uns-ueberrascht

Autor: Martin Dirk Zimmer

Datum: 23.10.13 - 12:18 Uhr

Oktober-Event 2013: So hat Apple uns überrascht

Die beiden iPads waren zur Überarbeitung fällig, das MacBook Pro war als Neuauflage mit Intels aktueller Haswell-Architektur absehbar und mehr Neuigkeiten zum runden Mac Pro musste Apple ebenfalls kommunizieren. Trotz allem gab es gestern Abend die eine oder andere nicht vorausgesagte Information.

Nach dem „iPad“ kam das „iPad 2“, später „das neue iPad“ und gestern präsentierte Apple das „iPad Air“. Mit dieser Namensgebung hatte wohl niemand gerechnet. Für das seit Januar in der Berichterstattung besprochene Gerät hatte sich der Begriff „iPad 5“ ein Dreivierteljahr gehalten. Die Idee hinter der offiziellen Bezeichnung ist klar. Apple sucht, bei schwindenden Absatzzahlen und wachsender Android-Konkurrenz, namentlich an den Erfolg des MacBook Air anzuknüpfen.

In den Vereinigten Staaten wird sich unerwartet über ein Geschenk gefreut, das T-Mobile den Käufern der neuen iPads mit Mobilfunk-Modul macht. Hier werden 200 MB Datendurchsatz pro Monat verschenkt, mit den Optionen, für 30 US-Dollar auf 2,5 GB oder für 40 US-Dollar auf 4,5 GB pro Monat aufzurüsten.

Doch der Geschenkereigen geht weiter. OS X 10.9 Mavericks, die Pakete iLife und iWork sowie iWork für iCloud sind unter gewissen Auflagen für Bestands- wie Neukunden gratis verfügbar. Das neueste Mac-System will Apple sogar so dringend in die Finger seiner Anwender bekommen, dass das Update noch gratis für die Käufer des einst in der Pappschachtel erstandenen OS X 10.6 Schneeleopard ist. Cue und Federighi waren gestern Abend sichtlich erfreut, die Nichtpreise bekannt geben zu dürfen.

Dass Totgesagte länger leben, bewahrheitet sich bei Apple abermals mit den weiterhin im Programm behaltenen iPad 2 und iPad mini ohne Retina. Wie attraktiv das alte Kleine und besonders das alte… äh… Alte angesichts der gestern vorgestellten Neugeräte sind, muss wohl jeder Interessent für sich entscheiden.

Das folgerichtig mit „Kollaboration“ betitelte Feature von iWork für iCloud, das die zeitgleiche Zusammenarbeit an einem Dokument erlaubt, war in dieser online-gestützen Echtzeit-Implementation, besonders in der gestern gesehenen, spielerischen Präsentation der Vizepräsidenten im Vorfeld auch nicht vorausgesagt worden.

Fazit: Selbst ohne „One more thing“ kann der von Industriespionage, Unterschlagung und Konkurrenzdruck gebeutelte Konzern noch überraschen.