AAPL-Kolumne

iPad mini und Mavericks: Der schmale Grat zwischen teuer und kostenlos

Produktfeuerwerk bei Apple: Wie erwartet hat der iKonzern auf seiner Keynote diese Woche sein Hard- und Software-Angebot runderneuert. Die Erwartungen wurden weitgehend erfüllt – und doch gab es zwei Überraschungen: im Preis. So sehr sich Mac-Besitzer über die kostenlose Bereitstellung von Mavericks freuten, so sehr irritiert die Preisanhebung beim iPad mini. Warum zieht Apple die Preise an?

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Alles wie erwartet: Neue MacBook Pros, der neue Mac Pro, neue iPads, ein neues Betriebssystem – Apple hat am Dienstag geliefert. Alles wie erwartet? Nicht ganz! Es gab gleich zwei Überraschungen – und sie hatten beide mit der Bepreisung zu tun.

Da war einerseits das neue Betriebssystem Mavericks. Software-Chef Craig Federighi, der wieder einmal eine starke Performance auf der Bühne des Moscone Centers ablieferte und sich immer mehr zum heimlichen Star bei Apple entwickelt, war der Satz des Abends vorbehalten: „Free is good“, erklärte der 44-Jährige, „gratis ist gut“ – und meinte damit das neue Betriebssystem Mavericks, das Apple erstaunlicherweise kostenlos bereitstellte.

Kostenloses Mavericks – Betriebssystem erstmals seit 16 Jahren wieder gratis

Damit bricht der wertvollste Konzern der Welt mit der Tradition der zweiten Steve Jobs-Ära. Seit 1997 lässt sich Apple jede neue Betriebssystem-Generation bezahlen – zuvor waren sie kostenlos. Stolze 129 Dollar kostete 2001 etwa der Quantensprung auf Mac OS X. Die jüngsten Mac OS X-Versionen kamen dagegen bereits günstiger daher: Für nur noch 29,99 Dollar bot Apple Snow Leopard (Mac OS 10.7) an, Mountain Lion kostete gar nur noch 19,99 Dollar.

Nun die Gratisabgabe. Warum macht Apple das? Im Februar verkündete Tim Cook auf der Investorenkonferenz von Goldman Sachs stolz, Apple wäre „ein Software-Unternehmen“ und die iTunes-Division, die bereits Umsätze von mehr als 4 Milliarden Dollar verzeichnet, die am zweitschnellsten wachsende Konzernsparte – zuletzt war die gar die schnellste.

Trojanisches Pferd gegen einen alten Rivalen – Microsoft

28 Millionen Downloads vom Mountain Lion verkündete Apple auf der Entwicklerkonferenz im Juni – macht Umsätze von 540 Millionen Dollar, die Apple nun fehlen werden. Warum also der Verzicht darauf? Weil Apple sich den Luxus angesichts von Umsätzen, die dieses Jahr bei rund 170 Milliarden Dollar liegen dürften, leisten kann. Lediglich 0,4 Prozent de gesamten Jahresumsätze gehen damit verloren.

Im Gegenzug schickt Apple – zusammen mit den kostenlosen Office- und Kreativ-Anwendungen iWork und iLife für Neukäufer eines Macs – ein trojanisches Pferd ins Rennen, das einen alten Rivalen attackiert: Microsoft. "Unsere Wettbewerber sind verwirrt. Sie machen Tablets zu PCs und PCs zu Tablets. Wer weiß, was sie als nächstes vorhaben?", feuerte Apple-CEO Tim Cook auf der Keynote eine Breitseite in Richtung Microsoft ab, die Wirkung zeigte.

"Apples Software-Angebote seien Leichtgewichte, die sich schwertun. Das ist weder ein überraschender noch ein bedeutender Schachzug", konterte Microsoft-COO Frank Shaw Apples Kostenlos-Initiative. Dabei hat Redmond viel zu verlieren: Mehr als 75 Prozent der Konzernumsätze stammen immer noch aus dem lukrativen Software-Geschäft, das weiter boomt, wie die gestern vorgelegten Quartalszahlen beweisen. Das Sorgenkind in Redmond bleibt dagegen das Hardware-Geschäft, wie die schleppenden Verkäufe des Surface zeigen.

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Sehr geehrter Herr Jacobsen,
ich hatte mir ja vorgenommen Ihre Beiträge oder selbstgenannte "Kolumne" nicht mehr zu lesen. Aber leider hat mich mal wieder die Neugier aber vielleicht auch die Langeweile zum lesen Ihres Artikel bewegt.
Was ich lesen musste langweilt mich aber noch mehr. Hier wird nicht nur wiederholt, sondern wie immer, auf Apple rumgehackt. Hier werden nicht die neuen Produkte mit Ihren positiven Eigenschaften für den Kunden beleuchtet, sondern nur in perfiden Aktienspielchen rumgerührt. Ich weiß ehrlich gestanden nicht, was das in einem Mac-Portal mit dieser Klasse zu suchen hat. Aus jedem Ihrer Sätze sprechen Enttäuschung und Vorwurf an Apple. Wenn Apple so viel falsch macht und Sie so fundierte Kenntnisse besitzen, dann liegt doch nur konstruktive Kritik nahe. Das würde dann ein wenig Spannung in Ihre "Kolumnen" bringen.
Aber aktuell könnte ein Mac-Portal auf Ihre Beiträge verzichten.

Ich hoffe meine konstruktieve Kritik fällt bei Ihnen und wenn nicht dann wenigsten bei Maclife auf fruchtbaren Boden.

Viele Grüße
chrisp82

Lieber Chrisp82,

da habe ich eine tolle frische Idee. Mein Blog, denn ich begeistere von und für Apple, halte Kritik nicht zurück, aber ende immer mit den "Kumpels" aus der Apple-Community bei einem lachenden Bierchen ;-)

Ich freue mich, wenn Du bei mir mal vorbei schaust.

Harry

Danke chrisp82. Sie sprechen mir aus der Seele.

@chrisp82:
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Die Hochpreispolitik wirft Fragen auf. Jüngste Konzertsparte schwächelt. Rückläufige Umsätze. Aha! Was sollte Apple also tun? Sein iPad für 129.- € verkaufen!!! Großartige Idee!! Völlig wirre Börsenspielerlogik. Nichts gelernt aus all den Krisen. Aber ich nehme ein iPad auch für 129.-€ - klar! Einen Ferrari (huch, da stimmt der Marktanteil ja auch nicht. andere verlaufen viel mehr Autos) für 9.999.-€ nehme ich auch. Eine Miele Waschmaschine für 199.- wäre nicht schlecht. Warum will die Börse unbedingt aus Apple einen Billigproduzenten machen. Ist das tatsächlich die Erfolgsstrategie? Kurzfristig vielleicht. Langfristig der Untergang. Nein! Ich kaufe ein iPad nicht um die Börsianer glücklich zu machen, sondern weil es für mich persönlich jeden Cent wert ist und ich es liebe! Apple hat immer ordentliche Preise für Top Produkte verlangt. Da die Mitbewerber manchen Trend erst einmal verschlafen haben, konnte Apple natürlich eine zeitlang den Markt abräumen. Wenn jetzt, wo andere den Markt mit Android Teilen überschwemmen, der Marktanteil sinkt, ist das keine Schwäche von Apple, sondern lediglich ein völlig normaler Prozess. Apple wird erfolgreich bleiben, egal ob der Marktanteil eines Produktes steigt, oder nicht. Bayern München hat das Triple gewonnen. Sollten Sie dieses Jahr nur die Championsleague und den Meistertitel gewinnen, wäre es aus Sicht eines Börsianers sicherlich der Anfang vom Ende.

Wieso wird hier eigentlich so oft der Kolumnist angegriffen? Gegenstand seiner Betrachtung ist eben nicht der technische Aspekt, sonder die Wirkungen von Apples Geschäftsaktivitäten auf die Börsenwahrnehmung. Und die kann man als einen von vielen Indikatoren für die Qualität der Konzernentwicklung analysieren und interpretieren. Das, und nichts anderes, macht Herr Jacobson dankenswerter Weise ziemlich emotionslos ohne zur Inflation von "amazing" und "incredible" beizutragen.

Bitte, Bitte, Bitte!
Lieber Herr Jacobsen, widmen Sie sich bitte einem Thema, das sie auch durchschauen! Android, Windows, Surface, das liegt Ihnen so bedeutend viel mehr! Reden Sie bitte über Börsenwerte, Spielgeld, Monopoly, die ungeschlechtliche Vermehrung der Eichhörnchen! Schreiben Sie bitte über Geiz ist Geil, über Schweinebillig, Aldi, Lidl und die Bruttoregistertonnen der Deutschen Handelsflotte. Kik, wäre sicherlich Ihr Thema und Whoolworth auch.
Doch bitte, bitte, bitte (!) schreiben, reden, ja DENKEN Sie nicht mal über Apple nach. Es überschreitet Ihren Horizont. Es überlastet Ihr Hirn! Sie werden einen dauerhaften Schaden davon tragen und nurmehr mit dem Kopf gegen den Türrahmen laufen wollen.
Und nun nochmal zum Mitschreiben: Scheiß auf die Analysten! Scheiß auf die Börse! Scheiß auf das hohle Gelaber von Finanzexperten, die nichts als Unglück in diese Welt bringen und Strom- wie Benzinpreise grenzenlos kaputt machen! Ich bin froh und dankbar, daß sich Unternehmen wie Apple nicht von so einem Geseier beeindrucken lassen und auf solide Qualität und Weiterentwicklung setzen.

PS. Es wäre übrigens scheißegal gewesen, was Apple bei der letzten Keynote getan hätte, Sie hätten in jedem Fall was zu maulen gehabt. Irgendwas hätten Sie schon gefunden, was Sie schlecht reden können.
Wie schreibt es sich eigentlich auf so einem Windows Tablett?

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Es ist wieder der übliche Mumpitz geworden, der vlt. Lumpen wie zB.
Mr. Carl Icahn interessieren könnte oder dergleichen Gesindel.
Wozu braucht MacLife derlei Unfug ???

Aufgrund des Alters und des Aussehens von Icahn hoffe ich, dass sich bald die Natur um ihn kümmern wird. Allerdings befürchte ich, dass dieser Finanzterrorist noch eine Weile sein Unwesen treibt.

O-Ton Tim Cook: "Unsere Wettbewerber sind verwirrt. Sie machen Tablets zu PCs und PCs zu Tablets. Wer weiß, was sie als nächstes vorhaben?"

Warum redet er von Apple in der dritten Person? Wer hat denn mit dem Mist angefangen? Und wer weiß, welchen Mist Apple in Zukunft verzapft?

Endlich hat der Paule ein zu ihm passendes Bild gefunden!

ich muss zwei Dinge loswerden
1. Die Keynote war der Hammer weil da wirklich ein Feuerwerk abgebrannt wurde in vielerlei Hinsicht ( die neuen Retinas sind klasse, jedoch nicht so dermaßen gegenüber den alten abgesetzt <<<< die Realtion stimmt)

2. jajajajaja die Apple Aktie... Schlimm wie sogenannte Börsengurus- und Experten ein solides Technikunternehmen geradezu zwanghaft wie die Lemminge kaputt schreiben und -analysieren wollen.
Das iPad Mini ist im Preis vllt bissl 2much ( 359$ und keiner regt sich weiter auf ) wären auch okay gewesen ABER wir kennen alle die strategischen Pläne nicht...

In diesem Sinne muss ich fast allen meinen Vorrednern Recht geben, sind die Beiträge von Hr. Jacobson mittlerweile unerträglich geworden. Wenn man an den Autoren unbedarft rangehen würde, könnte man den Eindruck haben, dass er bezahlt wird Apple grundsätzlich zu zerreißen.
Wir sind auf einer Seite für Apple und Apple Produkte.
Versteht mich nicht falsch, hier soll keiner auschließlich mit der Applebrille schreiben; konstruktive und kritische Beiträge sind absolut wichtig.
Doch was der Hr. Jacobson seit geraumer Zeit abliefert ist für mich mittlerweile auch keine kritische Arbeit mehr, sondern nur noch Bashing!!!!

Schlussendlich muss ich deswegen sagen, sollte Hr. Jacobson weiter solche Beiträge hier publizieren dürfen werde ich mich gezwungenermaßen nach anderen Seiten umsehen und auch die Printpublikationen ab sofort meiden

Ach ne, Nils Jacobson/Montage schlägt wieder zu. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich seine (kritische) Argumentation auf Stammtisch-Niveau bewegt. "Warum macht Apple seine Produkte nicht billiger, wenn ein Amazon Tablet nur 129€ kostet?" - weil Angebot und Nachfrage den Preis regeln; solange die Nachfrage hoch bleibt, warum soll ein Unternehmen den Preis senken? Und wieso kosten Kiwis eigentlich soviel, wenn Kartoffeln heute schon deutlich billiger sind???
Das nächste Drama wird vorsichtshalber schonmal an die Wand gemalt, in dem er klar aufzeigt, welche Absatzzahlen aus den letzten Jahren zu schlagen sind. Man muss aber halt damit rechnen, dass mit steigender QUalität die Leute auch eher bei ihren Geräten bleiben und nicht notwendigerweise upgraden. Woz hat das dieser Tage klar dargestellt.
Ich stimme windows.ade zu - nicht zuviel über wichtige Dinge nachdenken, Herr Jacobson/Montage! Sowas wie Geschäftsstrategie, Visionen etc. ist mit ihrer Börsenbrille nicht zu verstehen.

Boey, iss Apple teuer. Neulich im Baumarkt 100% genau wie iPad, nur ohne Appel, für nur Hunderfuffzich!!!

Hardware-Software-Einheit a la Apple. Entweder zahlen, sich von Google verkaufen lassen oder der Hetsteller verdient in dem Segment nichts. Siehe aktuell Samsung. Amazon legt eh drauf, Aktien werden trotzdem gekauft. Nix gegen iPadMini für 250€, was offensochtlich seriös nicht möglich ist. Aber seriös und Börsis – ein Eiderspruch in sich. Deshalb verstrhe ich nicht, warum hier immer wieder die selbe Börsenscheoße durchgekaut wird. Dieses Nörgel-Phänomen angesichts der ommer moch andauernden Applewunders ist zum kotzen.

Hardware-Software-Einheit a la Apple. Entweder zahlen, sich von Google verkaufen lassen oder der Hetsteller verdient in dem Segment nichts. Siehe aktuell Samsung. Amazon legt eh drauf, Aktien werden trotzdem gekauft. Nix gegen iPadMini für 250€, was offensichtlich seriös nicht möglich ist. Aber seriös und Börsis – ein Widerspruch in sich. Deshalb verstehe ich nicht, warum hier immer wieder die selbe Börsenscheiße durchgekaut wird. Dieses Nörgel-Phänomen angesichts des immer noch andauernden Applewunders ist zum kotzen. (optimiert endlich einmal das iPhone CSS. Die Schrift im Eingabefeld ist viel zu groß)

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