Ziel sei nicht, Geld zu machen

Jonathan Ive: Apple steht für Idealismus, nicht für Profitgier

In einem Vortrag beim British Embassy's Creative Summit 2012 ging Apples Chefdesigner Jony Ive auf Apples Antrieb im Produktdesign und für Entwicklungen ein. Apple stehe für Idealismus, nicht für Profitgier, unterstrich Ive.

Von   Uhr

Sir Jonathan Ive war gestern beim Creative Summit in London zu Gast. Der Londoner Business Club hatte zahlreiche Redner zu Gast, die in kreativen Bereichen tätig sind. Ive sprach dabei natürlich über die vergangenen Jahrzehnte bei Apple und hatte laut Wired UK so manche Anekdote parat.

Apples Ziel sei nicht, Geld zu machen. Ein Antrieb sei vielmehr Idealismus, nicht die Profitgier. Ive belegte das mit Apples langem Zögern, das iPhone herauszubringen. Man sei immer wieder kurz davor gewesen, die Reißleine zu ziehen und mehr Zeit in die Entwicklung zu stecken, da immer wieder Probleme aufgetaucht waren, die Apple den Anwendern nicht zumuten wollte.

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Jonathan Ive: Apple steht für Idealismus, nicht für Profitgier" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

"Apples Ziel sei nicht, Geld zu machen. Ein Antrieb sei vielmehr Idealismus, nicht die Profitgier."

Hat er da etwa nicht verstanden, wie ein börsennotiertes Unternehmen tickt? Wenn es so wäre - warum hat dann jeder Apple-Artikel eine Marge von 30% und mehr? Oder meint Ive damit vielleicht den Idealismus der Käufer?

Man muss nicht alles glauben was ein Firmenvertreter auf einer Veranstaltung von sich gibt. K(P)lappern gehört zum Geschäft und das beherrscht Apple perfekt.

Eine Marge von 30% war bis vor vielleicht 15 Jahren branchenübrig, soviel braucht es auch, damit Hersteller innovativ sein können und Entwicklung betreiben, die eine auf Innovation angewiesene Branche wie die der IT und Unterhaltungselektronik eigentlich dringend braucht, damit es vorwärts geht und nicht nur ein weiterer Windows-PC mit ein paar mehr M/GHz und GB rausgehauen wird.

Es ist ja offensichtlich, dass heutzutage nur Firmen wahre Innovation betreiben, die gut verdienen. Beispielsweise Apple oder zum Teil auch jemand wie Samsung, die auch mit der Herstellung von Komponenten ordentlich was einnehmen.

Firmen wie Sony leiden eben auch darum, weil sie sich teure, wirklich innovative Entwicklungen nicht mehr leisten können. Früher mal hatte man noch 35% Händlerrabatt auf Sony-Geräte, heute mit all den Billig-Internethändlern sind Margen für alle Beteiligten auf einstellige Beträge zusammengeschrumpft.

"Hat er da etwa nicht verstanden, wie ein börsennotiertes Unternehmen tickt? "

Wie tickt denn ein börsennotiertes Unternehmen?
Ach ja, denen geht es nur um Gewinne und einem nicht börsennotiertes Unternehmen natürlich nur um die Kunden.

So ein Blödsinn! Jedes Unternehmen versucht Gewinn zu machen, damit es weiter bestehen kann und nicht insolvent geht. Ob börsennotiert oder nicht ist völlig Egal.

Mein Eindruck ist, dass es unter dem Druck von Vierteljahresbilanzen noch ärger wird mit dem Druck. Langfristige Investitionen, die sich erst in mehreren Jahren auszahlen, findet man eher bei nicht börsennotierten Unternehmen. Grundsätzlich hast Du aber recht.

"Apples Ziel sei nicht, Geld zu machen. Ein Antrieb sei vielmehr Idealismus, nicht die Profitgier."

Und deshalb kämpft man vor Gericht wie blöd und versucht die Konkurrenten daran zu hindern ihre Produkte an den Markt zu bringen. Aha... Oder steht uns jetzt eine große Preissenkung bei Apple bevor?

"ihre Produkte" ? diese Unternehmen wollen nur am Erfolg der Apple-Ideen teilhaben - den warum kopieren sie fast 1:1 und erdenken sich kein eigenes Design. Es gibt viele Unternehmen, die es nicht nötig haben Apple zu kopieren und machen trotzdem ihren Umsatz z.B. B&O - auch ein Unternehmen mit Idealen und Hochpreisigen Produkten - man muss sie ja nicht kaufen, wenn man nichts von Idealen hält und lieber Billigprodukte kauft - nur schadet das mit Zeiten auch die Umwelt - denn Billigprodukte = Wegwerfprodukte!

Ich kann über Apples Ideale nicht reden - ich kenn sie nicht. Was aber wohl wirklich nur hohles PR Geklapper ist, dass Profitgier Apple fremd ist. Und was die Umwelt angeht - das hat mit Billigprodukten nun mal gar nichts zu tun. Apple ist wohl eines der Unternehmen, die ihre Produkte sehr gerne als Wegwerfprodukte sehen: jedes Jahr ein neues Modell und alle sollen es kaufen. Das alte wird nach zwei Jahren eh Schrott - Akku im Eimer, Software geht nicht mehr. Also nix mit Billigprodukt =Wegwerfprodukt.

Software geht nicht mehr ? Ich hatte bis vor einem Jahr noch ein iPhone 3g! Du Plapperst grade ein bisschen viel Müll!

Ich habe und nutze täglich noch heute ein iPhone 3G!
Akku perfekt, Software i.O. - einzig die neue Software wird immer anspruchsvoller bzw. schlampig programmiert, so dass das iOS zugemüllt wird.
Ich liebe mein 3G - es hat eine perfekte Form.
Die 4er und wohl auch das zu erwartende iPhone gefallen mir nicht - der Haptik wegen.

Und 1 Produkt in einem Jahr, schau dir andere Herrsteller an. 4+ Produkte in einem Jahr! Bleib aufn Teppich!

Ein anderer Hersteller hätte das iPhone viel früher "rausgehauen"!!
Es wäre nie als perfektes 1.0-Gerät auf den Markt gekommen und so erfolgreich geworden.
Das ist es was Ives meint.

Natürlich will man bei Apple auch ran an den Schotter, aber eben mit Produkten die nicht nur von der kaufmännischen Abteilung entwickelt sind. Es ist bei Apple nicht egal was sie verkaufen.

Und deshalb folge das iPhone 4S ja nicht auf dem iPhone 4? Und deshalb werden vom Mac OS X teilweise Mac Rechner die älter als X Jahre sind nichts unterstützt? Und deshalb rennen die Apple Jünger nicht wegen jedem neuen I (ei) von Apple zum nächsten Store und stellen sich in die Schlange?
Sicher, Apple ist innovative, aber es geht in erster Linie um das Geld, nicht um den Idealismus! Sir Jonathan Ive (so viel Zeit muss sein, wenn man ein Sir ist!) wir bestimmt nicht für lau arbeiten gehen.

@weltraum_pirat
Wenn es ihnen ums Geld gegangen war, hätten sie vor einem Jahr das iPhone 5 rausgebracht, welches sich blendent verkauft hätte, in ihren Augen aber noch nicht Marktreif war.
Das ist der Unterschied zu z.B. Samsung: Haupsache höher, schneller, breiter, der Kunde kauft den Plastikschrott schon.
Ende vom Lied: Display´s beim SIII reißen.

BTW: Liebe Redaktion... Dieser Herr ist ein Sir! Bitte behandelt ihn auch so "Sir Jonathan Ive" ... Danke :)

In Deutschland ist das mit den nicht aus eigener Kraft erworbenen Titeln seit knapp 100 Jahren nicht mehr so üblich. Insofern würde ich ihn wohl wie jeden anderen mir unbekannten Menschen behandeln. Wie behandelt man denn deiner Meinung nach Adlige oder Ritter?

Um solche innovativen und ganzheitlich durchdachten Produkte - welche auch in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit, entgegengesetzt der oberflächlichen Meinung, maßgebend sind – entwickeln und herstellen zu können, bedarf es schon eine ganze Menge Idealismus... und da ist Apple mit wenigen anderen Unternehmen schon führend. Google z.B. hat seine einstigen Ideale schon ganz schön weit aus den Augen verloren... Facebook hatte sie leider nie gehabt, schade!
Was man aber sieht ist, dass man mit solchen Produkten durchaus gutes Geld verdienen kann. Das Geld kommt sozusagen von allein zu Apple. Und das genau aus dem Grund, weil sie Produkte bieten, die über die üblichen geniun technischen Werten auch eine ganze Menge anderer Werte und Ideale bei der Entwicklung und Gestaltung ihrer Produkte im Sinne einer guten Usability mit einfließen lassen.

Und es macht durchaus Sinn vor Gericht gegen die Konkurrenten wegen Patentverletzungen vorzugehen, da dieser Innovationsvorsprung (iPhone/iPad) enorme Kosten verursacht hat, mit denen man mit Risiko in Vorleistung ging. Ein Schritt, den viele andere börsennotierte Unternehmen, die nur an kurzfristige Gewinne interessiert sind, sich nicht getraut haben zu gehen oder einfach verschlafen haben . Und jetzt ganz schön auf dem Schlauch stehen. (siehe Microsoft und Nokia)

Glaube einige verstehen hier etwas falsch.
Es geht nicht um Profit, hat keiner geschrieben, Apple ist nicht Profitgierig, dass ist sicherlich was anderes oder?
Apple möchte Geld verdienen, und das müssen sie ja auch, wie soll sich sonst so eine Firma über Wasser halten? Idealismus ist doch vielen Usern bei Apple bekannt oder? Und genau dafür möchte Apple eben weiter stehen.
UND, wenn Samsung hier CopyCat spielt, ist es sicherlich Apple RECHT, dagegen anzugehen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.