Elf neue Konzept-Schulen für das Schuljahr 2013/2014

In den Niederlanden: Eröffnung von „Steve Jobs Schulen“ mit iPad-Vollausstattung geplant

Steve Jobs hielt es für absurd, dass man in den Schulen in den USA noch mit Tafel und Schulbüchern unterrichte - so kann man es in seiner Biographie geschrieben von Walter Isaacson nachlesen. In den Niederlanden ist man da jetzt weiter. Nach den Sommerferien eröffnen die ersten zwei Schulen mit einem neuen Konzept, die sich nicht nur der Vision von Jobs verschrieben haben, sie tragen auch seinen Namen.

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Mit den Steve Jobs Schools in den Niederlanden beginnt ein neues Zeitalter für modernen Schulunterricht jenseits von starren Klassenverbänden, Schultafeln und Büchern. Mit der Steve JobsSchool in Breda und der Master Steve JobsSchool in Sneek (PDF Schulvorstellung) starten nach den Sommerferien die ersten beiden öffentlichen Schulen in den Niederlanden, die das iPad und eine virtuellen Lernumgebung fest in den Schulalltag integrieren. Es gibt eine iPad-Vollausstattung für alle Schüler, damit auch von zuhause aus und ohne Lehrpersonal auf die interaktive Lernplattform zugegriffen werden kann.

Der Spiegel spricht deshalb in einem Artikel von einer radikalen Reform, die aber gar nicht so radikal sein wird, wie der Spiegel es darstellt - zumindest nicht, wenn man sich die Informationen der Schulen selbst anschaut und mit ähnlichen bereits bestehenden Konzepten vergleicht: Statt Klassen gibt es feste Gruppen in denen die Kinder jeden Tag starten, statt feste Schulzeiten lange Betreuungszeiten mit Kernzeiten mit einer Anwesenheitspflicht. Das iPad bekommt zwar eine zentrale Rolle, ersetzt aber nicht komplett klassische Lehrmittel.

Stattdessen soll der Umgang mit dem iPad schon bei kleinen Kindern ab vier Jahren zu einem anderen, selbstbestimmten und kreativeren Lernprozess führen, als man ihn bisher kennt. Vor allem ist das Lernen selbstbestimmt.

Die Schüler legen damit Lerntempo selbst fest. Alle sechs Wochen werden aber bestimmte Ziele durch die Lehrer, die in den Steve Jobs Schulen Trainer genannt werden, gemeinsam mit den Eltern definiert.

Der Schulalltag ist in Blöcken unterteilt. Geöffnet ist werktags von 7.30 bis 18.30 Uhr. Feste Ferienzeiten gibt es bis auf die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nicht, dann ist für alle frei. Die Ferien können ansonsten individuell mit der Schule abgesprochen werden. Gleiches gilt auch für die täglichen Betreuungszeiten. Es gibt einen festen Block von 10.30 bis 15 Uhr, an denen die Schüler in ihrer Gruppe mit gemeinsamen Aktivitäten starten, davor und danach steht die Arbeit mit dem iPad einzeln der in kleinen individuellen Gruppen an.

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Die Steve Jobs Schulen gehören zu einer Initiative mit dem Namen O4NT, die Konzepte für alternativen Schulunterricht entwickeln. Dazu gehören auch Montessori-Schulen. Insgesamt eröffnet die Initiative elf neue Konzept-Schulen für das Schuljahr 2013/2014.

Rund 1000 Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren nehmen laut Spiegel an dem Pilotprojekt teil, im kommenden Jahr soll das Angebot weiter ausgebaut werden.

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Cool! Was ich mich dann immer frage: was passiert bei Schäden? Sind ja nun nicht alle Schüler fromme Lämmer... Und ich interessieren die laufenden Kosten im Vergleich zu den Materialien, die iPad "ersetzen" bzw. ergänzen würde.

Es geht offenbar sehr gut ohne Office. Das knausern wegen 30% an Apple könnte noch teuer werden für Microsoft. Mit Patenten verdienen sie schließlich auch gut am iPhone. Beton-ITler werden es richten müssen für MS.

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