Facebook veröffentlicht Informationsseite

Wurden meine Facebook-Daten von Cambridge Analytica genutzt?

Wurden meine Facebook-Daten von Cambridge Analytica genutzt? Diese Frage können Sie ab sofort relativ einfach beantworten. Denn Facebook veröffentlichte mittlerweile eine neue Informationsseite. Darüber können Sie einsehen, ob Sie direkt oder indirekt vom Vorfall rund um Cambridge Analytica betroffen sind. Dazu aber schwelt eine Diskussion, bei der der Ausgang noch nicht absehbar ist. Wer muss und soll Facebook verlassen und warum?

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Sie möchten wissen, ob Ihre Facebook-Daten mit dem Analyse-Unternehmen Cambridge Analytica geteilt wurden?

Wurden Ihre Daten von Cambridge Analytica genutzt?

Dann rufen Sie einfach eine neue Informationsseite auf Facebook auf. Dort erfahren Sie zweierlei: Zum einen verrät Ihnen Facebook, ob Sie selbst bei „This Is Your Digital Life“ angemeldet sind oder waren und somit direkt Daten an Cambridge Analytica weitergegeben haben.

Eine weitere Information, die Sie erhalten ist diejenige, ob Freunde oder Bekannte von Ihnen bei „This Is Your Digital Life“ angemeldet waren, und somit indirekt Daten weitergegeben haben.

Kommunen sollen Einwohnerdaten zu Geld machen

Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland der Städte- und Gemeindebund vorschlägt, die Daten der Bürger zu Geld zu machen, wirkt der vermeintliche Facebook-Skandal eher wie ein Skandälchen.

Trotzdem sollten Sie überprüfen, ob Ihre Daten im Fall von Cambridge Analytica nicht doch auch genutzt wurden. Welche Konsequenzen Sie daraus ziehen, ist Ihnen selbst überlassen. Womöglich berät Sie jemand kostenlos bei der Verbraucherzentrale Ihrer Stadt, wie Sie bei der indirekten Nutzung Ihrer Daten derselben widersprechen könnten. Leider ist das Thema Datenschutz sehr komplex und die Rechtslage nicht so eindeutig, dass man Patentrezepte an der Hand hätte.

Promis schließen sich #DeleteFacebook an

Am 29. März kündigte der Playboy an, Facebook zu verlassen. Schon vorher gab es von Privatnutzern den Hashtag „#DeleteFacebook“. An dem Tag erlebt das Kürzel jedoch einen Boom und wurde zum Trend-Thema. Es dauerte nicht lange, ehe sich einige weitere prominente Nutzer anschlossen und dem Social Network von Mark Zuckerberg Lebewohl sagten. Während Elon Musk erst noch dazu gebracht werden musste, kündigte Apple-Gründer Steve Wozniak nun an, FB zu verlassen.

Doch es steigt auch der Druck auf manche Institutionen, die nicht freiwillig und nicht aus Marketinggründen Facebook verlassen wollen. So forderte kürzlich der Bund der Kabelnetzbetreiber in Deutschland, dass das gebührenfinanzierte Fernsehen von ARD und ZDF sich von Facebook zurückziehe.

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