Die 4 wichtigsten Tipps für Profi-Fotos auf dem Mac und iPhone

Sicherlich, einfach auf ein Motiv halten und den Auslöser betätigen führt oftmals zum gewünschten Effekt, denn häufig ist nichts interessanter an einem Foto als den derzeitigen Moment spontan einzufangen. Doch: Wenn es etwas  professioneller sein soll, gilt es einige Regeln zu beachten. In unserem Ratgeber haben wir die vier wichtigsten Tipps für Profi-Fotos auf dem Mac und dem iPhone zusammengefasst.

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Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, ein Foto zu schießen. Sie allein wissen, was Sie aufnehmen möchten und wie es aussehen soll. Es steht Ihnen dabei frei, alle Konventionen außer Acht zu lassen – wir raten Ihnen sogar dazu, dies zu tun, wenn Sie sich von den Konventionen beschränkt fühlen – aber behalten Sie diese wenigstens im Hinterkopf. Diese Regeln gelten nicht nur für die Fotografie. Sie werden sie auch in den bildenden Künsten, Gemälden und Skulpturen wiederfinden.

Die Drittel-Regel

Es ist eine weit bekannte Tatsache, die erstmals vom Maler John Thomas Smith in 1797 entdeckt wurde, dass Ihr Bild durch die Verschiebung des Fokus an Wert gewinnt. Smith nahm an, dass wenn Sie das Foto zu einem Drittel nach links oder rechts vom Rahmen verschieben, die Komposition viel stärker und beeindruckender wird. Er nannte diese Theorie die „Drittel-Regel“ (engl. „Rule of thirds“) und zwei Jahrhunderte später ist diese immer noch die wichtigste Regel der visuellen Gestaltung.

Im Fernsehen können Sie diesen Effekt sehen, wenn die Nachrichtensprecher üblicherweise nicht in der Mitte des Bildschirms, sondern zu einem Drittel vom rechten Rand nach links positioniert sitzen. Ihre Augen sind oft zu einem Drittel vom oberen Bildschirmbereich entfernt. Bei einem großflächigen Aufnahmen – wenn sich der Moderator mit einer weiter entfernten Person unterhält – nimmt der Tisch das untere Drittel des Bildschirms ein.

Wenn Sie Ihre iPhone-Fotos auf diese Weise aufnehmen, werden Sie beeindruckende Ergebnisse erzielen. Das iPhone hilft Ihnen durch das Raster, das das Bild in drei Mal drei Felder unterteilt. Um das Raster einzustellen, gehen Sie auf „Einstellungen“ -> „Fotos & Kamera“ und schieben dann den Regler des „Rasters“ nach rechts. Die Kamera-App wird Ihnen dann das Raster auf dem Bildschirm anzeigen. Aber keine Angst, das Raster erscheint nicht auf den aufgenommenen Fotos.

Wenn Sie einzelne Objekte fotografieren, sollten Sie darauf achten, dass diese zu einem Drittel auf den Schnittpunkten des Rasters liegen. Bei Landschaftsaufnahmen sollten Sie den Horizont an den horizontalen Linien ausrichten, entweder zu einem Drittel nach oben oder nach unten. Falls Sie die Küste fotografieren, können Sie den Horizont zu einem Drittel von oben positionieren und von dem Punkt, an dem das Wasser und der Sand aufeinander treffen, zu einem Drittel von unten.

Die Augen fokussieren

Das erste Objekt, von dem wir alle als Erstes angezogen werden, wenn wir ein Porträt betrachten, sind die Augen. Wenn die Augen nicht fokussiert sind, wird das gesamte Bild beeinträchtigt.

Von iOS 5 an war die iPhone-Kamera in der Lage, Gesichter innerhalb eines Rahmens zu erkennen und diese als Fokuspunkt zu benutzen. Wenn die Kamera jedoch Schwierigkeiten haben sollte, eine Person zu erkennen, können Sie auf diese Person (oder auf dessen Augen) auf dem Bildschirm tippen, um sicher zu stellen, dass der Fokus eingestellt wird und Sie die besten Ergebnisse erzielen.

Blitznutzung erzwingen

Es ist allgemein bekannt, dass man Fotos gegen das Sonnenlicht vermeiden soll. Falls Sie dies nicht tun, wird die Kamera jedes Objekt zwischen Ihnen und der Sonne als Schattenbild darstellen. Jedoch werden Sie manchmal keine andere Wahl haben, als diese Regel zu brechen, wenn Sie ein Foto von einem Freund vor einer Landschaft schießen möchten – besonders, wenn sich die Landschaft südlich von Ihnen befindet (in der nördlichen Hemisphere) oder wenn das Foto der Landschaft die aufgehende oder untergehende Sonne abbildet.

In solchen Momenten können Sie dem iPhone sagen, dass es die Helligkeit der Szene teilweise ignorieren und den Blitz trotzdem nutzen soll. Angenommen, die Person ist nahe genug am iPhone, wird das Subjekt in Licht getaucht und Schatten werden beseitigt. Dies ist ideal für Porträts.

Tippen Sie in der Kamera-App links oben auf das Blitz-Icon und wählen Sie „An“ aus. Belassen Sie die Einstellung auf „Auto“, dann entscheidet das iPhone, ob es den Blitz benutzt, je nach der Beleuchtung der Umgebung.

Das Auge leiten

Es ist Ihr Foto, also können Sie dem Betrachter sagen, wohin er schauen soll. Nutzen Sie fliehende und zusammenfließende Linien, um sie in eine Szene einzubauen, und das Auge wird diesen automatisch durch das Bild folgen. Denken Sie dabei daran, dass nicht alle zusammenfließenden Linien gerade sind. Kurvige Straßen oder Wege bewegen sich von der Linse weg und dennoch fließen die Grenzen wieder zusammen. Sie können sich dafür entscheiden, die Punkte, an der die Linien zusammentreffen, vom Foto abzuschneiden, indem Sie den Rahmen wieder so zusammensetzen, dass sie unterhalb der Grenze verschwinden. Dies macht das Bild interessanter.

Wenn Sie gerade Linien fotografieren, die sich direkt von Ihrem wegbewegen, sollten Sie erwägen, die Linien im Zentrum des Bildes zu positionieren, wo die Linien am dynamischsten sind.

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Die Überschrift zu diesem Artikel ist doch sehr irreführend. Ich hätte eher auf Tipps zu Mac- oder iPhone-spezifischen Einstellungen oder Vorgehensweisen erwartet. Aber sicher nicht einen kurzen Abriss einfachster Grundregeln der Fotografie. Mit "Profi" hat das wenig zu tun.

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