Datenschutz

Viele Apps verschicken „kontinuierlich“ Ihre Standortdaten zur Monetarisierung

Wie nun bekannt wurde, teilen viele App-Entwickler Ihre Daten. Laut einem aktuellen Bericht von GuardianApp (via TechCrunch) sollen die Entwickler die Standortdaten mehrerer Millionen Geräte an Dritte weitergeben. Bei diesen handelt es sich vornehmlich um Firmen, die sich der Monetarisierung von Daten verschrieben haben. Meist soll es bekannte Apps für Wetter, Nachrichten oder Fitness sein, die Ihre Standortdaten nutzen.

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Einige Apps benötigen Ihre Standortdaten, damit sie überhaupt funktionsfähig sind und korrekt arbeiten können. Dass die Entwickler hinter den Apps allerdings diese Daten dann an Dritte verkaufen, um Geld dafür zu erhalten, ist hingegen weniger bekannt. Laut einiger Sicherheitsforschern verschicken die Entwickler nicht nur präzise Standortdaten, sondern auch andere sensible Daten. Dieser Vorgang ist ein kontinuierlicher Prozess. Die Daten werden später verwendet, um Datenbanken mit Ihren Vorlieben aufzubauen und Ihnen dann personalisierte Werbung zukommen zu lassen. 

Apps sammeln viele Daten

Wie die Forscher mittels verschiedener Netzwerkwerkzeuge entdeckt haben, sollen die Anwendung neben Standortdaten auch Bluetooth-LE-Daten, SSIDs von verwendeten WLANs, Beschleunigungsinformationen, Batterieladestände, Zeitstempel von Standortänderungen und vieles mehr einsammeln. 

Natürlich versprechen die Apps dabei, dass sie die Daten anonymisieren. Gegenüber TechCrunch sagte der Forscher Will Strafach jedoch, dass über die gesicherten Längen- und Breitenkoordinaten möglich sein soll, Informationen über die Heimadresse und den Arbeitsplatz zu erlangen. Zudem seien sich ihm zufolge viele Nutzer gar nicht im Klaren darüber, wie viele und vor allem welche Daten gesammelt und weitergeteilt werden. 

Zu den bekanntesten Anwendungen, die sich die Unwissenheit zu Nutze machen gehören Tapatalk, Photobucket, Perfect365, ASKfm, NOAA Weather Radar, Weather Live, YouMail und einige mehr. Eine umfangreiche Liste finden Sie auf guardianapp.com.

Die Daten senden die Apps an Unternehmen wie Reveal, Sense360, Teemo und andere. Die Unternehmen weisen jedoch jegliche Schuld von sich, da die App-Entwickler dazu verpflichtet sind, Nutzer über die Datenweitergabe zu informieren. Gleichermaßen können Nutzer jederzeit Einspruch einlegen.

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