Vermeintlicher Angriff auf Spotifys Gratis-Streaming: Apple nun auch im Visier der US-Verbraucherschutzbehörde

Am Anfang der Woche wurde bekannt, dass das US-Justizministerium Apple ins Visier genommen hatte, nachdem sich der Verdacht erhärtete, Apple dränge Künstlern Exklusiv-Verträge auf und möchte Gratis-Streaming, wie das von Spotify, aus dem Rennen werfen. Nun schaltet sich die US-Verbraucherschutzbehörde beziehungsweise die US-Handelskommission ein, um den Fall aus der Sicht der Verbraucher zu prüfen.

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Nachdem sich Apple erst vor zwei Tagen die Aufmerksamkeit der US-Justizbehöre zugezogen hat, widmet sich nun die Federal Trade Commission (FTC), auch als US-Zusammenschluss- und Verbraucherschutzbehörde bekannt, dem Unternehmen aus Cupertino. Das heißt: Die FTC prüft derzeit, so das Nachrichten- und Wirtschaftsmagazin Bloomberg Business, ob Apple seine Position als größter Verkäufer von Musik-Downloads dazu missbrauche, Dienste wie Spotify benachteiligt. Im Gegensatz zum US-Justizministerium geht es hier viel mehr um Verbraucherfragen als um rechtliche Aspekte.

Sollte die FTC zum Ergebnis kommen, dass es sich bei Apples Vorgehen um unlautere Maßnahmen handelt, könnte diese massive Auswirkungen auf den Start des geplanten Streaming-Dienstes Beats Music haben. Nachdem Apple versucht hat, berühmte Künstler, wie Florence and the Machine, einen exklusiv Vertrag aufzudrängen, schaltete sich die FTC ein und diskutierte die Angelegenheit mit verschiedenen Plattfirmen.

Die zentrale Frage: Ändert Apples Vorgehen die Art und Weise wie Plattfirmen künftig mit alternativen Streaming-Diensten umgehen wird - zum Beispiel kostenlose und über Werbung finanzierte Dienste auszuschalten? Auf diese und andere Fragen seitens der FTC antworteten Vertreter der Musikindustrie, dass Apple diese Forderungen nicht gestellt habe. Apple selbst sowie Vertreter der drei großen Plattenfirmen, Universal Music Group, Sony Music Entertainment und Warner Music Group kommentierten bislang die Vorwürfe nicht, so Bloomberg Business.

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