Stiftung Warentest

Verbraucherschützer: Fitnesstracker messen oftmals viel Mist

Selbstvermessung per Fitnesstracker ist in - und immer mehr Menschen nutzen diese Geräte, um ihre Bewegung, ihren Schlaf und manchmal auch ihren Puls zu messen. Die Stiftung Warentest und der österreichische "Konsument" zeigen auf, dass die Geräte oftmals überflüssig sind. Ein Smartphone reicht häufig aus.

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Wer heute noch kein Fitnessarmband hat, ist bei Sportlern unten durch: Das könnte man meinen, wenn man Besucher von Fitnessstudios ansieht, die mit ihren Smartwatches, Armbändern und Anhängern versuchen, sich selbst besser zu vermessen. Doch Verbraucherschützer sind von den Geräten wenig begeistert.  Viele Produkte gelten als nicht empfehlenswert.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur APA sind Fitnesstracker nach Meinung der Verbraucherschützer von Stiftung Warentest und Konsument (aus Österreich) in der jetzigen Form mehrheitlich noch nicht marktreif.

Konsument kritisiert besonders die Ungenauigkeit der Geräte. Sie seien unpräzise und würden eher Bewegungen als Schritte zählen. Handbewegungen und Fahrten mit der U-Bahn würden nicht vom Laufen unterschieden werden. Sogar das Tippen am Rechner sorgt häufig dafür, dass Schritte gezählt würden.

Beim ausgegebenen Kalorienverbrauch würden eher grobe Schätzungen als Berechnungen vorgenommen. Das ist allerdings kein Versäumnis der Hersteller sondern schlicht der Praktikabilität des Verfahrens geschuldet. Die Nutzer geben Körpergröße, Alter, Geschlecht und Gewicht ein und daraus ermitteln die Programme Durchschnittswerte.

Leider waren auch die Herzfrequenzmesser den Testergebnissen nach recht ungenau, weil die Messung am Handgelenk erfolgt. Besser seien Geräte mit Brustgurt. 

Als problematisch empfinden die Verbraucherschützer auch den Umgang mit den Daten der Nutzer. Oftmals würden diese in der Cloud gespeichert. Interessanterweise geben aber einzelne Krankenkassen wie die  AOK Nordost ihren Mitgliedern  alle zwei Jahre   bis zu 50 Euro beim Kauf von Fitness-Trackern dazu.

In vielen Fällen sind  zusätzliche Fitnesstracker nach Meinung der Verbraucherschützer überflüssig. Die meisten Messungen könnten auch von mitgeführten Smartphones genauso gut durchgeführt  werden, abgesehen von der Pulsmessung.

Die Einzelauswertungen der Tests erscheinen erst in den nächsten Ausgaben der Hefte der Stiftung Warentest und Konsument.

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