Fehlerhaft?

Ungeschützt: Corona-Warn-App funktioniert unter Android nicht

Erst will man von Grund auf eine App entwickeln und dann verlässt man sich auf Google und Apple. Dennoch schaffte es die Regierung nicht, die bereitsgestellte Schnittstelle, die sämtliche Arbeit übernimmt, mit einer ordentlichen App-Oberfläche zu versehen. Dies geht aus einem aktuellen Bild-Bericht hervor.

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Es ist eine Blamage für die Bundesregierung. Dies sagt die Bild über die Corona-Warn-App für Android. Wie man herausfand, funktionierte die App für das Google-Betriebssystem mehrere Wochen nicht korrekt und in manchen Fällen sogar gar nicht. Nutzer der Android-Geräte erhielten entsprechend später oder keine Warnung  über mögliche Kontakte mit infizierten Personen.

Wieso warnt die App unter Android nicht?

Man erklärt, dass der Grund hierfür sehr simpel ist und daher bei der Entwicklung nicht bedacht wurde. Die Android-Smartphones deaktivieren stets die notwendige Hintergrundaktualisierung von Apps, die länger nicht verwendet werden. Dies soll die Akkulaufzeit verlängern. Im Falle der Corona-Warn-App ist dies nicht optimal, da sie grundsätzlich nur einmal eingerichtet werden muss und dann nur noch im Hintergrund laufen soll. Sowohl das Robert-Koch-Institut als Herausgeber als auch der Mitentwickler SAP gaben der Bild zu verstehen, dass die Aktivität und damit die Funktion durch Android unterdrückt wurden. 

Jedoch gibt es bereits gute Nachrichten. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, ist das Problem bereits behoben und sowohl für Android als auch iOS stellt man in den jeweiligen App Stores Version 1.1.1 als Update bereit. Ein neuer Schieberegler soll übrigens Abhilfe schaffen.

Unklar ist allerdings, wie viele Neuinfektionen auf diesen lapidaren Fehler zurückzuführen sind. Gegenüber der Seite sagte Professor Hannes Federrath. Präsident der Gesellschaft für Informatik, dass dieser kleine Softwarefehler „gefährlich für die Gesundheit“ vieler Nutzer gewesen sei. Interessant ist allerdings, dass er die Schuld nicht den Entwicklern der App gibt, sondern diese auf die Smartphone-Hersteller abwälzt. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob die Hersteller nun immer schuldig sind, wenn eine App nicht korrekt funktioniert. Wohl eher nicht.

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Dümmer gehts nimmer, erst richtig lesen und recherchieren, dann auf die Bild verlassen. Warum ist die Berichterstattung nur so schlecht geworden ... traurig, mit breiten und fetten Lettern die Leser auf die Seite locken.