Produktion

Unabhängig von China: Milliarden-Investition von Apple in Indien

Apple baut seine Aktivitäten in Indien aus. Rund 1 Milliarde US-Dollar fließen über Apple-Partner in das Land mit der zweit-größten Bevölkerung nach China. Allen voran baut Foxconn in Indien die iPhone-Produktion aus. Die Geräte sind sowohl für den dortigen Markt als auch für den Export bestimmt, damit Apple eine Alternative zu China als Produktionsstandort bekommt und Strafzölle im US-Handesstreit vermeiden kann.

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Es begann mit dem iPhone SE. Später kam bei Foxconn in Indien das iPhone X hinzu. Jetzt investiert Apple über seine Industrie-Partner die Gesamtsumme von rund 1 Milliarde US-Dollar in Indien. Dies berichtet die Times of India. Das lokale Medium nennt auch Gründe für das Engagement im Land mit der zweit-größten Bevölkerung nach China. Denn mit der Produktion in Indien kann Apple drohende Strafzölle der Trump-Administration auf Importe aus China umgehen. 

Vorrangig sollen die mit „Made in India“ gekennzeichneten iPhone-Geräte in den Export gehen und auch in Europa verkauft werden, sagt der indische IT-Minister Ravi Shankar Prasad. Mittelfristig bereitet sich Apple jedoch vor, die iPhones in Indien zu verkaufen. Denn Indien ist der zweit-größte Markt für Smartphones und erhebt auf Technik-Importe eine Steuer von 20 Prozent, die das ohnehin hochpreisige iPhone für Kunden in Indien zusätzlich verteuern. 

Außerdem plant Apple drei eigene Retail-Stores in Indien. Standorte in Mumbai und Delhi befinden sich bereits in der engeren Wahl. Dafür muss Apple aber eine 30-Prozent-Quote in der lokalen Produktion erfüllen. Mit dieser Regelung beschleunigt Indien seine gesellschaftliche Entwicklung, weil ausländische Firmen zu Investoren gezwungen werden, wenn ihre Produkte in Indien verkauft werden sollen. 

Zwischen 15 bis 30 Prozent der Produktionskapazitäten möchte Apple in den kommenden Jahren außerhalb von China vorhalten. 

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Die Investition hat wenig mit Produktionsverlagerung weg von China zu tun, auch wenn das gegenwärtig die Medien behaupten, da es die Meinungsmache der US-Administration entspricht und damit Mainstream ist. Die Leute sollen es glauben und sollen natürlich ebenso diese Politik gutheißen und China als Bedrohung empfinden. Sowas nennt man Ablenkung von eigenen Problemen.

Hier die Fakten:
In Indien wohnen 1 Milliarde Menschen. Wie geschrieben erhebt das Land Sondersteuern auf Importware. Schon Gandhi war bemüht, dass Waren in Indien hergestellt werden, damit sich eine Industrie und letztlich auch die eigenen Menschen entwickeln können. Es gibt dort eine ungeheure Differenz zwischen arm und reich. Immer noch. Daher werden die Produktionskapazitäten nicht voll ausgelastet. Eine Serienproduktion wird erst ab einer bestimmten Stückzahl rentabel. Also müssen die Überschüsse im Ausland verkauft werden. Mittelfristig (also ab 15 - 20 Jahre mit Beginn heute) wird der Wohlstand in Indien ein anderer als heute sein und einen größeren Bevölkerungsanteil umfassen. Dann können die Produktionsmengen locker auch im eigenen Land verkauft werden.

Fazit: Apple kann und will den indischen Markt nicht ignorieren. 1 Milliarde Menschen = jeder 7. Erdenbürger zur Zeit. Ein Export von Geräten nach Indien ist unrentabel wegen der Sondersteuer. Also MUSS Apple dort Produktionskapazitäten aufbauen. Was sie ja auch schon in der Vergangenheit gemacht haben (z.B. 4S). Um aber nicht nur ein oder zwei Produkte anbieten zu können (was ja dumm wäre, das know how ist ja da) war es nur eine Frage der Zeit bis die Kapazitäten erweitert werden. UND DAS GESCHIEHT JETZT. Mit China hat das kaum etwas zu tun. Müsste ja nun jedem irgendwie klar geworden sein.

PS:. Ist auch der Sicht Quatsch - Wer weiß wie lange der Handelsstreit von Trump mit China noch geht? Sicher nicht 10 oder 20 Jahre.

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