Tesla-Chef als Apple-CEO?

„Ein Thema, zwei Meinungen“: Elon Musk als Apple-CEO?

Kommentarseiten von Wirtschaftsmagazinen und soziale Online-Netzwerke diskutieren derzeit ein kühnes Zukunftsszenario: Apple sollte den E-Car-Emporkömmling Tesla übernehmen, damit die Hardware für das „iCar“ einkaufen – und Tesla-Chef Elon Musk zum CEO ernennen.

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Thomas Raukamp: Musk for President!

(Bild: Thomas Raukamp)
Lässt man die bisherige Lebensgeschichte von Elon Musk Revue passieren, stehen nicht nur die Augen, sondern auch der Mund offen: Gerade einmal 23 Jahre alt, gründete er das Unternehmen Zip2. Die Idee: Das Start-up sollte ein durchsuchbares Verzeichnis von Unternehmen aufbauen und es in Online-Karten einbinden. 1995 brauchte es eine Menge Weitblick, um die technischen Voraussetzungen, die ein solcher Dienst beanspruchen würde, auch nur zu für möglich zu erachten.

Mit Weitblick und Vision ist der gebürtige Südafrikaner so reichlich gesegnet wie das Kap der Guten Hoffnung mit Sonnenschein. 1999 etwa ersann er mit X.com ein Online-Bezahlsystem, aus dem später PayPal erwachsen sollte. 2002 folgte – als wäre das nichts – die private Raumfahrtgesellschaft SpaceX. Frisch in den Medien ist hingegen Hyperloop: In einer Doppelröhre sollen abgeschlossene Kapseln auf Luftkissen auf 1.220 km/h beschleunigen und so eine Strecke von 600 Kilometern in unglaublichen 35 Minuten zurücklegen.

Die für die mobile Gesellschaft ungleich wichtigere Innovation dürfte indes das Automobilunternehmen Tesla sein, mit dem Musk Elektroautos baut, die herkömmlichen Verbrennungsmotoren in nichts mehr nachstehen. 400.000 Vorbestellungen liegen bereits für den Stromer „Model 3“ vor, der Ende 2017 marktreif sein soll. Dieser Erfolg sollte Apple aufhorchen lassen: Nachdem man angeblich jüngst beim Werben um eine Zusammenarbeit bei BMW und Daimler abblitzte, würde Tesla genau die Technologie liefern, die das um Innovationskraft ringende Unternehmen derzeit benötigt. Würde Elon Musk ein Übernahmeangebot akzeptieren? Vielleicht schon – wenn es mit einem Posten verbunden wäre, der einflussreicher ist als kaum ein anderer: der des CEO von Apple.

Alexander Trust: Problematische Person

(Bild: Alexander Trust)
Warum sollte Apple Tesla kaufen? Damit der iPhone-Hersteller nicht vollends den Anschluss verliert. Denn auch Konkurrent Google ist schon seit einigen Jahren aktiv dabei, autonom fahrende Elektroautos zu bauen. Vor kurzem haben sich gar Fiat Chrysler und Google zusammengetan, um das Unternehmen Elektroauto in die Zukunft zu führen. Und Tesla? Die Firma von Elon Musk hat bereits fertige Produkte am Markt und weltweit viele alteingesessene Hersteller übertölpelt und überholt, da diese sich zuviel Zeit gelassen haben.

Bei Apple schweigt man über das „Project Titan“. Nur ab und zu dringen spärliche Details nach außen. Über eine Briefkasten-Firma soll Apple ein ehemaliges Militärgelände für Fahrzeugtests angemietet haben, außerdem gibt es Gerüchte um eine Zusammenarbeit mit einem kanadischen Autoteile-Lieferanten.

Sollte Apple also Tesla kaufen, um den Rückstand gegenüber der Konkurrenz aufzuholen? Ein Problem dabei: Tesla ist bereits mit eigenen Produkten am Markt, die sich nicht ohne weiteres an Apples Identität anpassen lassen. Eine zweite Herausforderung, die sich bei einem Zusammengehen ergeben würde, wäre die Personalie des Geschäftsführers von Apple. Elon Musk, der das Ruder bei Tesla und SpaceX innehat, dürfte nicht von heute auf morgen Fan des iPhone werden, nur weil er dann eventuell zum Apple-Chef gemacht würde.

Bis Apple die Öffentlichkeit nicht weiter über sein „Project Titan“ in Kenntnis setzt, werden sich Stimmen wie die von Mathew DeBord vom „Business Insider“ nicht ausblenden lassen. Er weist darauf hin, dass Tesla zuletzt bei Audi Personal geräubert hat und Google schon jetzt zeigt, wie die Zukunft des Autos aussieht. Apple schreibt er diese Fähigkeit nicht zu.

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Ob nun Google weiter ist, mit dem E-Car oder Apple ist fraglich, ich denke jedoch Apple,
da bereits rund 4.000 Leute dort tätig sind und auch Teststrukturwn aufbaut.
Das hat Google noch nicht, sie gehen einen anderen Weg und kaufen eine kleine Fahrzeugflotte nach ihrem Design von FIAT, auch nicht schlecht!
Warten wi es also ab.
Das Elon Musk nicht Apple-Chef wird, das ist so klar, wie das Amen in der Kirche.
Musk,ist ein kongenialer Ingenieur, wie die Welt derzeit keinen zweiten hat,
das wertvolle an ihm ist, er schwimmt nicht nur in der Eierschale einer erlenten Diziplin, sondern er ist holostisch-generalistisch orientiert, erst das macht ihn zum Superstar.
Wenn er an Äbbel verkaufen sollte, was für Beide interessant wäre, dann würde er vielleicht noch eine Zeitlang beratend bei Tesla mitschwimmen, sich aber nich mit den administrativen Gestrüpp eines Giganten rumschlagen wollen, dass kann Tim Koch besser, ihm allerdings fehlt noch ein genialer querdenker, wie Musk, der nicht nur faselt und fantasiert, sondern anpackt und lichtschnell realisiert, doch auf ihn wird er verzichten müssen. Elon Musk der übrigens auch noch in Solar City engagiert ist, sucht die i geniese Herausforderung, wer weiß, was für Pfeile er schon wieder im Köcher hat,
ich denke Elektroautos zu bauen wird langsam langweilig, er hat allen gezeigt, wie es geht, doch jetzt, wo die Maaenfertigung aufgebaut wird, nimmt der administrative Stream zu, das ist für ihn eigentlich gar nicht mehr so sexy, wie am Anfang.
Ich denke, er würde gern verkaufen, aber ob die Apfeljungs einen Aktienpreis akzeptieren, wo sehr viel Spekulation drinnen ist, wird für einen sparsamen Tim Koch schwer verdaulich sein!

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