Def Con 2018

Tesla will Hackern helfen und Sicherheitssoftware als Open Source offen legen

Derzeit bestimmt die Privatisierung von Tesla die Tagesordnung. Nachdem Elon Musk bei Twitter ausplauderte, er wolle das Unternehmen mit Investitionen aus Saudi Arabien von der Börse nehmen, stehen Tesla, der Aktienkurs und er selbst unter Druck. Davon abgesehen möchte Tesla Hackern helfen, Sicherheitslücken in der Software aufzuspüren. Sicherheitssoftware soll zudem unter Open-Source-Lizenz gestellt werden.

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Im Nachgang zur Hacker-Konferenz Def Con 26 (9. bis 12. August) im Caesars Palace in Las Vegas ändert Tesla seine Richtlinien zur verantwortungsvollen Aufdeckung von Sicherheitslücken, berichtet Electrek. Demnach möchte Tesla künftig Hackern helfen, die ihr Fahrzeug bei der Suche nach Software-Fehlern versehentlich stillgelegt haben. Zusätzlich sollen hilfreiche Hacks nicht mehr nach dem „Computer Fraud and Abuse Act“ (CFAA) oder dem „Digital Millennium Copyright Act“ (DMCA) zur Anzeige gebracht werden.

Tesla schätzt den Einsatz von Sicherheitsexperten und möchte sich für diesen Einsatz entsprechend bedanken. Aktiv bietet Tesla an, die Standard-Software eines Fahrzeuges erneut aufzuspielen, falls diese bei der Suche nach Sicherheitslücken in der Fahrzeugsteuerung oder in Assistenz-Systemen für autonomes Fahren beschädigt worden sein sollten. 

Die größte Gefahr geht bei selbst-fahrenden und vernetzen Fahrezeugen von einem bösartigen Angriff auf die gesamte Flotte aus. Daher war Elon Musk in der Vergangenheit stets gegen einen generellen Zugang zu bestimmten Routinen und Schnittstellen im Tesla-System. Als Sicherheitsmerkmale gebe es „besondere Verschlüsselung“, „mehrere Unter-Systeme“ und die Möglichkeit, das der Fahrer die Steuerung übernehme.

Jetzt begrüßt Elon Musk gemeinsame Initiativen, mit denen autonome Fahrzeuge in Zukunft noch sicherer fahren sollen. Daran soll auch die Sicherheitssoftware des Tesla unter Open-Source-Lizenz einen Beitrag leisten.
Im Gegensatz zur Privatisierung kommt dieser Schritt auch ohne die Zustimmung der Aktionäre aus.

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