Top-Themen

Themen

Service

News

Steuervermeidung „Made in Cupertino“

Apple am EU-Pranger

Apple, Google, MacDonalds und IKEA werden sich am Mittwoch im EU-Parlament über den Weg laufen. Die vier internationalen Giganten werden von einem Ausschuss des Parlaments zu ihren Steuerspartricks befragt. Gleichzeitig versucht die EU Kommission herauszufinden, welche Unternehmen und welche EU-Mitgliedsländer EU-Recht verletzen um Steuern zu vermeiden. Für Apple könnte es am Ende sehr teuer werden.

Am morgigen Mittwoch wird sich das Steuer-Ausschuss des EU-Parlaments mit vier Unternehmen auseinandersetzen, die in Europa nach Meinung der Abgeordneten viel zu wenig Steuern abführen. Neben Google, MacDonald‘s und IKEA gehört zu diesen vier Unternehmen auch Apple. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres haben sich das Brauerei-Konglomerat Anheuser-Bush InBev, die Bank HSBC und neun weitere Unternehmen in einer ähnlichen Veranstaltung Fragen zur Steuervermeidung gestellt.

Bei der Befragung ist freiwillig und hat zunächst auch keine Konsequenzen. Stattdessen spiegelt sie vielmehr die politische und die gesellschaftliche Meinung in der EU zum Verhalten mehrerer großer internationaler Unternehmen wieder. Zwei Unternehmen, Starbucks und Fiat Chrysler, wurden ebenfalls eingeladen, haben sich jedoch dazu entschieden nicht zu erscheinen. Die EU befindet sich derzeit in einem Rechtsstreit mit Starbucks und Fiat Chrysler. Außerdem versucht die EU Kommission derzeit zu ermitteln, ob einige weitere der geladenen Unternehmen die europäische Steuergesetzgebung verletzen oder nicht.

Viele große internationale Unternehmen nutzen ihre Standorte in mehreren Ländern aus, um massiv Steuern zu vermeiden. So werden Gewinne und Verluste verschoben oder die Nutzung bestimmter Dienste zu horrenden Summen von einem anderen Teil des Unternehmens lizenziert. Gleichzeitig versuchen Staaten Unternehmen mit dem Versprechen von niedrigen Steuern zu Standort-Verlagerungen zu überreden. Auch diese Versprechen sind nicht immer legal. Die Konsequenz der Steuervermeidung am Beispiel Apple: Das Unternehmen muss in der EU möglicherweise 8 Milliarden US-Dollar an Steuern nachzahlen.

Mehr zu diesen Themen:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit!

Hier können Sie ihre Meinung zum Artikel "Apple am EU-Pranger" äußern. Melden Sie sich hierfür mit ihrem maclife.de-Account an oder füllen sie die untenstehenden Felder aus.

Die Politiker machen komplizierte Gesetzte mit zig Ausnahmen die kein Normalbürger kapiert. Wenn dann die Rechtsabteilungen großer Konzerne doch einen Vorteil rausholen können, stellen die Politiker sich hin und behaupten das was der und der Konzern macht sei illegal.

Verschleiern gerne ihre Machenschaften mit anderen Interessenvertretern. Die Bierdeckelsteuergesetze lassen deshalb noch lange auf sich warten.

... McDonalds... - ohne a. ;-)

Natürlich wird ein gewinnorientiertes Unternehmen entsprechend die Steuergesetzgebung bestmöglich ausnutzen um den Gewinn zu maximieren. Was würden die Aktionäre sagen, wenn das nicht passieren würde? Dann hätten wir hier die nächste Diskussion... :-o