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SoundCloud vorerst gerettet

Der Online-Musikdienst SoundCloud ist vorerst gerettet. Das Unternehmen erhielt eine Finanzspritze in Höhe von 170 Millionen US-Dollar, doch der Mitgründer und CEO Alexander Ljung verliert seine Führungsposition. Zuvor hatte das Unternehmen massiv Personal abgebaut. Der Erfolg von Apple Music und Spotify macht SoundCloud das Leben schwer.

Wer seine Musik bei SoundCloud hostet - zum Beispiel auch als Band, der muss vorerst nicht fürchten, dass sie gelöscht wird. Bis vor kurzem stand das Überleben des Musikstreamingdienstes in Frage, doch nun wurde dem Unternehmen von der von Bankengruppe The Raine Group und der Investmentfirma Temasek aus Singapur frisches Geld zugeschossen. Medienberichten zur Folge sollen es 170 Millionen US-Dollar gewesen sein.

Die Rettung hat aber ihren Preis: So muss der bisherige Chef und Mitgründer Alexander Ljung gehen. Das scheint die Bedingung der Investoren gewesen zu sein. Ljung durch den ehemaligen Vimeo-Chef Kerry Trainor ersetzt. Ljung sowie Mitgründer Eric Wahlforss bleiben dem Unternehmen allerdings erhalten - der ehemalige Chef wird nun Vorsitzender des Aufsichtsrats und Wahlforss wird Chief Product Officer. Seinen bisherigen Posten als Chief Operation Officer (COO) übernimmt Michael Weissman, der ebenfalls früher bei Vimeo war.

Anfang Juli 2017 wurde bekannt, dass SoundCloud sparen muss. Damals wurde 173 Mitarbeitern die Kündigung überreicht. Das entsprach etwa 40 Prozent der Belegschaft. Die Büros in London und San Francisco wurden komplett geschlossen. In Zukunft soll das Geschäft auf die Niederlassung in Berlin und in New York konzentriert werden. Im Januar 2017 gab es bereits Geldprobleme bei SoundCloud. Das mag auch an der stetig wachsenden Konkurrenz liegen. Besonders hervorzuheben sind hier Spotify und Apple Music, die ständig neue Mitglieder gewinnen, die auch bereit sind, für den Dienst zu zahlen.

SoundCloud scheint eher ein Kosten-, als ein Wachstumsproblem zu haben. Mit dem frischen Geld werden deshalb wohl auch vornehmlich Schulden beglichen. Soundcloud konnte in den letzten 12 Monaten seinen Umsatz verdoppeln. Mittlerweile sollen 175 Millionen Nutzer angemeldet sein. Das Basisangebot ist kostenfrei. Wer als Künstler 55 beziehungsweise 99 Euro pro Jahr zahlt, kann mehr Speicherplatz für seine selbst hochgeladenen Werke erhalten.

Ende 2016 hat SoundCloud den Abo-Service SoundCloud Go eingeführt, der rund 10 Euro im Monat kostet. Nach erreichte der Dienst jedoch nicht den Erfolg, der eigentlich geplant war.

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