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Qualcomm scheitert vor Gericht, Apple jetzt im Vorteil?

Ist Apple jetzt im Vorteil? Ein Gericht in Südkorea hat Medienberichten zufolge die Forderung Qualcomms zurückgewiesen, eine Strafe der dortigen Handelskommission gegen den Chiphersteller auszusetzen. Nun könnte durch diese Entscheidung auch Apple als iPhone- und iPad-Hersteller profitieren.

Qualcomm wird durch eine Strafzahlung der südkoreanischen Handelskommission „kein irreparabler Schaden zugefügt“. So lautet die Begründung des Gerichts, eine Klage des Chipherstellers abzuweisen, die einen Aufschub für die Strafe forderte, ehe das Gericht in einem anderen Fall pro oder contra entschieden hätte. Denn nachdem die südkoreanische Handelskommission dem Chiphersteller Wettbewerbsverzerrung bei der Vergabe von Lizenzen vorgeworfen hatte, strengte die Firma gleich zwei Klagen an. Die erste wollte das Urteil der Handelskommission vor einem ordentlichen Gericht entschieden haben, da man davon ausgeht, dass die Vorwürfe unberechtigt sind. Die zweite Klage wollte wie erwähnt den Aufschub erreichen, bis es zu einem Urteil im ersten Verfahren gekommen wäre.

Letzteres hat nun aber das Gericht in Seoul zurückgewiesen mit der eingangs zitierten Begründung. Diese wurde durch eine Gerichtssprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters gegeben. Qualcomm sieht sich nun weiterhin einer Geldstrafe in Höhe von 912,34 Millionen US-Dollar entgegen, die im Dezember fällig würde.

Apple im Clinch mit Qualcomm

Es war die Entscheidung der Handelskommission in Südkorea, die überhaupt erst zu einer Klage Apples geführt hat. Das Unternehmen sah sich durch diese bestärkt darin, von Qualcomm „übers Ohr gehauen worden zu sein“. In der Folge strengte Qualcomm eine Gegenklage an. Doch Apple erhielt Zuspruch von anderen Technologiekonzernen, die vermutlich dem iPhone-Hersteller die Daumen drücken, da Sie dann selbst mit dem Chipproduzenten die Konditionen neu verhandeln dürften. Apple zufolge verlange Qualcomm fünfmal so viele Lizenzgebühren als alle anderen Lizenzgeber zusammen, die ebenfalls an Mobilfunkstandards mitgewirkt hätten. Der Vorwurf lautet: Qualcomm nutze seine Marktdominanz aus.

Durch die neuerliche Entwicklung in Südkorea könnte Apples Verhandlungsposition mit dem Chipanbieter gestärkt worden sein.


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