Gesetzesänderungen eingebracht

Platz da, das Apple-Auto kommt: US-Politiker verzichten auf Sicherheit im Straßenverkehr

Bei einer Plenarsitzung im parlamentarischen Ausschuss in den USA haben die anwesenden Politiker einen Vorschlag zur Gesetzesentschärfung mit Blick auf autonome Fahrzeuge einstimmig angenommen. Dieser muss nun noch vom Repräsentatenhaus abgesegnet werden. Aktivisten fürchten Chaos auf den Straßen durch Apples, Teslas, Alphabets und die selbstfahrenden Autos anderer Hersteller.

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Auf den ersten Blick bekommt man das Gefühl, die Lobbyarbeit von Apple, Google und Co. hat sich gelohnt. Die Hersteller hatten die US-Politik gebeten, Ausnahmen für autonome Fahrzeuge einzurichten, damit diese nicht von denselben Mechanismen betroffen seien wie herkömmliche Fahrzeuge. Nun haben Politiker dem Wunsch der Wirtschaft entsprochen. Zumindest macht es den Anschein. Das „US House Committee“ hat einen Antrag auf eine Gesetzesänderung abgesegnet, die man ganz klar als Entschärfung kennzeichnen kann.

Es gelten für alle dieselben Regeln, nur nicht für selbstfahrende Autos

Denn in dem Antrag heißt es, dass Anbieter von autonomen Fahrzeugen von den lokal zuständigen Behörden nicht aufgefordert werden können, dieselben Sicherheitstests zu durchlaufen, die vor Ort für normale Straßenfahrzeuge gelten. Diese hätten je nach Bundesstaat sogar den Auseinanderbau der Fahrzeuge bedeuten können oder umfangreiche Tests von Dritten. Die Anbieter fürchten vermutlich den Ideenklau und freuen sich vermutlich, wenn die Gesetzesänderung tatsächlich angenommen wird. Sie müssten dann lediglich Ergebnisse standardisierter Fahrsicherheitstests beibringen, um zu zeigen, dass die Vehikel wie beabsichtigt funktionieren und gewisse Sicherheitsvorkehrungen enthalten.

Diese Regulierungen betreffen allerdings nur Vorserienmodelle, die ausschließlich zum Test genutzt werden und nicht tatsächlich zum Verkauf angeboten werden. Aktivisten fürchten nun, dass sich in den kommenden Jahren tausende von selbstfahrenden Autos auf den Straßen Amerikas wiederfinden werden, die die Verkehrssicherheit negativ beeinflussen könnten.

Gleichzeitig will die US-Politik auf Bundesebene in den kommenden 18 Monaten verbindliche neue Regeln für autonome Fahrzeuge entwerfen. Der jetzt abgenickte Antrag ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Er muss zunächst noch vom US-Repräsentantenhaus positiv beschieden werden. Dieses würde dem Medienbericht zufolge den Antrag allerdings frühestens nach der Sommerpause im September bearbeiten.

Apple mit Interesse an autonomen Fahrzeugen

Obwohl Apple derzeit selbst kein eigenes Apple Car mehr zu bauen scheint, arbeitet der Hersteller doch mit Lexus zusammen, um eine Software für selbstfahrende Autos zu erproben. Tim Cook bezeichnete dieses Projekt im Juni als „die Mutter aller KI-Projekte“.

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Auch auf dem Gebiet der selbstfahrenden Autos werden wir den Anschluss verpassen.

Das ist Blödsinn, die gibt es bei uns schon "lange". Audi fährt mit Hilfe einer Coladose am Lenkrad schon teilautonom und Daimler setzt dem ganzen noch einen drauf. Es scheitert hierzulande nur an den Gesetzen

Womit wir beim Thema wären. ^^

Der jetzt vorgestellte Audi a8 hat zurzeit die höchste Stufe des automatischen fahren, die ist so hoch das der Fahrer offiziell sich mit anderen Dingen als dem Verkehr beschäftigen darf.

Du darfst dich offiziell noch einmal mit lesbarer Rechtschreibung beschäftigen ;-)

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