Nachtrag

Noch mehr künstliche Intelligenz: Apple kauft KI-Unternehmen Lattice Data

Spätestens mit der Einführung von Siri war das Rennen um künstliche Intelligenz samt Sprachassistenten im Verbrauchermarkt eröffnet. Seitdem arbeiten die großen Unternehmen an immer besseren Technologien und kaufen gegebenfalls auch KI-Experten ein. Apple ist keine Ausnahme und hat in den letzten Jahr verschiedene größere und kleinere KI-Spezialisten aufgekauft. Das jüngste Beispiel ist Lattice Data.

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Maschinenlernen und künstliche Intelligenz stehen derzeit besonders hoch im Kurs der großen Technologie-Unternehmen. Apple, Google, Samsung und Co. gehen daher regelmäßig auf Einkaufstour und übernehmen dabei vielversprechende Startups. Nun hat Apple Lattice Data aufgekauft.

Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und hat in Stanford eine Technologie entwickelt, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Ordnung in unstrukturierte („dunkle") Daten bringt und diese anschließend nutzbar macht. Laut TechCrunch soll sich der Kaufpreis für das Unternehmen auf rund 200 Millionen US-Dollar belaufen. Der Seite zufolge sollen die entsprechenden Verträge bereits vor Wochen unterzeichnet worden sein. Seitdem arbeiten die etwa 20 KI-Spezialisten und Ingenieure für Apple. 

Doch was sind eigentlich „dunkle" Daten? Das Internet ist voller Daten und sekündlich werden es mehr und mehr. Schon bis 2013 wurden 4,4 Zettabytes – 4,4 Trillionen Gigabyte – an Daten produziert. Täglich kommen etwa 2,5 Exabytes hinzu. TechCrunch zufolge sind davon etwa 70 bis 80 Prozent nicht strukturiert. Diese Daten werden als „dunkle Daten" bezeichnet. Aufgrund der ungeordneten Struktur sind sie unnutzbar für Analysen und die Weiterverarbeitung. Lattice Data bringt Licht ins Dunkel. Mittels Maschinenlernen sollen die Daten eine Struktur erhalten und damit auch nutzbar werden. 

Apple könnte dadurch den eigenen Daten eine bessere Struktur geben. Diese Verbesserung lässt sich dann beispielsweise nutzen, um ein KI-System zu trainieren. Laut einer anonymen Quelle soll Lattice Data schon im Vorfeld mit einigen großen Technologie-Unternehmen in Gesprächen gewesen sein, um deren KI-Assistenten zu verbessern. Dazu sollen etwa Amazons Alexa und auch Samsung neuer Assistent Bixby zählen. 

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