Kauf gescheitert

Niemand will Twitter kaufen

Die Übernahmegespräche von Twitter sind komplett gescheitert. Keiner der ursprünglichen Bieter ist mehr im Rennen. Als letztes Unternehmen stieg der Interessent Salesforce aus. Das hat auch Auswirkungen auf den Börsenwert von Twitter. Die Spekulationsblase ist geplatzt.

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Twitter suchte einen neuen Eigentümer und erst standen auch viele Unternehmen auf der Matte, die sich für den Kauf des Kurznachrichtendienstes interessierten. Doch dann stiegen sie eines nach dem anderen aus den Verhandlungen aus. Google, Apple und Disney fanden vermutlich die Kaufpreisforderung zu hoch oder konnten nach einem Blick hinter die Kulissen erkennen, dass das Unternehmen uninteressant ist. Der letzte Bieter, der überhaupt noch an den Übernahmegesprächen teilnahm, war Salesforce. Das Unternehmen stellt Geschäftsanwendungen für Unternehmen zur Miete über das Internet zur Verfügung und will auch Mitarbeiter und Kunden vernetzen.

Durch die anhaltenden, zähen Übernahmeverhandlungen ist der Börsenkurs von Twitter, der zu einem Höhenflug ansetzte, nun niedriger als zu Beginn der Gespräche. Für Salesforce hatte der Abbruch der Gespräche übrigens einen positiven Einfluss auf den Aktienkurs.

Gegenüber der Financial Times sagte Salesforce-Chef Marc Benioff, dass es einfach nicht gepasst habe. Nähere Details verschwieg er.

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey, der Ende 2015 wieder zum Chef des Unternehmens aufstieg, nachdem er es verlassen hatte, dürfte nun viel Arbeit bekommen. Schließlich gilt es, Twitter interessanter zu machen, sowohl für die Nutzer als auch für die Käufer. Ein möglicher Schlüssel dazu könnte die stärkere Einbindung von Videomaterial sein.

Bild: „The twitter bird“ / Andreas Eldh / CC BY 2.0

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Ich würde es nehmen. Was ist letzte Preis?

Apple wäre schön blöd gewesen, Twitter zu kaufen.

Eine Plattform, überwiegend genutzt um geistigen Dünnschiss abzusondern. Aber nur mit 140 Zeichen, versteht sich.

Überragendes Unternehmenskonzept!!

Dasselbe Dilemma, wie mit Facebook, da einfach keine Werte geschaffen werden. Ausser Werbung ist nicht viel...

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