Apples News-Abo könnte Publikationen wenig Umsatz bringen

Quelle: https://www.maclife.de/news/news-abo-la-apple-kein-guter-schnitt-teilnehmende-publikationen-mac-life-100112391.html

Autor: Ben Otterstein

Datum: 13.02.19 - 14:38 Uhr

News-Abo à la Apple: Kein guter Schnitt für teilnehmende Publikationen?

Bereits im vergangenen Jahr hielt Apple mit der WWDC ein Event ab, das sich ausschließlich um neue Software drehte. 2019 wird erwartet, dass Apple sogar eine Keynote abhalten wird, die nur neue Dienste vorstellen wird. Nach Apple Music und iCloud wird erwartet, dass das Unternehmen Ende März einen Videostreamingdienst sowie ein News-Abo vorstellen wird. Letzteres sorgt nun für Diskussionen unter den Verlegern. 

Aktuell gibt es Apples News-App nur in wenigen Ländern. Die Nachrichten daraus bezieht das Unternehmen von unterschiedlichen Newsportalen und verweist auf menschlich kuratierte Inhalte, während Google und andere Anbieter auf maschinelle Vorschläge vertrauen. In diesem Jahr könnte Apples Ansatz für zusätzliche Inhalte sorgen. Laut dem Wall Street Journal soll das Unternehmen im Gespräch mit zahlreichen Verlegern sein, um ein Abo-Modell in die bestehende App zu integrieren. Ziel soll es dabei sein, dass Bezahlinhalte verschiedener Newsseiten in einem Abo zusammengefasst werden und über eine App abrufbar sind. Für einen Preis von 10 US-Dollar pro Monat klingt dies sogar nach einem verlockenden Angebot, aber es gibt natürlich einen Haken.

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Will sich Apple zu viel einstecken?

Dem Bericht zufolge halten die Gespräche zwischen Apple und verschiedenen Verlagen weiter an und eine Einigung ist noch nicht in Sicht. Der Knackpunkt ist die Verteilung. Während Apple für das News-Abo angeblich 10 US-Dollar verlangen möchte, sollen den Publikationen nur rund 50 Prozent davon zukommen. Diese Hälfte wird dann auch nochmal durch die verschiedenen Partner basierend auf der jeweiligen Nutzung geteilt. Die Nutzung soll anhand der Lese- beziehungsweise Verbleibzeit der Abonnenten festgemacht werden. Die New York Times, das Wall Street Journal sowie die Washington Post sollen daher Ihre Bedenken geäußert haben, sodass die Gespräche weiter andauern. Laut dem Wall Street Journal sollen dies jedoch produktiv sein, sodass eine Einigung durchaus möglich erscheint. 

Für den Nutzer würde der News-Dienst gleich mehrere große Vorteile bieten. Etwa werden keine Zahlungs-, Adress- oder Kontaktdaten von Apple an Dritte weitergegeben, da alles über Apples Abo-System abgewickelt wird. Daneben können Nutzer über eine einzelne App auf mehrere kostenpflichtige Newsseiten zugreifen, ohne dass dutzende Registrierungen notwendig werden

Wir sind gespannt, ob Apple den News-Dienst Ende März präsentieren wird oder ob sich dieser noch verzögert.