Project Natick

Microsoft versenkt seine Rechenzentren ins Meer

Die Nähe zu seinen Kunden in den großen US-Küstenstädten sucht Redmond submarin, wo auch Kühlung kein Thema mehr ist. Per Wasserkraft betrieben und per Glasfaser angebunden wären die computerbesetzten Kapseln bald die neue Heimat etlicher Cloud-Dienste. Das heutige Video zu Project Natick erklärt die Erfolge erster realistischer Tests und die Bedeutung der potenziell zukunftsweisenden Technologie.

Von   Uhr

Auf dem YouTube-Kanal „Microsoft Research“ veröffentlichte der Konzern heute eine unter dreiminütige Mini-Dokumentation zu seinem Projekt Natick, das die Hintergründe der ursprünglichen Idee ausleuchtet und die Entwicklung sowie den Test des ersten Prototypen namens „Leona Philpot“ in Ausschnitten begleitet. Sollte sich das Konzept durchsetzen, sind viele Verfeinerungen für den realweltlichen Einsatz der binnen 90 Tagen zu installierenden Unterwasser-Rechenzentren geplant.

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105 Tage blieb der über 17 Tonnen schwere Stahlcontainer mit etwa zweieinhalb Meter Durchmesser und der Rechenleistung 300 handelsüblicher Desktop-PCs in circa 10 Meter Tiefe einen Kilometer vor der Küste Kaliforniens und sammelte mit seinen rund 100 Sensoren Messdaten zu Druck, Feuchtigkeit, Bewegung und anderen Umständen des zu erforschenden Unterwasser-Betriebs. Das von Microsoft angestrebte Serienmodell wäre dreimal so groß, hätte in der Bauform speziell angepasste Computer an Bord, soll fünf Jahre wartungsfrei funktionieren und von einer Wasser-Turbine autark versorgt werden.

Project Natick will eine Alternative Aufzeigen zu bisher klassischerweise „mitten im Nichts“ errichteten  Rechenzentren, wo der Bauherr zwar maximale Freiheiten genießt, von wo aus der Weg der Daten zum Endkunden jedoch zumeist extra lang ausfällt. „50 Prozent von uns wohnen in Küstennähe. Warum unsere Daten nicht?“, fragt Microsoft auf der offiziellen Website zum Experiment.

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mit versenken haben sie Erfahrung. Mein neues Windows am Arbeitsplatz meldet öfters mal so was wie 'Excel funktioniert nicht mehr' und ähnliches. Folgefrage ist, hat es schon mal funktioniert ;-)

wenn ich mich recht erinnere. XP lief eigentlich ziemlich stabil. Schade dass es das nicht mehr gibt.

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