WWDC 2017

macOS 10.13: Welche neuen Funktionen könnte Apple zur WWDC vorbereiten

Das nächste große Update für Apples Mac-Betriebssystem – macOS 10.13 – wird zwar erst im Herbst erwartet, aber die Vorstellung findet bereits auf der morgigen Worldwide Developers Conference statt. Dort wird Apple nicht nur den lange spekulierten Namen nennen, sondern auch zahlreiche Features vorstellen. Wir wissen nicht viel über die neue Iteration, somit gestaltet sich eine Vorschau als Ratespiel. Daher stellen wir Ihnen die Features vor, die wir uns vom neuen macOS wünschen.

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Wenn Apple morgen Abend macOS 10.13 angekündigt, dann steht eine Sache ziemlich sicher fest. Das Unternehmen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das im letzten Jahr angekündigte Apple File System – kurz APFS – einführen, nachdem es schon eine Weile unter iOS 10 aktiv ist. Die neue Struktur ist speziell für Flash- beziehungsweise SSD-Speicher optimiert und bringt ein Plus an Sicherheit. Zu den Hauptfeatures zählen hier nämlich eine starke Verschlüsselung, die Fähigkeit bessere Backups zu erstellen, Speicherteilung sowie eine bessere Speichernutzung, was in der Summe zu einem stabileren System führt. 

Welchen Namen wird Apple in diesem Jahr wählen? 

Das Raten beginnt oftmals schon bei dem Beinamen der Mac-Software. Denn während iOS, watchOS und tvOS keine Spitznamen erhalten, besitzen alle „OS X"- beziehungsweise „macOS 10.XX"-Versionen einen Tiernamen oder seit OS X 10.9 die Bezeichnung eines kalifornischen Ortes. Dazu zählen Berge, Parks und ähnliches. 

Vor einiger Zeit hatte Apple daher einige Namen schützen lassen: Redwood, Mammoth, California, Big Sur, Pacific, Diablo, Miramar, Rincon, Redtail, Condor, Grizzly, Farallon, Tiburon, Monterey, Skyline, Shasta, Mojave, Sequoia, Ventura und Sonoma. Laut einem Gerücht soll der neue Name auf keinen Park oder Berg hinweisen und mit dem Buchstaben „M" beginnen. Aktuell wird daher von der Stadt „Monterey" ausgegangen, wobei wir eher „Mojave" favorisieren.

Mehr Siri in macOS 10.13

Lange haben wir auf Siri am Mac warten müssen. Im letzten Jahr war es dann soweit und schnell stellte sich die Ernüchterung darüber ein. Zwar lassen sich jetzt Dateien, Inhalte, Bilder und anderes mit dem Sprachassistenten suchen, aber eine direkte Integration mit Spotlight wäre toll – ähnlich wie es schon unter iOS gemacht wird. 

Um die Nutzung weiter zu vereinfachen, sollte auch „Hey Siri" integriert werden. Während die Funktion aktuell nur mit komplizierten Workarounds zu bewerkstelligen ist, sollte es direkt im System vorhanden und mit nur wenigen Klicks aktivierbar sein. 

Keine HomeKit-Unterstützung am Mac
Keine HomeKit-Unterstützung am Mac (Bild: Screenshot)

HomeKit auf dem Mac

Daneben wünschen wir uns natürlich auch einen größeren Funktionsumfang. Allem voran sollte hier endlich HomeKit unterstützt werden. Siri kann momentan noch keinerlei HomeKit-Geräte steuern. Dabei wäre dies wohl ein Leichtes für Apple. Zusätzlich dazu könnte ein Home-App für den Mac die Einrichtung und Verwaltung von HomeKit-Geräten etwas vereinfachen. So könnte der Mac zukünftig neben dem Apple TV und iPad auch als HomeKit-Zentrale dienen.

Sorgenkind iTunes

Nach dem Versprechen iTunes sowie Apple Music benutzerfreundlicher zu gestalten, hatte Apple in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder entsprechende Aktualisierungen veröffentlicht, die einige Wogen geglättet haben. Dennoch ist iTunes ein großes Sammelsurium an unterschiedlichsten Features. Eventuell hilft hier eine Aufteilung in einzelne Apps, sodass Podcasts, iOS-Apps und Filme / Serien jeweils getrennt von der Musik verwaltet werden. Denkbar wäre auch, dass die iOS-Apps gemeinsam mit den Mac-Apps in einer allgemeinen „App Store"-App unterkommen könnten. Allerdings ist das nur unser Wunschdenken und Apple wird wohl weiterhin an iTunes als All-in-One-Manager festhalten und kontinuierlich Verbesserungen vornehmen. 

Ein echter Dark Mode und mehrere Docks

Bisher kann man in den Systemeinstellungen die Menüleiste sowie das Dock in einen dunklen Farbton tauchen. Auf Apps, den Finder oder andere Menü hat dies allerdings keinen Einfluss. Wie unter iOS wünschen wir uns auch hier einen echten Dark Mode, der sämtliche Bereiche in ein dunkles Design färbt. 

Das System sollte sich nicht nur mit einem „Night Shift"-ähnlichen Schalter in ein dunkles Design tauchen lassen, sondern Apple sollte auch die Bedienung für Nutzer mit mehreren Bildschirmen vereinfachen. Dazu zählen für uns auch multiple Docks, die auf jedem der Bildschirme zu finden sind. 

Nachrichten und FaceTime mit Verbesserungsbedarf

iOS 10 hatte im letzten Jahr zahlreiche neue Features wie Sticker, animierte Hintergründe sowie Apps eingeführt. Am Mac fehlt davon jedoch noch jede Spur und viele Effekte werden nur als Textbeschreibung angezeigt. In diesem Jahr sollte Apple daher macOS mit iOS auf eine Linie bringen und die Features nachreichen. 

Gleichzeitig besteht auch Nachholebedarf bei FaceTime. Nachdem man in macOS Sierra die Bild-in-Bild-Funktion eingeführt hatte, ist sie bisher nur für Videos nicht aber bei FaceTime-Anrufen verfügbar. Dies wäre eigentlich keine große Sache, aber dadurch lassen sich leider keine Videoanrufe zusammen mit Vollbild-Apps tätigen, da FaceTime dann immer auf einem anderen Schreibtisch verschwindet.

Auch wir können nur Vermutungen zu macOS 10.13 anstellen, ob sich diese Bewahrheiten erfahren Sie bei uns am 5. Juni ab 19 Uhr, wenn Apple-CEO Tim Cook und sein Team zur großen WWDC-Eröffnungskeynote die neuesten (Software-)Produkte des Unternehmen vorstellen. An Überraschungen dürfte es nicht mangeln.

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Neues Mail programm wäre toll. Wo die Anhänge nicht irgendwo zwischen den Zeilen landen. (Copy paste office - i don't care)

Nimm Thunderbird und schmeiß AppleMail in die Tonne.

Wenn das alles ist, gibt's keinen Grund von El Capitan zu wechseln. Armselig, Apple!

@nd70
wie kann man anhand eines x-beliebigen Artikels wie diesen hier, davon ausgehen das nichts nennenswertes neues kommt u. dann schreiben "Armselig, Apple".
Das Maclife-Team hat ja nichts mit der realen Produktentwicklung von Apple zu tun ;)

Weil es seit Jahren nur Entwicklungen gibt, die dafür sorgen, dass man sich bisher alle 5, jetzt spätestens alle 7 Jahre einen neuen Mac kaufen muss, um "dran" zu bleiben. Das Betriebssystem an sich hat sich seit der Umstellung auf Intel 64 Bit nicht so signifikant verändert, dass es irgendeine Rechtfertigung dafür gibt, Macs aufs Altenteil zu schieben. Was macht denn den Kern von Apple aus? Mhhh? Das es nicht jeder hat. Faktisch ist es ein Betriebssystem, dass sich recht gut selbst pflegt, im Gegensatz zu Windows keinen Stress macht und dass einem Zugang zu Profisoftware wie Logic und FinalCut ermöglicht. Den Rest kann die Dose bis auf das ewige Rumnerven mit Updates inzwischen auch ganz gut. Auf den Punkt: Es wird nicht neues geben, weil es nichts neues zu entwicklen gibt. Keine 128 Bit-Maschine mit 32 Kernen und einer KI, die einem die Steuererklärung abnimmt und den Kindern lesen und schreiben beibringt. Nur wieder Mac, MacBook, ipad und iPhone, vielleicht auch Apple TV sowie diese dämliche Uhr, um Nachbarn und Kollegen neidisch zu machen. "Armselig, Apple", und auch "Armselig, Macianer". Wir kriegen eben nur das, was Apple Geld bringt und wir verdienen.

was beschwerst du dich denn? Ich finde der Sprung sich nur alle 7 Jahre einen neuen Rechner anstatt alle 5 zu kaufen ist eine wahnsinnige Entwicklung

Mail fügt die Anhänge dort ein, wo der Cursor ist. Völlig logisch. Vielleicht erst mal nachdenken?

Blödsinn

Niemand hier kann das Rad neu erfinden. Soll der mac nun die Kaffeemaschine steuern?
Es gibt drölftausend Möglichkeiten die Nutzer zu befriedigen, jeden wird es nicht treffen.
Ich hoffe aber dennoch auf Health Integration auf dem mac.
Ich als gerade umgestieger finde dass Apple einen guten Job mach mit macOS. Was ich von microsoft nur bedingt sagen kann, auch wenn so mancher Ansatz gut gelungen ist.

Zum Namen des neuen Betriebssystems: Wenn man den Weg von der Küste (Mavericks) ins kalifornische Inland (Yosemite, Sierra, etc.) weiter verfolgt, sollte der neue Beiname von macOS konsequenterweise "Mammoth" oder irgendwann zwangsläufig "Death Valley" heißen.

Moin,

ich wäre würde ja Bonneville, nur dürfte es da mit dem Moppedhersteller Triumph sicher Probleme geben.

Wenn man mal davon ausgeht das Siri besser wird wäre auf meiner Wunschliste Siri die ähnlich wie Automator arbeiten kann bzw. die abgearbeiteten Befehlsketten als Programm jederzeit wieder aufrufen kann in dem mann dann nur den passenden Namen nennt.

Die Idee mit mehreren Docks für unterschiedliche Monitore ist schon nicht schlecht ich ergänze es um individuelle Docks und Schreibtische für die Spaces.

schöne Pfingsten

sedl

Schön wäre es wenn Mail die Vip auch findet wenn man sie in anderen Postfächer als dem Eingang hat.

Wenn ich mir anschaue, welche Energie Apple in den Aufbau des Apple-Parks investiert hat, dann kann ich mir gut vorstellen, dass Apple im Moment auch viel mit sich selbst zu tun hat. Wer schon mal umgezogen ist, weiß, dass das kein Alltag mehr ist. Nun, alleine dieser Umzug ins Spaceship wird meiner Einschätzung nach wohl auch eine größere interne Umstrukturierung nach sich ziehen. Solche Prozesse brauchen etwas Zeit. Diese sollte man Apple fairerweise auch zugestehen. Wenn der Apple-Park mal so richtig am Laufen ist und die richtigen Leute am richtigen Fleck sitzen, dann sollten so in 2-3 Jahren richtig tolle Innovationen anstehen. Bitte bedenkt das. "One more big things", auf die wir wohl alle warten kann es nicht jedes Jahr geben. Aber die werden schon noch kommen. Ich jedenfalls schraube meine Erwartungshaltung etwas zurück auf "gemäßigt" und freu mich auf was da noch kommen wird. So wird man jedenfalls seltener enttäuscht und kann sich auch mal an den kleinen Dingen erfreuen die Apple für uns entwickelt. Hinter Apple steht eines der mächtigsten Unternehmen der Welt. Apple weiß ganz genau wann es was es zu tun gibt. Da brauchen wir uns in unserer kleinen Apple-Welt keine Sorgen zu machen....

1. Wie wir schon wissen, soll das neue Dateisystem eingeführt werden und zwar so, dass die Umstellung für die User "schmerzfrei" erfolgt. Dies wird eine gewaltige Aufgabe werden! 2. iTunes ist meiner Meinung nach die letzten Jahre immer unübersichtlicher geworden. Die Überlegung iTunes in mehreren Apps aufzuteilen, kann ich nachvollziehen, wenn dadurch die eigentliche Aufgabe von iTunes, nämlich Musikdateien zu verwalten wieder die ursprüngliche Nutzbarkeit erhält.

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