Selbstvermessung: Die Geschichte des Trackings | Mac Life

Quelle: https://www.maclife.de/news/kurz-erklaert-geschichte-hinter-trend-zur-selbstvermessung-10074923.html

Autor: Jürgen Gorglich

Datum: 22.02.16 - 13:11 Uhr

Kurz erklärt: Die Geschichte hinter dem Trend zur Selbstvermessung

Wir tracken immer alle unsere Aktivitäten. Sei es, dass wir monatliche Ausgaben überwachen oder unser Gewicht, wir sehnen uns nach messbaren Bestätigungen, damit wir diese miteinander vergleichen können und Einsichten erhalten, die wir dazu nutzen können, um unser Verhalten zu steuern.

Diese Gewohnheit, Dinge zu bewerten, wurde durch jüngste Fortschritte elektronischer Sensoren verstärkt, die kleiner und besser darin geworden sind, biometrische Daten aufzuzeichnen. Einer der ersten Durchbrüche gelang in den 1990er-Jahren, als der Ingenieur-Professor der Universität von Alabama, Ken Fyfe, ein Jogging-Tachometer für den eigenen Gebrauch entwickelte. Fyfe entwickelte Beschleunigungsmesser, die in einer Plastik-Einlage in den Schuh passten und die von ihm zurückgelegte Distanz und seine durchschnittliche Geschwindigkeit kabellos zu einer Armbanduhr übertrug. Er hat das System perfektioniert, indem er Algorithmen anwandte, die zu noch besseren Daten führen sollten. Der Sensor wurde schnell ein Hit für Jogger. Fyfe baute ein Unternehmen namens Dynastream um sein Wearable auf, und verkaufte es in 2006 an Garmin für 36 Millionen US-Dollar.

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Im selben Jahr entwickelte Nike mit Apple einen eigenen Aktivitätstracker im Schuh für iPod-Nutzer, Nike+. Ein Jahr später begann die Smartphone-Revolution mit dem iPhone, und die Nutzer fingen an, starke Computer in der Tasche mit sich herumzutragen, die Daten aufzeichnen. Das iPhone 3G hat 2008 GPS hinzugefügt; durch die Sozialen Medien wurde es üblich, alles zu teilen.

Das iPhone hat 2008 GPS hinzu bekommen; dann wurde es durch die Sozialen Medien zur Norm, alles zu teilen.

Diese Fortschritte erhöhten gemeinsam mit der steigenden Integration mobiler Netzwerke und Cloud-basierter Dienste das Potential für das Tracking. Es führte zu Wearables, Aktivitäts-Apps und einer Explosion an teilbaren Inhalten.

Dadurch, dass das Smartphone immer zur Hand ist, sind moderne Desktop-Computer weniger ansprechend für Tracker. Die beliebtesten Tools gibt es als Browser-basierte Interfaces, die als Dashboards zur Bedienung der mobilen Tracking-Accessories dienen.

Das Ergebnis ist, dass nur eine Handvoll guter Mac Fitness-App die mobilen Fortschritte überlebt haben, weil das iPhone und die Apple Watch bereits dort sind, wo Tracking stattfindet.

Die 5 besten Mac-Apps

iMuscle 2

9,99 Euro 3D4Medical, [Link in den Mac App Store]

Diese App hilft dabei, Übungen gezielter auszuführen, indem es ein 3D-Modell des menschlichen Körpers nutzt, um einen speziellen Muskel für das Workout auszusuchen. Dadurch kann man eine Vielzahl an Übungen zum Workout hinzufügen oder eine der vorgeschlagenen nutzen.

Daily Workouts

4,99 Euro Daily Workout Apps, [Link in den Mac App Store]

Wenn du nach Muskelaufbau-Übungen suchst, die zwischen 10-30 Minuten dauern, bietet sich diese Mac-App an. Sie erstellt Übungen für den ganzen Körper, die Bauchmuskeln , der Rumpfmuskulatur und vieles mehr. Es gibt dabei über 100 Übungen.

My Medical

9,99 Euro Hyrax, [Link in den Mac App Store]

Wenn du gesundheitliche Probleme hast und medizinische Unterlagen aufbewahren musst, ist diese App was für dich. Die App lagert alle mdizinischen Daten, inklusive der Rezepte und Test-Ergebnissen. Du kannst auch Arzt- und Labortermine zum Kalender hinzufügen.

Pocket Yoga

4,99 Euro Rainfrog,[Link in den Mac App Store]

Diese App ist perfekt, wenn du Yoga-Kurse besuchst und die Übungen zuhause wiederholen möchtest. Du kannst zwischen 27 Übungen auswählen mit unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeitsgrad und den Anweisungen folgen. Es gibt detaillierte Beschreibungen der Übungen.

Perfect Diet Tracker

24,99 Euro Boni Lifestyle,[Link in den Mac App Store]

Gib dein aktuelles Gewicht und dein Wunschgewicht ein. Diese App wird die Dauer ausrechnen, die du brauchen wirst, um dieses Ziel zu erreichen, basierend auf der tägliche Kalorienzufuhr und deinem Ernährungsprofil. Mithilfe eines Tagebuchs kannst du deine Fortschritte verfolgen.

An Apple a day...

HealthKit ist Apples Software Framework, das es Apps und Hardware von Drittanbietern erlaubt, die biometrischen Daten in die iOS Health-App zu integrieren. (Google hat eine ähnliche Lösung für Android-Nutzer in Form von Google Fit, aber dessen Analysen gehen eher in Richtung Fitness und Training als allumfassender Gesundheit.)

Auch wenn man versucht ist, hinter allen aufgenommenen Daten ein finanzielles Motiv seitens Apple zu vermuten, gibt es gute Gründe dagegen. HealthKit holt sich auch Daten bezüglich Allergien, Blutzucker seit iOS 9 auch der Reproduktionsmedizin. Dank des Open-Source ResearchKit Frameworks arbeitet Apple jetzt mit Ärzten und Wissenschaftlern, um genauere Daten über die Health-App zu sammeln, um die Behandlungsmethoden für bestimmte Krankheiten zu verbessern.