Trumpisierung oder schlichtes Kalkül

iPhone künftig "Made in America"?

iPhones werden in China hergestellt, doch das muss nicht so bleiben: Apple soll einem Medienbericht nach Foxconn gebeten haben, die Produktion in den USA zu evaluieren. Das könnte für Apple finanzielle und politische Vorteile bieten.

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Die sich abzeichnende Abschottung der USA und mögliche Einschnitte beim Freihandel scheint Apple rotieren zu lassen. Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review hat Apple seine Haus- und Hoflieferanten gebeten, die Produktion des iPhones in den USA zu prüfen.

In Zukunft könnte es also iPhones mit der Bezeichnung "Made in America" geben. Aktuell werden sie in China zusammengebaut und in die USA importiert. Die Produktionskosten sind in den USA deutlich höher als in China. Das liegt vor allem an den höheren Löhnen.

Apple soll auch den Auftragsfertiger Pegatron nach einer US-Produktion gefragt haben. Das sei schon im Juni 2016 passiert. Während Foxconn die Option prüfen will, habe Pegatron abgewunken, heißt es in dem Bericht.

2016 hielt der künftige Präsident der USA, Donald Trump, eine Rede an einer Uni im US-Bundesstaat Virginia, in der er sagte: "Wir werden Apple dazu bringen, ihre verdammten Computer und Sachen in diesem Land statt im Ausland zu bauen". Er drohte damals mit einer Importsteuer von 45 Prozent auf Waren, die aus China importiert werden. 

Apple-Chef Tim Cook teilte in einem Interview mit 20Minutes mit, dass Apple in China nicht wegen niedrigerer Arbeitskosten fertigen lasse sondern wegen der besseren Fähigkeiten der Unternehmen vor Ort. Teile der Produktion des Mac Pro hat Apple bereits vor Jahren in die USA verlagert.

Bei diesen Überlegungen spielt auch eine Rolle, wo die Zulieferbetriebe sitzen. Aktuell werden Komponenten größtenteils aus dem asiatischen Raum bei der Produktion von iPhones benötigt, die sonst mühsam in die USA importiert werden müssten. Dazu gehören die SoC, die Displays und die Speicherbausteine. Das würde sich auch mit einer hohen Importsteuer nicht allzu schnell ändern. 

Und was würden die Kunden sagen, wenn iPhones deutlich teuerer würden? 

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Apple Produkte könnten problemlos in den USA oder sonst wo produziert werden. Dazu müssten die nicht mal teurer werden. Bei der obszönen Gewinnspanne müssten halt ein paar Abstriche gemacht werden.

Genau auf solch einen Kommentar habe ich gewartet. Apple hat eine Gewinn Spanne. Und daran messen die sich. Das ist legitim und gut so. Und es ist Sache von Unternehmen dieses festzulegen. Wenn es Euch nicht passt, kauft die Produkte nicht.

Außerdem glaube ich nicht, dass es mit ein bisschen Abstriche getan ist.

Da hätten wir höhere Lohnkosten, Amortisation neuer Anlagen. Trotzdem höhere Einfuhrsteuer auf 98 prozent aller Teile. Letztlich wird es dazu führen, dass wahrscheinlich ganze Einheiten vormontiert in die USA geliefert werden. Gleichzeitig weiß man nicht, wie sich andere Regionen in der Welt verhalten werden. Das wird ein Handelskrieg mit höheren Ausfuhr- und Einfuhrsteuern. Das gefährdet, die meisten Arbeitsplätze in allen Regionen. Auch bei uns. Im historischen Kontext hat das, was Trump vor hat, in den 30ern zur ersten Weltwirtschaftskrise geführt und was dann geschah, ist bekannt ...

Trump ist Unternehmer. Er wird Rücksicht auf andere Unternehmen nehmen müssen, sonst geht seine Firma den Bach runter. Früher oder später. Sein Ziel, Präsident zu werden hat er erreicht. Egal zu welchem Preis. Nun kommen schon erste Töne, die ganz anders klingen als noch zu Wahlzeiten.

Die Presse tut immer noch so, als wenn die Wahl nicht beendet ist. Immer mit dem Hammer oben drauf und fleißig den Mainstream gepflegt. Man kann ja so gut Panik machen, damit alle Leute verschreckt noch mehr negative Nachrichten aufsaugen. Denn die beste Nachricht ist eine schlechte Nachricht. Das wollen die Leute unbedingt erfahren. Schon aus Angst, es könnte sie betreffen.

Also wird die Keule von den teuren iPhones herausgeholt. Obwohl es dafür gar keine Beweise gibt. Höchstens Indizien EINER Zeitung, Die werden hier aber als gegeben hingestellt.

Trump kann nicht machen was er will. Wie bei uns ist er auf Stimmen mehrheitlich angewiesen. Im Kongress wie auch in der Bevölkerung und wo auch immer. Wiedergewählt werden möchte er wohl auch.

Trump ist Unternehmer! Richtig! Jetzt sollte er aber Präsident für alle Amerikaner sein. Übrigens hat Trump gerne seine Subunternehmer um ihr Geld betrogen. Also nichts ist es mit: der krümmt anderen Unternehmern kein Haar! Trumps Firmen gingen regelmäßig pleite er hat aber ordentlich profitiert. Er ist ein unberechenbarer Narzisst. Hoffen wir, dass er von seinen Beratern und anderen Entscheidungsträgern in die Schranken gewiesen wird.

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