Protektionismus

iPhone: US-Produktion von Pegatron nur, wenn Apple zahlt

Wenn Apple das iPhone in den USA bauen will, müssen die Auftragsfertiger mitspielen. Pegatron hat jetzt bekannt gegeben, dass eine Produktionsverlagerung nur möglich sei, wenn Apple die Kosten dafür übernimmt.

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Apple steht durch die neue US-Regierung unter erheblichem Druck, zumindest einen Teil ihrer Produktion in die USA zu verlagern. Die Zulieferer von Apple untersuchen bereits die Kosten und die sonstigen Bedingungen, unter denen das möglich ist. Nun hat sich der Chef von Pegatron, einer der Auftragsfertiger des iPhones, zum Thema US-Fertigung geäußert.

In einem Interview mit Focus Taiwan sagte Pegatron-Chef Liao Syh-jang, dass eine Produktion in den Vereinigten Staaten möglich wäre.

Liao erklärte, dass Pegatron bereit ist, in den USA zu produzieren, aber nur unter einer Bedingung: Apple müsste die zusätzlichen Kosten übernehmen. Sollte US-Präsident Trump seinen "Made-in-America"-Vorschlag umsetzen, würde Pegatron nur mitmachen, wenn Apple die Umzugskosten zahlt.

Foxconn und Pegatron müssen sich Apple nicht fügen

Schon im November 2016 wurde berichtet, dass Apple Foxconn und Pegatron gebeten hatte, die Möglichkeiten einer Herstellung in den USA zu untersuchen. Lange Zeit wurde geglaubt, dass Pegatron nicht nur wegen Kostenproblemen abgelehnt hatte. Doch nun scheint es, dass das Unternehmen etwas offener für die Idee geworden ist. Gezwungen werden kann keines der Unternehmen.

Apple und Foxconn wollen angeblich 7 Milliarden US-Dollar in eine hochautomatisierte Display-Fabrik stecken, die in den USA entstehen soll. Arbeitsplätze würden dadurch kaum entstehen - obwohl genau das eigentlich ein Ziel von US-Präsident Trump ist.

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