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iOS 8 und Extensions: Die vielleicht revolutionärste Neuerung bei Apple

Bisher führte Apples iOS Apps von Drittanbietern in sogenannten Sandboxes aus. Alle Funktionen der App waren nur auf die App beschränkt. Eine systemübergreifende App, wie zum Beispiel eine neue Tastatur für alle Apps zu installieren, war nicht möglich. Nun weicht Apple dieser von Steve Jobs eingeführten Sicherheits-Philosophie. iOS 8 erlaubt nun Extensions mit denen Apps bestimmte Funktionen in anderen Apps ausführen können.

Apple erlaubt bei seinem neuen Betriebssystem für mobile Geräte zum ersten Mal einen tieferen Eingriff von Apps in iOS: Apple führt mit iOS 8 sogenannte Extensions ein. App-Funktionen sind nun nicht mehr nur auf die entsprechende App begrenzt, sondern können auch in anderen Apps ausgeführt werden. Darunter fällt zum Beispiel auch die Möglichkeit, neue Tastaturen von Drittanbietern zu installieren und App-übergreifend, zum Beispiel in WhatsApp und der SMS-App, auszuführen.

Apple hat die Funktionen der Extensions jedoch eingeschränkt. Das Unternehmen gestattet Apps von Drittanbietern folgende Funktionen App-übergreifend auszuführen:

Custom Keyboards: Die Implementierung neuer Tastaturen von Drittanbietern, die nach der Aktivierung in allen Apps die Standard-Tastatur ersetzen. Dazu gehört die Installation von SwiftKey, die Tastatur in Evernote, WhatsApp und anderen Apps.

Document Provider: Der Zugriff, die Bearbeitung und Speicherung von Dokumenten aus einer App, zum Beispiel einem Cloud-Speicher wie Dropbox, durch eine andere App wie Apples Pages.

Photo Editing: Die Bearbeitung von Fotos und Videos, obwohl diese mit einer anderen App aufgenommen wurden. Dabei müssen die Dateien nicht mehr im Foto-Album zwischengespeichert werden.

Sharing: Das Teilen von Daten mit Sozialen Netzwerken oder Cloud-Speicher-Diensten. Diese Extension funktioniert ähnlich wie Document Sharing, kann jedoch nur Daten exportieren. Jede beliebige App könnte auf diese Weise einen Facebook-Button erhalten.

Actions: Die Möglichkeit Daten in einer App durch eine andere App zu verändern. Ein Beispiel hierfür wäre eine Übersetzungs-App, die einen englischen Text in Safari ins deutsche übersetzt oder 1Passwort, das Passwörter direkt aus Safari in die eigene Datenbank überträgt.

Today Widgets: Die Anzeige von Daten aus Apps von Drittanbietern im Scroll-Down-Panel auf dem Home-Screen. Auch eine direkte Bearbeitung dieser Daten, zum Beispiel die Beantwortung einer WhatsApp-Nachricht, sind hier möglich.

Kommentar

Einige der Funktionen gab es bei iOS schon vorher. Allerdings hat iOS Apps von Drittanbietern bisher in einer sogenannten Sandbox ausgeführt. Die Sharing-Funktion musste also in jede App extra einprogrammiert werden, um zu funktionieren. Das führte zu doppeltem Code und deshalb auch zu mehr Fehlern und Problemen.

Die Extensions haben aber auch Nachteile: So wäre es theoretisch möglich mit einer schädlichen App an private Daten aus anderen Apps zu kommen. Apple hat mit seiner Sandboxing-Routine bisher die Priorität auf Sicherheit gelegt. Nun scheint sich diese Philosophie zugunsten von Funktionalität zu verschieben.

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"Apple hat mit seiner Sandboxing-Routine bisher die Priorität auf Sicherheit gelegt. Nun scheint sich diese Philosophie zugunsten von Funktionalität zu verschieben."

Alles schön und Gut, nur leider wird aufgrund der zunehmenden Nachfrage und Nutzung von Apple Produkten wie dem iPhone der Markt für Schadsoftware immer interessanter.

Sprich die nicht vorhandenen Viren werden früher oder später durch diese Entwicklung auch auf den iPhones und iPads dieser Welt Einzug halten!

:-(

ich arbeite bei einem sehr großen mobilfunk-provider direkt in der hotline und sehe täglich die nackten zahlen hinsichtlich bestellungen in allen kanälen wie auch verfügbarkeit usw.

ich kann daher sagen das zum einen die verfügbarkeit etwa gerade bei iPhone 6 wie auch 6 Plus künstlich verknappt wird.

zum anderen herscht absolut nicht der große run auf das neue iPhone. also alles nur show! "die große nachfrage" kann ich so also nicht bestätigen, auch wenn wir letzte woche schon zumindest das normale iPhone6 / 64 GB in SpaceGray in den Händen halten durften. (zu Schulungszwecken)

ist schon ein tolles gerät!
aber der hype darum etwas übertrieben.

gerade bei der produktschulung direkt über apple per telefonkonferenz wurden fast nur neue features gefeiert die so schon seit 3 oder mehr jahren auf android geräten vorhanden sind.

also vom hocker gehauen hat mich da jetzt nichts wenn ich ehrlich bin!

Die "nackten" Zahlen gibt es dann nächste Woche, spätestens aber mit den Quartalszahlen von Apple. Da braucht es keinen Hotliner, der über vermeintliche künstliche Verknappung philosophiert.

Natürlich, kein Zweifel. Wenn du das sagst...

Jedes Jahr dasselbe. Irgendwelche bezahlten Trolle geben reihenweise ihren Senf unter Apple-Devices Berichten ab und verraten uns wie übertrieben doch mal wieder der Hype um die neuen Produkte ist und dass es gar keinen wirklichen Run auf sie gibt. Irgendwann stellt sich Tim Cook dann wieder vor die Kamera und straft alle Lügen in dem er uns berichtet dass sich das neue Produkt mal wieder besser und schneller verkauft hat als sein Vorgänger.

Und noch ein zusätzlich Wort an die Trolle: gerade WEIL es sich bei den neuen iPhones um größere Modelle handelt ist der Behauptung es gäbe keine große Nachfrage bedeutend unglaubwürdiger als je zuvor. Man muss kein Anal-yst sein um zu wissen dass ein größeres iPhone selbst mit der unveränderten Technik des Vorgänger reissenden Absatz gefunden hätte.

Genau das wird passieren! Die Apple-Diktatur hat fast nur Vorteile! Ich kann auch mit einem Apple-Produkt durch die Qualität (Hardware wie auch Software) allein ( die leider nach Steve Jobs abgenommen hat) verzichten. Ein Beispiel: Ich habe firmentechnisch ein Windows-Notebook! Das Gerät wurde praktisch für den Müll produziert! Da weiß man erst, was man an OS X hat, obwohl der Rechner 4 mal so alt ist!

Der Bereicht ist leider nicht besonders gut recherchiert und irreführend.

Apples Priorität hat sich keineswegs verschoben. Sicherheits UND Nutzbarkeit war von jeher die oberste Direktive. Aus diesem Grund hat es bisher auch keine solche Öffnung gegeben, weil das Team erst nach der sichersten Lösung gesucht hat.

Wie jedem der die Keynote einigermaßen aufmerksam verfolgt hat bekannt sein dürfte laufen die neuen Tastaturen und Widgets zwar in keiner Sandbox, was auch kontraproduktiv für den Einsatzzweck wäre, die Kommunikation zwischen den Apps findet aber weiterhin nicht auf direktem Wege statt. Es ist also lediglich eine neue Implementierung desselben Sicherheitsanspruches.

Ich denke die Öffnung für Extension war notwendig, auch wenn es ein Risiko gibt, da zum Beispiel bei Keyboards alle Eingaben an eine Drittfirma übertragen werden.
Und ja, Android hat es schon lange, das war sicher auch ein Grund für die Anpassung.
Man kann die Kundenwünsche nicht dauernd ignorieren. Im Moment mache ich mein Banking noch auf dem iPad, aber nicht auf Android. Hoffen wir das beste und hauen wir Apple medienwirksam in die Pfanne, wenn sie es unsicher machen.

Nur das das Risiko nicht besteht...

In welcher iOS Version wird es möglich sein auf eine Email zu antworten und ein PDF mit einer Preisliste anzuhängen? Aber toll, dass jetzt Schritte gezählt werden und neue Tastaturen einzug gehalten haben, damit die Teenies noch schneller Whatsapp schreiben können. Klasse Apple.