Top-Themen

Themen

Service

News

iOS 8: Apples Datenschutz-Bemühungen stoßen beim FBI auf Kritik

Apple hat bei seinem neuen Betriebssystem den Datenschutz und die Sicherheit seiner Kunden enorm verbessert. Das Unternehmen hat nicht nur die Verschlüsselung bei seinen einzelnen Diensten aufgerüstet, sondern speichert die Schlüssel der Kunden nun ausschließlich auf den Geräten der Nutzer. Strafverfolgungsbehörden können die Herausgabe der Daten oder der Schlüssel nun nicht mehr mithilfe einer richterlichen Anordnung erzwingen. Der FBI-Direktor ist dementsprechend unzufrieden.

Apple hat bei seinem neuen mobilen Betriebssystem iOS 8 den Datenschutz seiner Kunden weiter verbessert. Das Unternehmen hat iMessage und FaceTime mit einer sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestattet. Außerdem hat das Unternehmen die die Verschlüsselung der Verbindung der einzelnen Geräte der Anwender zur iCloud verbessert. Auch die in der iCloud gespeicherten Daten sind sicher verschlüsselt. Dabei hat Apple keinen Zugriff auf die Schlüssel. Dem Unternehmen zufolge liegen die die Schlüssel ausschließlich auf den Geräten der Nutzer.

Diese Bemühungen Apples die Privatsphäre seiner Kunden zu schützen, stoßen dem Direktor des FBI sauer auf. Er hält es für unverantwortlich, dass eine Firma mit dem Versprechen wirbt, dass die Daten der Nutzer nicht an die Strafverfolgungsbehörde herausgegeben werden können. US-Bürger könnten sich aufgrund dessen „außerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegen“.

Bisher lagen die Schlüssel der Nutzer auf den Servern von Apple. US-amerikanische Strafverfolgungsbehörden konnten das Unternehmen mit einem richterlichen Beschluss zwingen diese Schlüssel herauszugeben. Da Apple die Schlüssel nun auf den Geräten der Nutzer speichert, hat das Unternehmen keinen Zugang mehr zu den Schlüsseln und kann sie nicht mehr an die Behörden übergeben.

Der Direktor des FBI führt weiter an, dass es in besonders schweren Fällen, zum Beispiel bei einem Kidnapping oder einem terroristischen Anschlag, möglich sein muss, Nachrichten und persönliche Daten zu durchsuchen, sofern eine richterliche Anordnung vorliegt. Die Verfassung der USA gäbe den Bürgern zwar das Recht ihren Besitz – und damit auch ihre Daten – vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Sie schränkt dieses Recht aber auch ein, indem es den Richtervorbehalt erlaubt.

Mehr zu diesen Themen:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit!

Hier können Sie ihre Meinung zum Artikel "iOS 8: Apples Datenschutz-Bemühungen stoßen beim FBI auf Kritik" äußern. Melden Sie sich hierfür mit ihrem maclife.de-Account an oder füllen sie die untenstehenden Felder aus.

Das ist mal wieder typisch! Dieser Allmachtsanspruch des Staates! Insb. des amerikanischen, aber auch hier wird an ja mittlerweile komplettüberwacht... Furchtbar sowas. Was wollen wir? Einen Staat mit einer Unschuldsvermutung, in dem erst mal niemand überwacht wird, oder einen Staat, der als Grundsatz alle Bürger unter Generalverdacht stellt? Natürlich sind Verbrechen schlimm und will sie keiner. Aber nur weil heute Überwachung technisch möglich geworden ist, muss der Staat doch keinen Allmachtsanspruch darauf erheben! Zumindest mal kann er einen Unternehmen nicht vorschreiben, wie es seine Technik zu gestalten hat. Aber so sind sie nun mal, unsere Sicherheitsbehördenchefs. Am liebsten alle Bürger ins Glashaus sperren.

Der Mann ist unglaubwürdig. Behaupten nicht die Dokumente von Snowden, das die NSA & Co. in der Lage sind, Verschlüsslungen zu knacken? Oder sind die Dokumente die Herr Snowden da gefunden und veröffentlicht hat nur der perfide kranke Traum eines fanatisch glaubenden Geheimdienstmitarbeiters, der im Marihuana Rausch mal eben schnell seine perfiden Überwachungsphantasien mit Schweiß Powerpoint schnell zusammen geklickert hat. So sehen die Dokumente nämliche irgendwie aus.
Also ich persönlich halte diesen Vorstoß von Apple für sehr begrüßenswert. Selbst nach den Enthüllungen von Snowden & Co hat in den Köpfen der Leute kein Wandel statt gefunden. Im Gegenteil, die Leute reagieren mit Ignoranz und Resignation und Leben ihr "Internetleben" einfach mal so wie sie es gewohnt waren weiter und merken noch nicht einmal, das sie da eigentlich wirklich treiben. Auch wenn es keinen wirklichen Internet-Superhelden gibt der die Leute heroisch beschützt, hat dieser Vorstoß schon sehr viel von einem "Internet-SuperHero". Bravo Apple, weiter so … auch wenn das eine oder ander Update mal ein wenig schief geht … :-)

Natürlich hat Apple eine Backdoor eingebaut, die Apple-Werbung und die Aufregung beim FBI ist alles nur ein großer Zirkus ...

Dummes Geschwätz. Sicher kommt ein Forensiker an die Daten. Nur eben nicht mehr so einfach. ;)
Interessant ist, dass sich dieser Mann mit diesem "orwelschen" Denken outet. Die spinnen die Römer, äh Ammis.
Die Schlüssel gehören natürlich auf das Gerät und nur dort hin! Alles andere ist unglaubwürdig.

alles ist entschlüsselbar! es ist immer eine frage der Rechenleistung und der zeit! Man bastelt schon quantencomputer und wenn, was wir nicht wissen, der erste funktioniert ist das alles hinfällig. diese computer haben den code entschlüsselt fast bevor man return drückt....und die NSA wird sicher eines der ersten institute sein die einen haben...es läuft schon eine kleiner davon..

Wir sollten die Katze im Dorf lassen!

Quantencomputer sind noch eine rein theoretische Idee.

Es sei denn die USA waren schon längst auf dem Mars und haben dort einen gefunden! :D

Ich glaube, der Kernunterschied ist, dass das FBI nicht schnell mal alle Schlüssel aus dem Apple-Schlüsselkasten holen kann. Sondern Sie müssen sich jetzt gezielt auf die einzelne Geräte einhacken. Das könnte ein Mehraufwand sein, weil man bei einem Vorfall ggf. auf mehrere Smartphones zugreifen muss und das ein Mehraufwand bedeutet. Ich halte den Schritt, die Schlüssel an die Mieter abzugeben für sehr sinnvoll. Und das wird in Zukunft auch das Alleinstellungsmerkmal von Apple sein. Im Grunde setzen sie damit Google, Facebook etc. und ihr Geschäftsmodell unter Druck.

(Hierbei handelt es sich um eine persönliche Meinung und kein fundiertes technisches Wissen).