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Tesla-Ingenieur für autonomes Fahren geht zu Apple

Ein hochrangiger Ingenieur des US-Autoherstellers Tesla Motors ist zu Apple gewechselt und dort für "Special Projects" verantwortlich. Interessant ist die Personalie, weil Jamie Carlson zuvor für die Entwicklung des Autopiloten von Tesla verantwortlich war. Gemeint sind damit autonome Fahrfunktionen wie etwa ein Ausparkhilfe oder einen Spurhalte-Assistent. Was Carlson genau bei Apple machen wird, ist nicht bekannt.

Manchmal lohnt sich eine genaue Überwachung von LinkedIn-Profilen, um abschätzen zu können, was Unternehmen planen. Dabei gilt ganz besonders für Ingenieure. Der bisher beim Elektro-Autohersteller Tesla Motors beschäftigte Jamie Carlson hat zu Apple gewechselt. Bei Tesla war er für die Entwicklung autonomer Fahrfunktionen verantwortlich. Bei Apple ist er für "Special Projects" zuständig. Natürlich heißt das nicht zwangsläufig, dass Carlson bei Apple nun an einem autonomen Fahrzeug arbeitet.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hat Apple noch weitere sechs Personen von Tesla abgeworben, die sich beim Elektroautohersteller mit autonomen Fahrfunktionen beschäftigten. In den vergangenen Monaten hat Apple auch in anderen Teilen der Automobilindustrie und deren Zulieferbetrieben Personal abgeworben, darunter bei Volkswagen, BMW, Ford sowie Bosch und ZF.

Zu den prominenten Mitarbeitern gehört der ehemalige Forschungs- und Entwicklungschef von Mercedes-Benz Nordamerika. Johann Jungwirth war im September 2014 zu Apple gegangen.

Ob es jemals ein Apple-Auto geben wird, ist aber ungewiss. Eventuell baut Apple nur interne Prototypen, um neue Techniken zu erproben. Die jahrelangen Entwicklungszeiten und die zahlreichen Zulassungsverfahren dürften für ein vollkommen branchenfremdes Unternehmen eine große Herausforderung sein.

Tesla Motors hat gerade ein Softwareupdate für den Tesla S als Betaversion fertiggestellt, mit der das Auto selbststeuernd auf der Autobahn fahren kann. Tesla-Chef Elon Musk nennt diese Funktion Autopilot. Sie soll es ihm zufolge erlauben, "praktisch zwischen San Francisco und Seattle zu fahren, ohne dass der Fahrer etwas machen muss". Zeitung lesen kann der Fahrer jedoch nicht, das Auto assistiert ihn lediglich. Der Fahrer muss stets aufmerksam sein und notfalls eingreifen. Mit einer Kamera werden Verkehrszeichen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen erkannt und das Tempo angepasst. Diese Funktion ist auch aus anderen Fahrzeugen bekannt. Auch ein Spurhalteassistent gehört dazu. Der Tesla Model S ist mit zwölf Sensoren ausgerüstet, die auf Ultraschall und Radar basieren.

Nur auf Privatgelände erlaubt sind die Funktionen, mit denen das Auto selbstständig zu seinem Besitzer fährt, wenn dieser es herbeiruft. Auf diese Weise kann das Auto auch allein in die Garage fahren und parken.

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