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So grün sieht sich Apple

Apple war in der Vergangenheit wegen den schlechten Bedingungen bei seinen Zulieferern und Auftragsherstellern stark kritisiert worden. Apple hat sich das zu Herzen genommen und unterzieht seine Partner-Unternehmen nun immer häufiger strengen Audits, die sicherstellen sollen, dass Arbeiter fair behandelt werden und zudem eine Chance auf Weiterbildung haben. Außerdem hat Apple damit begonnen sich verstärkt um den Umweltschutz bei seinen Auftragsherstellern und Zulieferern zu kümmen.

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Gestern Abend hat Apple einen jährlichen Supplier Responsibility Progress Report veröffentlicht. Im Bericht stellt Apple seine Bemühungen und Erfolge beim Verbessern der Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern und Auftragsherstellern im vergangenen Jahr vor.

2015 hat sich Apple dem Bericht zufolge darauf konzentriert Arbeitszeiten der einzelnen Arbeiter bei den anhängigen Unternehmen zu reduzieren, die Beschäftigung minderjähriger Arbeiter auszumerzen und die Ausbeutung von Arbeitern über ein Schuldnersystem, das an Sklaverei grenzt, zu verhindern.

Insgesamt hat Apple 640 Audits bei Unternehmen in 25 Ländern mit insgesamt 1,6 Millionen Beschäftigten durchgeführt – so viele wie noch nie. Dabei wurden Arbeiter über ihre Rechte aufgeklärt und mehr als eine halbe Million Arbeiter bei Apples Zulieferern und Auftragsherstellern in Apples Bildungsprogramm Supplier Employee Education and Development (SEED) aufgenommen. Mehr als 1.000 SEED-Studenten haben das Programm im letzten Jahr mit einem Bachelor oder einem vergleichbaren Abschluss erfolgreich absolviert.

Apples Maßnahmen haben nicht nur bei den Unternehmen Konsequenzen, die tatsächlich von Apple einem Audit unterzogen werden. So gab es in 2015 nur noch ein Unternehmen, dass minderjährige Arbeiter beschäftigte, obwohl 20 Prozent der besuchten Unternehmen zum ersten Mal kontrolliert wurden. Im vorhergehenden Jahr wurden noch sechs Unternehmen mit minderjährigen Beschäftigten entdeckt. Mittlerweile scheint also fast allen Unternehmen bewusst zu sein, dass sie sich an Apples Compliance-Regeln halten müssen, wenn sie weiter mit Apple zusammenarbeiten wollen. Dem Bericht zufolge erfüllen nun 84 Prozent aller Zulieferer und Auftragshersteller Apples Compliance-Regelungen beinahe vollständig – in der Kategorie Arbeitszeit sind es sogar 97 Prozent. Bei der Entlohnung gibt es aber noch Nachholbedarf, da hier nur zwei Drittel der besuchten Unternehmen Apples Standards erfüllen.

Das Unternehmen hat sich aber nicht nur mit Arbeitnehmer- und Menschenrechten beschäftigt. So hat Apple die Zusammenarbeit mit 35 Unternehmen eingestellt, die ihre Materialien nicht aus konfliktfreien Quellen beziehen wollten. Außerdem hat Apple den CO2-Ausstoß bei seinen Zulieferern um rund 14.000 Tonnen reduzieren können. Knapp 74.000 Tonnen Müll konnten in Recycling-Systeme abgeführt werden und sind nicht mehr auf Müllhalden abgeladen worden. Und Apples Auftragshersteller verwenden keine von Apple verbotenen Chemikalien mehr. Durch letztere Maßnahme konnten mehr als 14 Milliarden Liter Frischwasser bewahrt werden.

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