Geheime neue Facebook-App enthüllt: Das steckt dahinter

Einer US-amerikanischen Quelle zufolge will Facebook in naher Zukunft eine neue eigenständige App auf den Markt bringen. Bei der neuen App soll jedoch nicht die sozialen Interaktionen zwischen Nutzern im Zentrum stehen. Stattdessen soll es sich dabei um eine Mischung aus Twitter und einem Feed-Reader für Breaking News handeln. Wann die App fertig sein wird oder wie sie genau heißen wird ist noch unbekannt.

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Facebook plant offenbar eine neue App. Ein Bericht der US-amerikanischen Webseite Business Insider behauptet, dass das größte Soziale Netzwerk der Welt derzeit eine eigenständige App entwickelt, die Eilmeldungen, auch Breaking News genannt, auf die Smartphones bringen soll. Noch gibt es keinen Namen für die App. Facebook soll aber bereits mit mehreren Unternehmen an der Entwicklung der App arbeiten. Auch eine Alpha-Version soll es bereits geben.

Business Insider konnte auch in Erfahrung bringen, wie die App funktionieren soll: Nach dem Download und der Installation auf dem Smartphone, sollen Anwender aus einer Liste an Partner-Medien bestimmte Medien aussuchen können, von denen sie dann anschließend Eilmeldungen erhalten werden. Außerdem sollen Nutzer auch bestimmte Themengebiete angeben können, über die sie von der App auf dem Laufenden gehalten werden möchten.

Veröffentlicht eines der Partner-Medien eine Eilmeldung, soll diese sofort an die Smartphones mit der installierten App verteilt werden und auch als Benachrichtigung im Benachrichtigungszentrum des Betriebssystems angezeigt werden. Vermutlich werden Nutzer auch Benachrichtigungs-Töne und einen Vibrationsalarm einstellen können.

Eine Eilmeldung soll bis zu 100 Zeichen enthalten können. Außerdem wird in jeder Eilmeldung auch der Internet-Link auf die Webseite mit dem originalen Artikel enthalten sein. Ein Klick auf den Link in der Eilmeldung reicht aus, um den Anwender zur Artikel zu bringen.

Business Insider konnte auch einen Screenshot der Alpha-Version der App ergattern. Die Webseite vergleicht Facebooks Breaking News-App mit Twitter. Auch dort können Nutzer bestimmte Nachrichten-Seiten abonnieren oder Themen via Hastags auswählen. Anschließend erhalten Twitter-Nutzer auf Wunsch Benachrichtigungen über neue Tweets auf ihrem Smartphone. Ein Klick auf einen Link in einem Tweet reicht aus und der Anwender wird zur Webseite des Artikel navigiert.

Anders als Twitter will sich die neue Facebook-App allerdings ausschließlich auf Nachrichten-Seiten konzentrieren. Konten für „normale“ Nutzer soll es nicht geben. Außerdem können Twitter-Nutzer jede beliebige Nachrichten-Quelle abonnieren, sofern diese einen Twitter-Account eingerichtet hat. Bei Facebooks neuer App sollen jedoch offenbar nur ausgewählte Partner-Medien zur Auswahl zur Verfügung stehen.

Facebook hat bereits in die App seines Sozialen Netzwerks einen Newsfeed eingebaut, über den Nutzer neue Nachrichten erhalten können. Eilmeldungen gehen in der regulären Facebook-App jedoch unter, da viel zu viele Nachrichten eingehen. Außerdem können Benachrichtigungen der Facebook-App schnell nervig sein, da sie schnell überhand nehmen können.

Eine Alternative zu Facebooks neuer App sind sogenannte Feed-Reader. Auch hier können Nutzer verschiedene Quellen oder Themen-Gebiete einbinden und auswählen, über die sie informiert werden möchten. Allerdings besitzen die meisten Feed-Reader kein Benachrichtigungs-System für Eilmeldungen. Ansonsten bleibt Nutzern nur die Möglichkeit, die App einer bestimmte Webseite, beispielsweise von Spiegel Online, herunterzuladen, über die sie dann Benachrichtigungen zu Eilmeldungen und anderen wichtigen Nachrichten erhalten. Die Benachrichtigungen bleiben in diesem Fall jedoch auf diese eine Quelle beschränkt.

Facebooks neue Breaking News-App könnte also tatsächlich eine Marktlücke abdecken. Allerdings haben auch andere Unternehmen, beispielsweise der Smartphone-Hersteller HTC mit seinem Blinkfeed versucht, mehr oder weniger erfolglos eine ähnliche App aufzubauen. Dass Facebook aber auch ohne Marktlücken erfolgreich sein kann, hat das Unternehmen bereits mit der App Facebook Messenger bewiesen: In diesem Feld gab es bereits mehrere sehr erfolgreiche Dienste wie WhatsApp. Trotzdem konnte der Messenger innerhalb weniger Monate mehre 100 Millionen Nutzer gewinnen.

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