FBI verlangt von Apple das Ende seiner Datenverschlüsselung: Apple macht allerdings jetzt erst so richtig dicht

Seit zahlreichen Monaten kursieren immer wieder Meldungen in den Medien, die NSA und Co. dabei entlarven, wie sie Nutzer und deren Daten ausspionieren. Ein regelrecher Skandal. Viele Betroffene schieben hierbei den großen Konzernen die Schuld in die Schuhe - und das aus guten Gründen. Doch: Jetzt schlägt sich gerade Apple auf die Seite der Nutzer, indem es massive Sicherheitsmaßnahmen einführt, was dem FBI missfällt.

Von   Uhr

Nachdem Apple und Google immer mehr an der Datensicherheits-Schraube drehen, hat sich das FBI, genau genommen der Direktor James Comey, in einem CBS Interview darüber beklagt:

"Die Tatsache, dass es Technologie gibt, die es manchen ermöglicht, sich über das Gesetz zu stellen, besorgt micht sehr. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso wir manche Menschen über das Gesetz stellen sollten ... wenn wir dort angekommen sind, sind wir zu weit gegangen." -- James Comey

Auch wenn es manchen vielleicht schwer fallen wird, es zu glauben, beteuert Tim Cook immer wieder und zuletzt vor rund einem Monat, dass Apple dem FBI niemals erlaubt hat, auf seine Server zu zugreifen. Und das wird auch so bleiben. Dass Apple hier Nägel mit Köpfen macht, um nicht zuletzt seinen Fans, Kunden und den Nutzern seiner (Online-)Dienste entgegen zu kommen, wird durch die drastischeren Sicherheitsmaßnahmen deutlich. Erst jetzt kam heraus, dass Apple seine Sicherheitseinstellungen in iCloud um App-spezifische Passwörter erweitert. Aber auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung hat Apple massiv ausgebaut. So verlangt Apple von seinen iCloud-Nutzern nun verschiedene Passwörter für die iCloud und für die Apps Dritter, die ebenfalls Apples iCloud für die Synchronisation von Daten nutzen wollen.

Spätestens nach dem Promi-Nackbilderskandal hat Tim Cook reagiert und sukzessive die einzelnen Sicherheitsmaßnahmen verabschiedet. Außerdem will das Unternehmen ein Warnsystem einführen, das die Nutzer benachrichtigt, wenn ungewöhnliche Aktionen bei der iCloud eines Anwenders stattfinden. Googles Gmail und Facebook besitzen bereits ein ähnliches Warnsystem. Dabei werden die Account-Besitzer darauf hingewiesen, dass ein Login von einer ungewöhnlichen IP, zum Beispiel aus Australien, oder ein mehrmaliger Login-Versuch mit einem falschen Passwort stattgefunden hat.

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Die Überschrift ist mal wieder sehr sehr SCHLECHT gewählt. Hört auf mit diesem Gassen-Journalismus.

Der FBI-Typ hat mit keiner Silbe Apple erwähnt. Alles andere ist Kaffee-Satz-Leserei. Pfui.

signed.

Genau! Wäck, Päh!

Aber wir wissen doch alle, dass auch Apple durch den Patriot Act gezwungen ist, Daten heraus zu geben. Da können Sie Sicherheit soviel sie wollen einbauen, das nützt dabei nichts.

Das ist ja unproblematisch. Sollte Apple rechtlich verpflichtet sein, die Daten zu liefern, tun sie das. Nur: Die Daten sind verschlüsselt, den Schlüssel hat der User.
Was dann mit dem geschieht, um an seine Daten zu kommen, mag der Fantasie des Einzelnen überlassen sein.

Den Schlüssel hat der User, und Äppel hat eine Hintertür eingebaut! Wie blöd muss man sein, um alles von Äppel, M$, Google & amazon zu glauben! Aber lasst euch nur weiter veräppeln...

Wie blöd muss man sein, um alles in Verschwörungstheorien zu versenken?

Warum jammern wohl die Geheimdienste, weil sie Hintertüren benutzen können?

Sie jammern schon mal im Voraus, damit man sie bedauern kann, da sie doch so viel Gutes für uns alle beeilt haben.

Ablenkung

das ist doch nur ein marketinggag der amerikanischen regierung für amerikanische produkte. es glaubt doch kein mensch, daß der us-geheimdienst nixht genau so weiterschnüffelt wie bisher.

"Sich über das Gesetz stellen"! Wer jetzt, Firmen, die Daten verschlüsseln oder staatliche Organisationen, die an Daten ran wollen.?

Sehr gut MacPaul - genau so ist es: staatliche Institutionen stellen sich nämlich über das Gesetz - nicht die, die sie daran hindern wollen !

Wahrscheinlich meint der FBI-Mann seinen Präsidenten mit dessen Morddrohnen.

Wer glaubt wird seelig.
Ich bin Atheist.
Alles reine Show

Mit der gleichen Argumentation kann man auch Papier und Spaten verbieten. Wenn ein Krimineller seine Pläne auf einem Stück Papier notiert und dieses im Wald vergräbt, kommen Ermittlungsbehörden auch nicht ohne Mithilfe des Verdächtigen an diese Informationen. Und nun...?

Genau so......ich finde die Aussage dieses FBI Mannes sehr bedenklich, sie zeigt deutlich das hier etwas schief läuft......

Foltern! Was sonst? USA, "land of the free"…die nehmen sich die Freiheit!

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