Datenleck

Facebook: Mehrere hundert Millionen Telefonnummern von Nutzern frei zugänglich

Die schlechten Nachrichten nehmen für Facebook anscheinend kein Ende. Nach Cambrigde Analytica und weiteren Datenpannen ist der nächste große Skandal vorprogrammiert. Wie die Website TechCrunch berichtet, sollen auf einem Server des Unternehmens mehrere hundert Millionen Telefonnummern von Nutzern frei zugänglich gewesen sein. Ohne Passwort oder ähnliches war dieser ungeschützt und für jedermann einsehbar.

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Im Frühjahr versprach Facebook deutlich mehr Transparenz und eine erhöhte Datensicherheit. Sogar zusätzliche Maßnahmen, um Ihre Privatsphäre und Daten zu schützen, wollte der Social-Media-Riese einführen. Bislang machte man dabei kleine Fortschritte, die allerdings durch Altlasten immer wieder ins Wanken kommen. 

Aktuell trifft es mehr als 419 Millionen hart, die in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt Nachrichten und Anrufen von dubiosen Personen erhalten könnten. Ein Facebook-Server ohne Passwortschutz war nämlich einige Zeit frei zugänglich. Auf diesem speicherte das Unternehmen Telefonnummern von rund 119 Millionen Facebook-Nutzern aus den USA, 18 Millionen aus Großbritannien und mehr als 50 Millionen aus Vietnam sowie dem Rest der Welt.  

Beim Leak der Telefonnummern endete es jedoch nicht. Die Daten enthielten zudem die Zuordnung zur jeweiligen Facebook-ID der Nutzer. Darüber können Angreifer leicht die Telefonnummer den Nutzernamen zuordnen. Trotz der schlechten Nachrichten für viele Nutzer können einige auch aufatmen. Laut Facebook handelte es sich dabei um eine alte Datenbank, die seit mehr als einem Jahr nicht mehr aktuell ist, da das Unternehmen den Zugriff auf die Telefonnummern einschränkte. Mittlerweile nahm Facebook die Daten vom Netz und „sieht keine Hinweise darauf, dass Facebook-Account kompromittiert wurden“. 

Dem gegenüber stehen allerdings Aussagen von TechCrunch. Der Website zufolge war man in der Lage einige Nummern mit Facebook-IDs zu verbinden. Darüber ließen sich teilweise Namen, Geschlecht und Heimatland herausfinden.

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419 Millionen frei zugängliche Telefonnummern. Na und? Facebook hat doch mehr Transparenz versprochen... Wenn das mal nicht transparent ist!

Genauso transparent wie bei Apple! Ach ja da gibt's ja keine Sicherheits-Lecks! Apple ist ja auch keine Firma, sondern eine Religonsgemeinschaft mit SIRI als heiligen Geist... :)

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