Beschwerde eingereicht

EU soll es richten: Rocket Internet, Spotify und andere beschweren sich wegen Apple und Google

Eine ganze Reihe von europäischen Internet-Unternehmen (Rocket Internet, Spotify und andere), deren Angebote unter anderem auf einem Abo-Modell basieren, haben jetzt in einem Brief an die Europäische Union Kritik an der Dominanz Apples und Googles geäußert. Die Unternehmen würden ihre Marktmacht missbrauchen, heißt es in dem Schreiben, das der Financial Times vorliegt.

Von   Uhr

Die Financial Times berichtet, dass unter anderem die Geschäftsführer der Internet-Unternehmen Spotify, Rocket Internet und Deezer zu den Unterzeichnern einer Beschwerde bei der EU-Kartellaufsicht sind. Darin heißt es, dass Google und Apple ihre privilegierte Marktstellung missbrauchen.

Gatekeeper-Vorwurf gegen Apple und Google

Namentlich werden weder Apple noch Google in der Beschwerde genannt. Es heißt darin lediglich ganz allgemein, dass manche „mobilen“ Betriebssysteme, App Stores und Suchmaschinen ihre Marktanteile missbrauchten. Dies geschieht in der Form, dass diese als sogenannte „Gatekeeper“ auftreten und damit die Wahl des Kunden einseitig beeinflussen. Dies geschehe zum Nachteil von konkurrierenden Angeboten, die in den Ökosystemen gegen Angebote der „Gatekeeper“ antreten.

Den Internetfirmen fehlen Analyse-Daten (dummerweise hat Apple an diesem Punkt just nachgebessert). Sie möchten gerne mehr über die Kunden wissen, die ein Abo über die „fremde“ Plattform abschließen.

Ein weiterer Kritikpunkt, der geäußert wurde, ist die Eigenwerbung, die die Unternehmen machten. Apple beispielsweise nutzt Banner im App Store, um auf Apple Music hinzuweisen, Amazon bewirbt die exklusiven Inhalte von Prime Video ebenfalls sehr prominent und auch Google weiß seine eigenen Inhalte hervorzuheben.

EU will Änderungen, europäische Unternehmen wollen Regeln

Der Zeitpunkt für die Beschwerde scheint günstig. Denn die EU-Kommission hatte angekündigt, ihre digitale Agenda überdenken zu wollen. „Unfaire“ Verträge von Internet-Riesen stehen beispielsweise auf dem Prüfstein. Es wird überlegt, eine separate Schiedsstelle einzurichten, die kleinen Internetfirmen bei der Auseinandersetzungen mit Netzriesen helfen könnte.

In dem Beschwerdebrief wird konkret die Forderung nach Regeln laut, die die Geschäftsbeziehungen zwischen Internet-Plattformen und deren Geschäftskunden beträfen; Am Ende soll es die EU richten?

Anzeige

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "EU soll es richten: Rocket Internet, Spotify und andere beschweren sich wegen Apple und Google" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Ich hasse nichts mehr als die EU!
Überall mischt sich das Pack ein und will über irgendwas bestimmen!

Hier sollen gute, große Unternehmen für ihren Erfolg bestraft werden!

Diese Unternehmen sind Risiken eingegangen und haben am Ende dadurch eine super Stellung am Markt.

Sollen die in der Formel 1 auch alle nebeneinander starten lassen - alles andere wäre ja unfair!

Und mal ganz abgesehen davon, zwingt Spotify ja keiner das Angebot für Apple User zur Verfügung zu stellen!

Und wenn sie das wollen, dann gefälligst zu den vorgegebenen Regeln!

Wer den Store aufbaut, der hat die Macht! Damit ist Apple (auch Google) ein Risiko eingegangen - hätte auch ein teurer Rohrkrepierer werden können!

Jetzt den Store als Geldquelle nutzen wollen, aber sich über die gängigen Regeln beschweren!

Und ich finde die EU gut, auch wenn es hier nicht das Thema war. Ohne Kräfte zu bündeln werden wir als einzelnes kleines Land in der Welt immer mehr an den Rand gedrängt, sprich unser Lebensstandard wird sinken. Man sieht ja bei unserem Bildungssystem, was daraus wird. Wenn jeder für sich streitet freuen sich nur die Großen. Und die gibt es!

Rocket Internet beschwert sich ? Das muss doch ein Schlechter Scherz sein. Die Samwer Brüder schaden dem deutschen Ruf weltweit und sind bekannt für ihr kopieren von Start-Ups.

Wahrscheinlich wird jetzt Aldi u. Lidl auch vorgeschrieben welche Marken Sie zu welchen Konditionen in ihrem Sortiment zu führen haben und welche Kunden zu welchen Zwecken und wann gekauft haben.
Ich bin uneingeschränkt für die EU, aber Firmen wie Rocket Internet, die ihr Geschäftsmodell nur auf Kopieren aufgebaut haben sollten die Füsse ganz still halten.

Lieber Dirk,
warum sind Sie eigentlich noch nicht ausgewandert, wenn Sie die EU so sehr hassen?
Leute, die nur rumpöbeln ohne etwas zur Verbesserung der Lage beizutragen, aber die Errungenschaften einer Gemeinschaft doch für sich in Anspruch nehmen, nennt man Schmarotzer.

Hm... ich gebe zu bedenken, nur weil „Dirk“ kein Zeugnis über all seine Errungenschaften gegen die EU abgelegt hat, heißt das ja nicht, dass er sich nicht kritisch damit auseinander gesetzt hat.

Sehr geil! Danke

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.