Weniger Abhängigkeit von Samsung

Apple-Zulieferer Foxconn produziert Flash-Speicher bald selbst

Foxconn baut durch den Erwerb von Sharp nicht nur Displays sondern will auch die Flash-Speicher-Sparte von Toshiba kaufen, um eigenen Flash-Speicher herzustellen. Das soll die Abhängigkeit von anderen Herstellern reduzieren.

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Wenn Foxconn sich die Flash-Chip-Sparte von Toshiba einverleibt, wie Bloomberg berichtet, könnte das Unternehmen eigene Speicherbausteine für seine Kunden entwerfen und produzieren. Für Apple wäre das gut, wenn bisher nutzt der iPhone-Hersteller die Speicherchips von Erzrivalen Samsung.

Foxconn-Gründer Terry Gou meint, dass Foxconn schon fast zwangsweise Know-how im Bereich Flash-Speicher aufbauen muss, weil der Speicherhunger moderner mobiler Geräte immer mehr steigt. Vor allem der Einsatz von 4K-Videos aber auch von Apps, die immer leistungsfähiger werden, wird der Speicherbedarf steigen. Und 8K-Video steht schon in den Startlöchern. Auch für andere Geräte wie Notebooks und Desktops werden mittlerweile SSDs als Standard verbaut.

Toshibas Flashspeicher-Sparte könnte sich als Schnäppchen erweisen, da das japanische Unternehmen dringend Geld benötigt. Die Bilanzen fielen sehr schlecht aus, so dass sogar der Verwaltungsratsvorsitzende zurücktrat.

Mehrere Käufer in den Startlöchern

Wer letztlich die Flash-Speichersparte übernimmt, ist keineswegs sicher. Auch Western Digital und TSMC sollen sich dafür interessieren. Bis Ende März 2017 soll der Verkauf in trockenen Tüchern sein, heißt es bei Bloomberg. Den Wert beziffert Toshiba auf umgerechnet rund 12,38 Milliarden US-Dollar.

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