Streaming-Dienste

Apple will Netflix Konkurrenz machen

Apples Chef Tim Cook hatte im Rahmen des Quartalsberichts seines Unternehmens am gestrigen Dienstag angedeutet, dass Apple in Zukunft eigene Inhalte im großen Stil produzieren und vertreiben möchte. Vorbild für diese Strategie ist offenbar das sehr erfolgreiche Geschäftsmodell von Netflix. In naher Zukunft dürfen wir uns somit wohl auf Serien und Filme freuen, die von Apple produziert und über einen eigenen Streaming-Dienst vertrieben werden.

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Apple verdient sein Geld in erster Linie auf zwei Wegen: Zum einen mit dem Verkauf mit Hardware und zum anderen über Entwickler, die einen Prozentsatz ihrer Einnahmen aus den Stores Apples an das Unternehmen aus Cupertino abtreten müssen. Früher verdiente Apple auch viel Geld mit dem Verkauf von Software. Zum Teil gilt dies auch heute noch, denkt man beispielsweise an Final Cut Pro. Ein großer Posten ist dies für Apple jedoch nicht mehr. Ganz im Gegenteil. Die Entscheidung des Unternehmens seine Betriebssysteme und andere Software kostenlos zu machen, hat dazu geführt, dass viele andere Hersteller, beispielsweise Microsoft, nachziehen mussten. Die großen Ausnahmen sind neben Final Cut Pro eigentlich nur marktbeherrschende Programme wie Microsoft Office.

Eine reine Streaming-Plattform ist Apple langfristig zu wenig

Apple hat jedoch vor etwas mehr als einem Jahr ein weiteres Standbein aufgemacht: Abonnements für Streaming-Dienste. Apple stellt hierbei aber nur die Verteilerplattform. Beinahe alle Inhalte von Apple Music findet man auch bei anderen Streaming-Diensten. Dies soll sich aber in naher Zukunft ändern und das Vorbild scheint Netflix zu sein. Auch Netflix begann als Verteilerplattform für die Inhalte anderer. Allerdings konnte sich Netflix vom Markt absetzen, indem es begann eigene Inhalte zu produzieren. Und mit dieser Exklusivität hervorragender eigener Inhalte, kombiniert mit einer gut funktionierenden Plattform für zusätzliche Inhalte anderer Anbieter, lässt sich viel Geld verdienen. Außerdem können Kunden auf diese Weise langfristig an die eigenen kostenpflichtigen Dienste gebunden werden.

Dass Tim Cook nun angedeutet hat, dass auch Apple den Weg von Netflix gehen möchte, macht sehr viel Sinn. Denn Apple vertreibt mit seinen Mac-Computern, seinen Tablets, seinen Smartphones und seinen Set-Top-Boxen bereits die ideale Infrastruktur für Streaming-Dienste aller Art. In Zukunft eigene Inhalte im großen Stil anzubieten, dürfte für Apple ein äußerst vielversprechendes Geschäftsmodell werden.

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Da bin ich mal gespannt, dürfte aber meiner Meinung nach ziemlich teuer werden, wie so einige Streaming Dienste von Appel, wenn man die jetzt in vergleich zu anderen Anbieter stellt.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Denke nicht das es so teuer wird. Die Preise werden Marktgerecht, wie bei Apple Music auch, die wissen, das es sonst keiner nimmt. Ich bin mal gespannt, was es inhaltlich zu bieten geben wird und ob es eine Verschmelzung mit Apple Music geben wird zu einem Preis wie bei Amazon Prime.

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