Wie viel Steve Jobs steckt in der Apple Watch?

Quelle: https://www.maclife.de/news/apple-watch-steve-jobs-mist-gewachsen-10077842.html

Autor: Alexander Trust

Datum: 10.05.16 - 08:10 Uhr

Apple Watch auf Steve Jobs’ Mist gewachsen?

Ist die Apple Watch im übertragenen Sinn auf Steve Jobs’ Mist gewachsen? Bislang hatte man vermutet, dass die Apple Watch das erste Produkt aus der Feder von Tim Cook gewesen sei, die nach dem tragischen Tod des Apple-Gründers Jobs entstand. Neue Informationen deuten darauf hin, dass der Visionär mehr mit dem Produkt zu tun hatte als bislang bekannt.

Selbst wenn einige Analysten Tim Cook an der Spitze von Apple eher heute als morgen durch einen neuen Visionär ersetzt wissen mögen, ist doch auch bekannt, dass Cook einer der engsten Vertrauten Jobs’ war. Der heutige Apple-Chef hätte Steve Jobs einen Teil seiner Leber zur Transplantation überlassen; der Apple-Gründer wählte Cook als neuen Apple-Chef vor seinem Tod aus, weil er wusste, dass beide ein gemeinsames Interesse teilten.

Apples plötzliches Interesse für Gesundheit

Nach dem langen Kampf Jobs’ mit Bauspeicheldrüsenkrebs, aber auch schon lange zuvor entwickelte der Apple-Gründer ein Interesse für alternative Medizin und gesunde Ernährung, die laut der offiziellen Jobs-Biographie mitunter ins Spirituelle abdriften konnte. Nun haben hochrangige Apple-Mitarbeiter, gegenüber dem Time-Magazine bestätigt, dass Apples Interesse für Gesundheitsthemen auf Steve Jobs zurückgeht.

Wie das Magazin „Time“ in einem Feature berichtet, soll Jobs nach einer besseren Gesundheitsversorgung für Alle gesucht haben. Dieses Streben gab er Apple als Aufgabe mit auf den Weg. Eines der Ergebnisse ist neben den Softwareschnittstellen HealthKit (2014), ResearchKit (2015) und zuletzt CareKit außerdem die Apple Watch.

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Apple Watch ein Kompromiss

Schon vor dem eigentlichen Veröffentlichung der Apple Watch gab es Berichte darüber, dass die Smartwatch aus dem Hause Cupertino deutlich mehr Mess-Sensoren beinhaltet hätte, wären da nicht die Auflagen der US-Gesundheitsbehörde gewesen, die aus einem Konsumgerät ein medizinisches Instrument hätten werden lassen. Apple wollte zum Start seiner Smartwatch keine Risiken eingehen und verzichtete deshalb auf viele Produkte, um die Markteinführung vor allem im Heimatmarkt USA ohne Auflagen durchführen zu können.

Apple hat eigenes Gesundheitslabor

Dass Apple ein genuines Interesse am Thema Gesundheit zu haben scheint, bestätigt das Vorhandensein eines eigenen Gesundheitslabors im Hauptquartier in Cupertino. Dieses hat der Redakteur des Time-Magazine sich anschauen dürfen. Es ist täglich zwölf Stunden in Betrieb. Darin arbeiten sieben Krankenschwestern in Vollzeit, die die Gesundheitsdaten von Apple-Mitarbeitern sechs Tage die Woche auswerten. Die Ergebnisse würden zukünftiges Produktdesign beeinflussen helfen.