Apple glaubt an Reparierbarkeit von Macs und iPhones – und stapelt hoch

(Bild: iFixit)
Geschrieben von Andreas Donath
27.02.2021
15:37 Uhr

Apple muss in Frankreich Angaben zur Reparaturfähigkeit seiner Hardware machen, ohne dass diese überprüft werden. Apple schätzt die Möglichkeiten prompt sehr positiv ein.

In Frankreich sind Angaben zur Reparaturfähigkeit von Hardware nun gesetzlich verpflichtend. Das hat Apple nicht etwas in Schwierigkeiten gebracht, sondern dem Unternehmen die Möglichkeit gegeben, Angaben zu machen, die etwas an den Haaren herbeigezogen sind.

Verglichen mit anderen Reparaturskalen, die natürlich genauso wenig objektiv sein müssen, stapelt Apple hoch. Beim iPhone 12 Pro gibt sich Apple sechs von zehn Punkten und das entspricht auch der Position des Smartphones bei iFixit, die die gleiche Skala verwenden. Dazu muss allerdings der Fairness halber erwähnt werden, dass bei dem französischen Reparaturindex auch die Dokumentation  ("Zeitraum der Verfügbarkeit der technischen Dokumentation und der Beratung zu Gebrauch und Wartung) und andere Faktoren wie die Vorhaltezeit von Ersatzteilen berücksichtigt werden.

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Bei MacBooks sieht das Ganze anders aus. iFixit gibt dem MacBook Pro 16 hier einen Punkt, Apple schenkt sich 6,3 Punkte. iFixit begründete damals den schlechten Wert mit dem massiven Einsatz von Klebstoff im Gehäuse und schwer austauschbaren Komponenten, die häufig verschleißen.

Auch die neueste Hardware wurde mit eingeschlossen. Beim Macbook Air mit M1-Prozessor gibt Apple sich ebenfalls eine hohe Punktzahl. Realistisch ist das nicht, wenn man davon ausgeht, dass selbst beim Ausfall der SSD das ganze Motherboard getauscht werden muss: Die SSD ist darauf fest verlötet. Es wäre ein unglaublich hoher Aufwand, diese herauszulösen.

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