Woz bei Conan O'Brien

Apple-Mitbegründer Wozniak nennt Verschlüsselungsdebatte des FBI "lahm"

Am Montag Abend war Apple-Mitbegründer Steve "Woz" Wozniak bei Late-Night-Talker Conan O'Brien zu Gast und sprach dabei über den San-Bernardino-Fall und die damit entfachte Debatte um Apples äußerst sichere Verschlüsselungstechnik. Natürlich stellt sich Woz auf Apples Seite und sagt, dass sich das FBI einen "lahmen Fall" ausgesucht hat.

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Apple-Mitbegründer Steve Wozniak sprach am Montag Abend mit Conan O'Brien und stellte in der andauernden Verschlüsselungsdebatte auf Apples Seite. Der Gründer der Bürgerrechts-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) kritisierte das FBI natürlich scharf und sagte, dass man sich den "lahmsten Fall überhaupt" ausgesucht habe, um einen Präsedenzfall für die Durchsuchung von Mobilgeräten zu schaffen und Hersteller dazu zu zwingen Hintertüren für etwaige Ermittlung in die Software zu integrieren. 

Steve Wozniak äußerte sich unter anderem wie folgt:

"Die zwei Telefone, die von Leuten gekauft wurden, die nicht als Terroristen überführt wurden, zeigten nicht eine Verbindung zu einer terroristischen Organisation. Verizon (Anm. d. Red.: amerikanischer Mobilfunkprovider) hat alle aufgenommen Telefongespräche und SMS-Nachrichten übergeben. Also wurde das andere Telefon genommen, das die zwei nicht zerstört haben. Das war ein Diensthandy - es ist so lahm und nutzlos zu erwarten, dass sich darauf etwas befindet."

Woz gibt am Ende des Interviews einen wichtigen Punkt zu bedenken, denn der Fall könnte international herangezogen werden und Apple in weiteren Ländern dazu zwingen solchen Regierungsforderungen nachzukommen. 

Was wäre, wenn China sagt: "Wir möchten, dass ihr uns eine Hintertür einbaut, damit wir in jedes Telefon, sogar von euren Regierungsbeamten, kommen?"

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Interessant

Immer wieder amüsant. Kein Geheimdienst der Welt oder Polizei hat es notwendig, ein Telefon zu entschlüsseln. Wenn die Behörden Ihren Job korrekt machen, dann braucht es schon ordentliche Mitschnitte der Telefonate und SMS und wesendlich mehr Beweise um einen Täter zu überführen. Alle Daten gelangen grundsätzlich über das Internet oder einen Provider Dienst... daher ist dort der Zugriff wesentlich effektiver und einfacher. Desweiteren ist der Geheimdienst zwar in der Lage andere Regierungen abzuhören und deren Telefone auszulesen.... soll aber plötzlich nicht in der Lage sein ein lächerliches Gerät in den USA technisch zu untersuchen?

Nicht sehr glaubwürdig.

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