Apple legt Zubehörherstellern Daumenschrauben an: Wer Cases auf Gerüchtebasis anfertigt, fliegt aus den Apple Stores

Vor allem Hüllen verraten etliches über Geräte, wie das iPhone oder das iPad - und genau damit hat Apple ein großes Problem, denn diese enthüllenden Cases untergraben die Geheimhaltungspolitik des Unternehmens aus Cupertino. Um diesem Problem künftig vorzubeugen, drängt Apple Zubehörherstellern einen Vertrag auf, dessen Zuwiderhandlung die Folge hat, dass deren Produkte aus dem Apple Store rausfliegen. Dies kann hohe finanzielle Einbußen für die Hersteller mit sich ziehen.

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Apple will künftig die Geheimhaltungsschraube noch enger ziehen, indem es (führenden) Herstellern von Zubehör, wie Hüllen, Verträge aufzwängt, die es ihnen wiederum verbieten, Informationen rund um anstehenden Apple-Produkte ausfindig zu machen beziehungsweise Accessoires auf geleakten Infos oder Gerüchten herstellt. Dies berichtet 9to5mac.com unter Berufung von Quellen, die direkt davon betroffen sind. Mit anderen Worten: Von Zubehörherstellern direkt.

Apple reagiert hier vermutlich auf die unzähligen Cases, die im Vorfeld der iPhone 6-Veröffentlichung im Netz und sogar Handel kursierten und etliche Rückschlüsse über das Smartphone ziehen ließen - in erster Linie der Formfaktor, also wie das iPhone aussehen wird.

Wir haben einen ähnliche Erfahrung mit einem Dummy aus China gemacht, der perfekt in eine auf der diesjährigen IFA vorgestellen Hülle gepasst hat. Somit wussten wir bereits vor dem 9. September, wie das iPhone 6 aussehen wird.

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Das Halten von Herstellern auf Distanz verzögert allerdings die Produktion des Zubehörs, da dieses erst dann in Fertigung gehen kann, wenn die Apple-Produkte fertig oder so gut wie fertig sind. Das dürfte neben den Herstellern auch die Kunden verärgern, da diese länger auf Cases und andere Accessoires warten müssen. Das wiederum wirkt sich negativ auf die Einnahmen der Hersteller aus.

Das Verbot, so ein Entwickler, geht sogar soweit, dass man nicht einmal mehr Webseiten oder Nachrichten lesen dürfe, die über bevorstehende Apple-Produkte schreiben. Diejenigen, die sich diesem Verbot widersetzen, verbiete es Apple künftig ihre Produkte in den Apple Stores zu verkaufen. Laut Quellenangaben, die 9to5mac.com vorliegen, hat Apple bereits zwischen 60 und 70 Prozent an Dritthersteller-Zubehör aus den Stores entfernt und durch hauseigene Produkte ersetzt.

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Wie zieht man denn Schraube enger?

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