Umgebauter Mac mini

Apple kündigt ersten ARM-Mac für Entwickler an

Lange wurde spekuliert, dass sich Apple von den Intel-Prozessoren befreit. Nun bestätigte das kalifornische Unternehmen dies und gibt Entwicklern einen ersten Ausblick.

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Apple kündigte auf der WWDC 2020 etwas Großes an. Nachdem man macOS Big Sur vorstellte, kam heraus, dass macOS eine neue Versionsnummer erhält. Damit springt macOS von Version 10.15 endlich auf die 11. Allerdings sind nicht das neue Design und die neuen Funktionen der Grund dafür.

Die goldenen 2020er warten

Vielmehr möchte Apple damit eine neue Ära einleiten. Das Unternehmen hat sich nämlich entschlossen, Intel den Rücken zu kehren und auf eigene Prozessoren zu setzen. Dies basiert auf der ARM-Technologie, die bereits seit mehr als zehn Jahren im iPhone und iPad zum Einsatz kommt und dort für Höchstleistungen sorgt. 

ARM-Macs erst später für Kunden

Über die kommenden zwei Jahre will das Unternehmen vollständig auf die ARM-Technologie wechseln. Bereits Ende des Jahres will man dazu Kunden erste Geräte bereitstellen. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um die MacBook-Pro-Reihe handeln, die zuerst wechselt. Alternativ ist auch das im vergangenen Jahr eingestellte 12" MacBook für eine Rückkehr im Gespräch. 

Entwickler erhalten Mac mini mit ARM-Chip

Um Entwicklern jedoch ausreichend Zeit zu geben, um ihre Apps für die neue Technologie umzusetzen, will Apple bereits ab Ende der Woche sogenannte „Developer Transition Kits“ bereitstellen. Dabei handelt es sich dem iPhone-Hersteller zufolge um ein Mac-mini-Gehäuse mit einem A12Z-Chip, der bereits im aktuellen iPad Pro zum Einsatz kommt.

(Bild: Apple)

Darüber hinaus verfügt das Gerät über 16 GB Arbeitsspeicher sowie eine SSD mit 512-GB-Speicherplatz. macOS Big Sur sowie Xcode sollen ebenfalls vorinstalliert sein, damit man direkt starten kann. Wer nun denkt, dass das Gerät teuer wird, der irrt. Zunächst muss man sich nämlich für das Gerät in Apples Universal App Quick Start Program bewerben. Wird man angenommen, dann werden 500 US-Dollar für das Gerät fällig. Allerdings gibt es einen Haken. Das Gerät gehört Apple und daher muss es später wieder an Apple geschickt werden.

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Warum der Aufwand mit einem umgebauten Mac mini? Die erforderliche Hardware wäre doch mit dem iPad pro schon da gewesen. Es hätte doch "nur" einer Boot-Möglichkeit von einer externen Platte oder einer Art Dual-Boot System bedurft, um das iPad pro für jeden Entwickler zu einem Testsystem aufzubohren.

Hinter Apples Ankündigungen verbirgt sich immer nur: make money. Es geht darum, die alte Hardware auf einen Schlag loszuwerden. Kein Big Sur mehr auf einem gepatchten 2009er MacMini, Hackintosh oder 2020er MacBookPro, alle abgehängt. Spätestens in 5 Jahren sind die heute teuren neuen Geräte Elektronikschrott. Irgendwann muss auch die Software neu gekauft werden. Und natürlich will sich Apple von Intel trennen, um seine eigene Prozessorschmiede in Fahrt zu bringen und Profit zu machen. Und das alles für das tolle Nutzererlebnis. Ich bin ernsthaft am überlegen, ob es das noch ist. Aber was ist die Alternative? Windows und Android? Sicher nicht. Hat jemand eine Idee?

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